Testbericht

MC-Tonabnehmer Transfiguration Phoenix

Transfigurations neuer MC-Abtaster für 2390 Euro trägt nicht einen mythische Namen, sondern vollbringt auch klangliche Heldentaten.

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Transfiguration Phoenix

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Transfiguration Phoenix

Gutes besser zu machen gehört zu den schwierigen Aufgaben, denen sich ein Entwickler stellen muss. Sehr Gutes entscheidend zu verbessern ist hingegen für die meisten unmöglich. Nicht so für Seji Yoshioka, seines Zeichens Chef von Immutable Music und Entwickler der Transfiguration-Tonabnehmer. Er traute sich durchaus zu, seinen weltweit vielfach ausgezeichneten MC-Abtaster klanglich nochmals zu verbessern. Der brandneue Transfiguration Phoenix den stereoplay hier als weltweit erste Zeitschrift testet, ist der direkte Nachfolger des beeindruckenden Spirit III (6/04), der als erster Abtaster dieser Preisklasse in die Absolute Spitzenklasse vorstieß.

Stellt sich die Frage, was Yoshioka überhaupt ändern konnte, um den Klang noch zu steigern. Von dem Grundaufbau mit Ringmagneten wollte er nicht abweichen, denn diese Konstruktion stellt einen sehr effektiven, verzerrungsarmen Generator dar, was sich auch im stereoplay-Messlabor zeigte.

Also spielen sich die Veränderungen im Detail ab. Am Phoenix glänzt nun eine kleinere Diamantnadel, die der Spezialist Ogura mit den Verrundungsradien 3 x 30 Mikrometer versieht. Vom Vorgänger übernahm er nur den vorderen Samarium-Kobalt-Magneten, während hinter der Spule aus 4N-Silber (99,99 Prozent) jetzt ein teurerer und stärkerer Neodym-Ringmagnet sitzt. Dieser und ein magnetisch effektiverer Spulenkern ermöglichen eine kleinere Spule, was durch die kleinere bewegte Masse die Impulstreue erhöht und wegen geringerer Induktivität den Frequenzgang erweitert.

Den Nadelträger hingegen veränderte er nicht. Er besteht wie bei den Vorgänger aus einem massiven Stäbchen aus Bor. Neu ist higegen die aufwendige Bedämpfung des Gehäuses des Phoenix.Zu guter Letzt modifizierte Yoshioka die Dämpfunggummis. In  Hörtests ermittelte er eine neue Mischung für den Phoenix.

Im Hörraum legte der Phoenix, dem das Laufwerk Nouvelle Platine Verdier nebst Tonarm Linn Ekos (8/01) eine gewohnt solide Basis bot, so impulsiv los, dass sich wirklich das Bild des brennenden Phoenix aus der Asche einstellte. Kein Deut mehr von der dezenten Zurückhaltung des Spirit III war zu hören. Zwar zischte der Phoenix bei S-Lauten minimal mehr, übertrumpfte aber seinen Vorgänger mit deutlich mehr Direktheit und Spielfreude locker. Selbst das stereoplay Highlight Phase Tech P 1 (9/06) hatte Mühe, den Feuervogel von Transfiguration zu bändigen. Der P 1 ging zwar eine Spur detailreicher zu Werke und präsentierte einen minimal größeren Raum, klang aber distanzierter. Die mitreißendere musikalische Darbietung, die körperhafteren Stimmen sowie die natürlicheren Klangfarben verbuchte der Phoenix für sich und erntete bei Punktegleichstand ebenfalls ein Highlight.

Transfiguration Phoenix

HerstellerTransfiguration
Preis2390.00 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.0

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