Notebook

Medion Akoya S3409 im Test

Medion kann mehr als nur günstig: Wir haben uns das Medion Akoya S3409 zum Test vorgenommen und schauen, wie viel Premium in dem Notebook steckt.

Medion Akoya S3409

© Medion

Medion Akoya S3409

EUR 949,00

Pro

  • elegantes 13-Zoll-Notebook
  • hohe Bildschirmauflösung (QHD+)
  • geringes Gewicht
  • Core-i7-Prozessor der 7. Generation
  • großer SSD-Speicher
  • drei schnelle USB-Anschlüsse

Contra

  • mäßige Akkulaufzeit
  • unangenehmes Lüftergeräusch
  • durchschnittliche Systemleistung
  • wenig verwindungssteifes Display

Fazit

connect-Testurteil: gut (377 von 500 Punkten)
75,4%

Den Namen Medion verbindet man automatisch mit Aldi, schließlich ist die heutige Lenovo-Tochter fast so etwas wie der Exklusivlieferant des Discounters für Technikprodukte aller Art. Auch die – zumindest in früherenJahren – viel beachteten, in unregelmäßigen Abständen angebotenen "Aldi-Notebooks" stammen aus dem Hause Medion. Darüber hinaus verkauft der Hardwarespezialist ein breites Sortiment an elektronischen Geräten auf eigene Rechnung über seinen Webstore. Das Preis-Leistungs-Verhältnis – sprich: ordentlicheQualität zum günstigen Preis – steht dabei grundsätzlich im Vordergrund. Doch hin und wieder wagt der Hersteller auch einen Ausflug ins höhere Preissegment.

Wie hochauflösend darf’s denn sein? 

Ein gutes Beispiel ist das kompakte 13-Zoll-Notebook Akoya S3409, das in der vorliegenden Ausstattung (Modellbezeichnung MD 60234) mit annähernd 1000 Euro zu Buche schlägt – ein für Medion-Verhältnisse ungewöhnlich hoher Preis. In dieser Kostenregion tummelt sich gemeinhin die gehobene mobile Mittelklasse mit Tendenz zum Premiumsegment. Dass sich auch das Akoya S3409 diesem Anspruch verpflichtet fühlt, ist bereits auf den ersten Blick erkennbar: Das zeigt sich an der kompakten Form und dem silberfarbenen Gehäuse im edlen Bürsten-Metall-Look (dass nur der Displaydeckel tatsächlich aus Aluminium besteht, der Rest dagegen aus gefärbtem Kunststoff, tut dem hochwertigen Eindruck keinen Abbruch). Das Medion-Notebook bringt kaum 1300 Gramm auf die Waage, damit gehört es zu den Leichtgewichten in der 13-Zoll-Klasse. Zusammengeklappt ist es zudem nur knapp 16,8 Millimeter dick. Selbst wenn es noch deutlich schlanker geht: Auch dieses Kriterium trennt die Spreu vom Weizen. 

Zur letztgenannten Kategorie passt zweifellos auch das Hochglanzdisplay. Dieses beeindruckt nicht nur mit seiner Farbbrillanz, sondern auch mit der – in Relation zur Größe – besonders hohen Auflösung: 3200 x 1800 Pixel sind im klassischen Notebook-Segment noch eher ungewöhnlich. Hier stellt sich lediglich die Frage, wozu die hohe Pixeldichte im normalen Betrieb gut sein soll, denn man bezahlt einen hohen Preis dafür – dazu später mehr. In der 100-Prozent-Ansicht werden die Desktop-Symbole und -Schriften jedenfalls so klein, dass sie nur noch schlecht erkennbar sind. Wer auf QHD+ verzichten kann, dem bietet Medion alternativ eine abgespeckte, um 200 Euro günstigere Variante mit Full-HDDisplay (Modell MD 60226). Für die meisten Anwendungen sollte das durchaus reichen.​

Medion Akoya S3409

© Medion

Die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur lässt sich in vier Helligkeitsstufen regulieren.

Sehr hochwertige Komponenten 

Stolz ist der Hersteller auf ein weiteres Feature, das in einfachen Notebooks nur höchst selten zu finden ist: Eine​ hintergrundbeleuchtete Tastatur, die all jenen, die des blinden Tippens nicht mächtig sind, in dunklen Umgebungen wertvolle Hilfe leistet. Und das höchst komfortabel, da sich die Helligkeit je nach Lichtverhältnissen in vier verschiedenen Stufen regulieren lässt. Unabhängig von dem etwas gewöhnungsbedürftigen Tastendesign gibt es am Keyboard des Akoya S3409 nichts zu mäkeln – es ist ausreichend groß, um produktiv damit arbeiten zu können, und sehr präzise bedienbar. Beides gilt auch für das Touchpad – warum dieses jedoch nicht mittig positioniert ist, weiß wohl nur der Hersteller. 

Ein weiteres Highlight ist das Herzstück des Rechners: Medion hat sein schickes Notebook mit einem hochwertigen Core-i7-Prozessor aus Intels neuester Chipgeneration ausgerüstet – eine der besten CPUs, die in der mobilen Kompaktklasse überhaupt verfügbar sind. Hinzu kommen ein mit 8 GB beachtlich bestückter Hauptspeicher und eine 512 GB große SSD, die einen hohen Datendurchsatz ermöglicht – im Durchschnitt lassen sich pro Sekunde mehr als 350 MB auslesen. Ein hohes Tempo wird auch beim Datenim- und -export garantiert: Dafür sorgen die beiden USB-3.0- Schnittstellen sowie der zusätzlich vorhandene USB-C-Anschluss. Ein HDMI-Slot und ein Multikartenleser zur Speichererweiterung sind ebenfalls dabei. 

Medion Akoya S3409

© Medion

An Design und Ausstattung des Medion- Notebooks gibt es nichts auszusetzen, Displaydeckel und Scharniere dürften jedoch gern stabiler sein.

Dass es für das Akoya S3409 in der connect- Bestenliste dennoch nur für einen soliden Mittelfeldplatz reicht, liegt zum einen an der unzureichenden Ausdauer im Akkubetrieb: Im MobileMark-Benchmark, der das Nutzungsverhalten eines Office-Anwenders simuliert, ist bereits nach rund dreieinhalb Stunden Schluss. Ein wesentlicher Grund für die mäßige Laufzeit dürfte der große Energiehunger des hochauflösenden Displays und des leistungsstarken Prozessors sein. Weitere Mankos sind der Lüfter des Geräts, der nicht nur allzu oft anspringt, sondern auch einen unangenehmen Pfeifton produziert, sowie der nicht besonders verwindungssteife Displaydeckel. Die System- und Grafikleistung ist dagegen standesgemäß – mit der verbauten Rechenpower könnte jedoch noch deutlich mehr drin sein.​

Fazit: teilweise Premium 

Das Medion Akoya S3409 ist ein schickes, hervorragend ausgestattetes Notebook, mit dessen Kauf man nicht viel falsch machen kann. Unter Berücksichtigung der hochwertigen Komponenten ist der Preis durchaus angemessen, ein besonderes Schnäppchen ist das Gerät angesichts der erwähnten Schwachpunkte jedoch nicht unbedingt. Vor allem die bescheidene Ausdauer und das nervige Lüftergeräusch stehen einer eindeutigen Kaufempfehlung im Weg.​

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