Testbericht

MC-Tonabnehmer Clearaudio New Concerto

Eine gelungene Feinabstimmung und ein Generator mit mehr Magneten führten bei dem New Concerto für 1700 Euro zu Klangsteigerungen.

  1. MC-Tonabnehmer Clearaudio New Concerto
  2. Datenblatt
Clearaudio New Concerto

© Archiv

Clearaudio New Concerto

Beim New Concerto handelt es sich um eine reine Clearaudio-Entwicklung. Im Gegensatz zum Vorgänger Concerto hat man in Erlangen die Anzahl der Magneten auf acht verdoppelt. Das inzwischen patentierte Prinzip, das mit zwei Spulen in kanalgetrennten Magnetkreisen aufwartet, wurde selbstverständlich beibehalten.Dieser Aufbau vermeidet einen Spanndraht, da der Nadelträger auf einer Wippe gelagert ist. Dies hat laut Suchy den Vorteil, dass die Rückstellkräfte kleiner sind und sich dadurch der Schallplatte mehr Informationen entlocken lassen. Weiterhin schwört man in Franken auf 24-Karat-Goldspulen, die schlechtere Leiter als Kupfer oder Silber sind, aber dafür unanfällig für Korrosion.

Die Diamantnadel lässt Clearaudio bei der neuen Generation nicht mehr in der lange gepflegten Form Trigon 2 P schleifen, sondern ordert beim japanischen Spezialisten Ogura eine verfeinerte: Der neue Edelstein ist kleiner, was die bewegte Masse verringert und mehr Dynamik bringt.

Die Generatoreinheit ist bei bei den Clearaudio MC-Abtastern gleich. Unterschiede bestehen im Selektionsgrad der Spulen und Magnete sowie bei Form und Holzart des Korpus: Beim New Concerto besteht er aus Satine.

Insgesamt ist das New Concerto deutlich leichter als vergleichbare Tonabnehmer. So lässt er sich an einigen Tonarmen nur mit kleinen Gegengewichten oder den mitgelieferten 3,5 Gramm schweren Metallplättchen ausbalancieren. Dies und die großen Grundplatte, die in kurzen Headshells wie etwa dem Ekos SE (3/07) zu fummeligem Einbau und Verbiegen der Anschlusskabel führt, sowie der weit herausstehenden, abbruchgefährdeten Nadelträger führten zu Abzügen in der Praxisnote.

Eine klangliche Steigerung gegnüber dem Bruder New Symphony brachte der New Concerto. Ebenso druckvoll wie der New Symphony, vermittelte er aber mehr Feininformationen, etwa bei der Gesangs-Artikulation. Stimmen enthüllten aber auch seine  Vorliebe fürs Brillante, denn Sibilanten gab er minimal zischend wieder. Dennoch distanzierte er das stereoplay Highlight Ortofon Jubilee (1/99), da er Orchester weiträumiger darstellte, dynamische Passagen unverkrampfter darbot und farbenkräftigere Klangbilder malte. Als er dann noch Musiker nachvollziehbar besser zusammenspielen ließ, war klar, dass er als erster Clearaudio-Tonabnehmer in stereoplays Absolute Spitzenklasse Einzug halten darf.

Clearaudio New Concerto

HerstellerClearaudio
Preis1700.00 €
Wertung56.0 Punkte
Testverfahren1.0

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