Smartphone mit LTE Cat 9

LG X Mach im Test

LG bringt mit dem X Mach pfeilschnelles LTE Cat 9 in eine erschwingliche Preisregion. Was das Phablet außerdem zu bieten hat, lesen Sie im Test.

LG X Mach

© LG

Das brilliante IPS-Display des LG X Mach hat eine hohe Quad-HD Auflösung und eine Pixeldichte von immensen 538 ppi.

EUR 369,98

Pro

  • attraktives Design
  • brillantes IPSDisplay mit Quad- HD-Auflösung
  • Unterstützung für LTE Cat 9
  • umfangreiche Ausstattung
  • einfache Bedienung über die flexible Benutzeroberfläche
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • durchwachsener UMTS-Empfang
  • recht schwache Ausdauer
  • kein USB-C Anschluss
  • keine Dual-SIM Funktion
  • Wertigkeit der Materialien

Fazit

connect-Testurteil: befriedigend (353 von 500 Punkten)
70,6%

Unter der X-Serie listet LG spezialisierte Smartphones und Phablets: Jedes Modell ist mit einem besonderen Feature ausgestattet. So hat das LG X Power​  einen extragroßen Akku verbaut, das LG X Screen​ zeigt bestimmte Informationen auf einem zweiten Display an und das LG X Cam​ ist mit einer hochwertig ausgestatteten Kamera unterwegs. 

Nun ist das X Mach gestartet. Wie der Name bereits vermuten lässt, steht hier das Thema Tempo im Fokus: Der LG-Neuling ist das erste Mobiltelefon auf dem Markt, das das pfeilschnelle LTE der Kategorie 9​ (Cat 9; bis zu 450 Mbit/s) in den Preisbereich der gehobenen Mittelklasse bringt.​

Brillantes Display und feine Oberfläche 

Die Koreaner wollen zwar auch 449 Euro sehen, liegen damit aber satte 250 Euro unter der Preisempfehlung des bislang günstigsten am Markt erhältlichen LTE-Cat-9-Modells. Für den üppigen Preis bekommt der Käufer ein modern designtes Phablet mit einem 5,5 Zoll großen IPS-Display. 

Die Auflösung beträgt sehr hohe 1440 x 2560 Pixel, erreicht so Quad-HD-Standard und eine Pixeldichte von immensen 538 ppi. Die Anzeige ist ohne Zweifel einer der Leckerbissen des X Mach: Inhalte werden enorm brillant und mit satten Farben wiedergegeben – so machen Fotos, Videos und Spiele richtig Laune. Die Helligkeit kann sich mit 430 cd/m2 ebenfalls sehen lassen – auch wenn die High-End-Modelle mit noch helleren Bildschirmen aufwarten können. Vor Kratzern schützt das X Mach bewährtes Gorilla-Glas. 

LG X Mach

© LG

Die Kamera des X Mach verfügt über einen besonders großen Sensor, um möglichst viel Licht einzufangen, was sich im Test positiv bemerkbar machte.

Das Display ist in ein sanft abgerundetes Kunststoffgehäuse mit einem mattsilbernen Rahmen gebettet, dessen Vorderseite mit einer feinen Struktur Akzente setzt. Das X Mach ist in den Farbvarianten Weiß oder Schwarz erhältlich, wobei das weiße Testmodell trotz der Kunststoffbehausung auf Anhieb zu gefallen wusste, schließlich zeigt sie auf dem Rücken eine auch in der Autoindustrie aktuell sehr angesagte Oberfläche im Perlmuttlook. 

Die matte und dennoch leicht schimmernde Optik sieht auch ohne Metall richtig schick aus und liegt zudem angenehm ergonomisch sowie rutschfest in der Hand. Die Verarbeitung kann ebenfalls überzeugen und bietet keinen Ansatz für Kritik.

Eine lobenswerte Besonderheit in Zeiten festverbauter Akkus: Das Rückteil kann entfernt werden, wodurch der Besitzer nicht nur zu den Slots für die Nano-SIM- und die Micro-SD-Karte kommt, sondern bei Bedarf auch den Akku selbstständig wechseln kann. Auf der Rückseite hat LG zudem ein Tastentrio bestehend aus Drückern für die Lautstärkeregelung und den Standby-Modus griffgünstig angeordnet. Nach kurzer Eingewöhnung geht deren Bedienung in Fleisch und Blut über. In der gut erreichbaren Standby-Taste sitzt zudem der zuverlässig und schnell funktionierende Fingerprintsensor.

LG X Mach

© LG

Dank der abgerundeten Form liegt das LG ausgesprochen gut in der Hand. Leider verfügt es nicht über einen USB-C-Anschluss.

Für alle Vorhaben gerüstet 

Unter der ausgesprochen schicken Hülle arbeitet eine Snapdragon-808-Plattform von Qualcomm. Ausgestattet mit sechs bis zu 1,8 GHz schnellen Kernen sowie 3 GB Arbeitsspeicher ist das X Mach für nahezu jeden Einsatzzweck perfekt gerüstet. Für den Nutzer stehen zudem über 22 GB an internem Speicher zur freien Nutzung bereit, die sich durch den bereits erwähnten Speicherkartenslot auch problemlos erweitern lassen.​

Die Qualcomm-Plattform MSM8992 beherbergt auch das LTE-Modem, das den schnellen Datenfunk der Kategorie 9 zur Verfügung stellt und somit Downloads mit einem maximalen Tempo von 450 Mbit/s und Uploads mit 50 Mbit/s bewerkstelligen kann – in Deutschland sind aktuell allerdings „nur“ maximal 375 Mbit/s bei Vodafone möglich. 

Bluetooth 4.2, NFC und schnelles ac-WLAN runden die Connectivity-Ausstattung des X Mach ab. Es fehlt lediglich ein USB-C-Anschluss, das LG setzt noch auf die ältere Micro-USB-Buchse, um Kontakt zum Rechner oder Ladegerät herzustellen. Letzteres findet sich übrigens ebenso in der Verpackung wie In-Ear-Kopfhörer.​

LG X Mach

© LG

Neben der vereinfachten Oberfläche bietet LG auch Varianten mit und ohne Hauptmenü an (links). Die Funktion der Schnelleinstellungen kann man selbst definieren (rechts).

Eigene Oberfläche pimpt Android 6

Das Android-6.0.1-Modell ist mit der hauseigenen Benutzeroberfläche UX 5.0 ausgestattet, die über den nativen Android-Look gestülpt wurde und nicht nur optisch attraktiver ausschaut, sondern auch mehr Ausstattung mitbringt. So bietet das X Mach nicht nur viele Individualisierungsmöglichkeiten, sondern auch praktische Gestenfunktionen wie etwa Knock-Code. 

Hier kann der Nutzer den Bildschirm über doppeltes Tippen auf die Anzeige sperren und auch wieder aktivieren. Über eine doppelte Betätigung der Leiser-Taste im Standby-Modus startet die Kamera blitzschnell und stellt scharf, eine doppelte Berührung der Lauter-Taste öffnet das Notizprogramm „Capture+“. 

Zudem beherrscht das LG mit „Dual Window“ den echten Multitasking- Betrieb, der die parallele Nutzung von zwei Funktionen auf dem großen Bildschirm erlaubt. Dafür geeignete Programme werden unter der Ansicht der zuletzt genutzten Apps mit einem speziellen Symbol markiert und können von hier aus direkt über- oder auch nebeneinander angeordnet werden.​

Von Haus aus verzichtet die Benutzeroberfläche des X Mach auf ein Hauptmenü und erlaubt die freie Sortierung der Apps in Ordnern nach Wahl. Wer lieber mit Hauptmenü arbeitet, kann sich diese Version kostenlos aus dem LG-Store laden. Und für Smartphone-Neulinge bieten die Koreaner alternativ eine abgespeckte und stark vereinfachte Bedienung an. Somit dürfte für jeden Nutzertypen die passende Variante dabei sein. Im Einstellungsmenü kann man ganz einfach zwischen den drei Varianten hin und her schalten.​

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Kamera: Hellere Aufnahmen

Bei der Kamera beschränkt LG die Auflösung im X Mach auf 12,2 Megapixel. Dafür sind die einzelnen Pixel des Sensors mit 1,55 μm deutlich größer als üblich und die Kamera des X Mach kann wesentlich mehr Licht verwerten als ein Smartphone mit kleineren Pixeln. Dies ist bei schwacher Beleuchtung wichtig, um trotz widriger Umstände immer noch eine gute Qualität zu liefern.

Bei den Testaufnahmen schlug sich die LG-Kamera dann auch ausgesprochen gut: Die Bilder sind deutlich heller und der Rauschanteil ist geringer als bei einem ähnlich teuren Konkurrenten mit höherer Auflösung. Auch bei gutem Licht waren die Aufnahmen top. Schwierigkeiten hat die Optik allerdings bei bewegten Motiven; hier macht sich der fehlende optische Bildstabilisator bemerkbar. So gab es unter den zahlreichen Testbildern leider viele unscharfe Bilder.

Die Ausstattung der Kamera ist üppig, aber nicht überladen: HDR-Modus, Panorama-Funktion und Dual-Aufnahmen, bei denen das Bild der zweiten Kamera in das Hauptbild eingeblendet wird, bieten viele Möglichkeiten. Videos kann das LG zudem mit 4K-Auflösung und 30 fps aufzeichnen. Um das Thema Selfies kümmert sich eine 8-Megapixel-Kamera auf der Frontseite. Hier darf natürlich der bei LG schon länger etablierte Beauty-Modus nicht fehlen, der Hautunreinheiten in acht Stufen retuschieren kann. Zudem gibt es eine Fotoautomatik, die Gesichter selbstständig erkennt, fokussiert und dann das Selbstbildnis erstellt. Auch den Dual-Modus beherrscht die Frontkamera, Videoszeichnet sie in Full-HD-Auflösung auf.​

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Durchhänger bei Ausdauer und teils Empfang 

Im Labor kam dann Ernüchterung auf: Das Phablet geht viel zu verschwenderisch mit der Energie seines 3000-mAh-Akkus um und erreichte im normierten connect-Alltagsmix lediglich durchwachsene 5:19 Stunden. 

Auch bei den Sende- und Empfangsmessungen leistete sich das X Mach in den UMTS-Netzen Schwächen, während die Ergebnisse im GSM- und LTE-Einsatz vorbildlich waren. Trotz dieser Mankos und dem damit einhergehenden Punktverlust hat LG mit dem X Mach ein starkes Phablet im Programm, das sich mit seinem tollen Display und der gelungenen Benutzeroberfläche für tempobewusste Surfer empfiehlt.

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