Smartphone

Medion Life X5020 im Test

Kein Billigheimer-Schnäppchen, sondern zuverlässige Mittelklasse: Das Medion Life X5020 schlägt sich gut im connect-Test und zeigt kaum Schwächen.

Medion Life X5020

© Medion

Aktuelle Farbgebung: neben Schwarz-Grau und Weiß-Silber gibt es auch ein Modell in Weiß mit rosé-goldfarbenem Rahmen. Alle Modelle kommen beidseitig mit Gorilla- Glas.

EUR 255,00

Pro

  • attraktives Design in aktuellen Farben
  • beidseitig durch Gorilla-Glas geschützt
  • starke Ausdauer
  • helles und hochauflösendes IPS-Display
  • großer interner Speicher
  • Dual-SIM
  • Front-LED
  • LTE
  • leicht

Contra

  • Schwächen im UMTS-Betrieb
  • Dual-SIM oder Speichererweiterung nur alternativ möglich
  • kein NFC

Fazit

Connect-Urteil: gut (406 von 500 Punkten)
81,2%

Mit seinem LTE-Smartphone X5020 nimmt der Essener Elektronikkonzern Medion optische Anleihen beim iPhone 4: Vorder- wie Rückseite sind aus Gorilla-Glas gefertigt, ein Aluminiumrahmen hält die beiden Scheiben zusammen. Dem Käufer kann's recht sein: Die Rückseite fühlt sich nicht nur seidenweich an, sondern bleibt, anders als glatte Kunststoffoberflächen, auch bei längerem Gebrauch weitgehend frei von Fingerabdrücken. Die Verarbeitung ist ordentlich, und obendrein liegt das Life X5020 überraschend leicht in der Hand. Ein Blick auf die Waage bestätigt dies: Nicht viele Smartphones mit 5-Zoll-Display bleiben unter 130 Gramm, das Medion wiegt sogar nur 124.

Technisch vorne

Auch beim Display macht Medion Ernst und spart nicht an Pixeln, wie bei günstigen Smartphones oft zu beobachten, sondern bringt es mit 1920 x 1080 Bildpunkten auf eine Dichte von 441 ppi. Das Ergebnis ist ein klares Bild, das der Betrachter dank IPS und einer Helligkeit von 513 cd/m² von nahezu überall aus betrachten kann. Wer in den Schnelleinstellungen am oberen Rand die Checkbox für eine automatische Helligkeitsregulierung vermisst, sollte sich nicht beirren lassen: Das X5020 besitzt durchaus einen Helligkeitssensor; über den Punkt "Adaptive Helligkeit" im Display-Menü kann man ihn aktivieren.

Der Snapdragon 615 von Qualcomm zählt nicht zur Riege aktueller Hochleistungs-Chips. Er erweist sich im täglichen Betrieb aber als flott und profitiert natürlich auch von den 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, die Medion dem X5020 spendiert. Mit ac-WLAN und LTE ist der Anwender im und außer Haus gut unterwegs. Schwächen deckte unser Labor allerdings bei der Sende- und Empfangsqualität im UMTS-Netz auf. Gut also, dass man dank zweier SIM-Kartenplätze in Gegenden, wo LTE nicht flächendeckend verfügbar ist, zwischen den Netzanbietern wechseln kann. Und obwohl die SMS an Bedeutung verloren hat, setzt Medion auf eine eigene Lösung, mit der sich Optionen wie Zustellberichte, vordefinierte Texte und Gruppen-SMS für beide Karten getrennt und komfortabel einrichten lassen.

Screenshots Medion

© Weka/ Archiv

Links: In über sieben Profilen kann man nicht nur den Klingelton, sondern auch die Helligkeit sowie Datenverbindung und Ortungsmethode wählen. Mitte: Mit den zahlreichen Einstellmöglichkeiten der Kamera lässt sich die Bildqualität verbessern. Das Gesamtergebnis der Bilder bleibt trotzdem durchschnittlich. Rechts: Die Medion-App Outdoor Navigation eignet sich mit Offline-Karten, Höhendaten und Kalorienverbrauch auch für Freizeitaktivitäten.

Entweder Speicher oder Dual-SIM

Einen Nachteil hat die Verwendung zweier SIM-Karten allerdings: Der Kartenschlitten nimmt entweder eine Micro- und eine Nano-SIM auf - oder anstelle der Nano-SIM eine Micro-SD-Karte, die mit einer Kapazität von bis zu 128 Gigabyte beschrieben und gelesen werden kann, wofür andere Hersteller nicht immer garantieren. Mit dem Einsetzen einer Nano-SIM in das Fach ist die Option der Speichererweiterung futsch. In Anbetracht des üppigen internen Angebots von brutto 32 GB scheint das zunächst verschmerzbar. Wirft man allerdings einen Blick auf den Speichermanager, stellt man fest, dass bereits 8 GB belegt sind - obwohl Medion keine extravagante Oberfläche über das Android-Betriebssystem stülpt. Das liegt hier übrigens noch in Version 5.0.2 vor. Ein Update auf eine aktuellere Android-Variante ließ sich im Testzeitraum nicht blicken. Schuld an dem hohen Platzverbrauch ist also zusätzliche Software, deren Installation man nicht nur wegen des Speicherbedarfs dem Anwender hätte überlassen können.

Wer keine andere Karten-App bevorzugt, sollte sich die aufgespielte Medion Outdoor Navigation ansehen. Das Kartenmaterial auf Basis von Open Street Map ist noch nicht installiert, sondern wird für verschiedene Regionen zum kostenlosen Download angeboten. Mit der Berechnung verbrauchter Kalorien sowie Infos zu Geo-Caches ist sie auch abseits der Straße zu gebrauchen. Es gibt natürlich Alternativen - oder mehr freien Speicher, wenn man eine solche App nicht braucht

Medion X5020

© Medion

Anders als die vielen Foto-Apps, die vielleicht nicht jeder braucht, ist die Front-LED für Selfies zweifellos ein Plus.

Darüber hinaus finden sich auf dem X5020 zahlreiche weitere Features; so kann man über den Profil-Manager, den Medion außerhalb der Einstellungen als App anbietet, nicht nur den Klingelton für die jeweilige Situation anpassen, sondern auch Helligkeit und Funkverbindungen und zwischen GPS- sowie netzwerkbasierter Ortung umschalten. Kleine Schwächen zeigen sich an einigen Stellen, wo die Texte nicht vollständig aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wurden.

Kamera mit Front-LED

Das Kameramenü für Haupt- und Frontkamera ist reichhaltig. Die Qualität der Bilder bleibt dennoch guter Durchschnitt und zeigt wieder einmal, dass die Anzahl der Megapixel nicht zwingend mit gleich hoher Bildqualität einhergeht. Immerhin meint es Medion mit 13 Megapixeln für die Haupt- sowie 5 Megapixeln für die Frontkamera gut und spendiert der Selfie-Cam sogar eine Front-LED.

Fazit: Kein Preisbrecher

Mit drei Farbvarianten, nämlich in Schwarz mit grauem Aluminiumrahmen oder in Weiß mit wahlweise Silber oder Rosé-Gold, ist das Medion X5020 auch farblich aktuell. Mit 299 Euro liegt es in einem Preissegment, in dem die Auswahl groß und die Qualität oft bereits gut ist. Fällt eine Entscheidung schwer, liefern neben dem hübschen Äußeren vielleicht die hohe Displayauflösung oder die Front-LED Argumente.

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