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Mercedes GLA mit Harman/Kardon Premium-Audio-System

Wir fuhren den Mercedes GLA mit Harman/Kardon Premium Audio-System. Besonders beeindruckte die AMG-Version "Edition 1".

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© Archiv

Pro

  • Kerniger, kräftiger Motor mit gut dosierbarem Leistungseinsatz
  • Perfekte Sitzposition, griffiges Lenkrad, direktes Fahrgefühl
  • Exzellente Traktion, standfeste Bremsen, hervorragende Fahrleistungen
  • Trotz eleganter, flacher Form überraschend gute Geländetauglichkeit
  • Sehr natürlich abgestimmtes, klares Sound-System

Contra

  • Flach stehende A-Säule beeinträchtigt das Sichtfeld in engen Kurven
  • Lichtsensor zur automatischen Fahrlichtsteuerung reagierte im Test sehr träge

Schon wieder Schweden. Auch wenn die neue A-Klasse gerade in der GLA-Variante mit der alten so gut wie nichts mehr gemeinsam hat, in einem Punkt bleibt sich Mercedes bei der Neuauflage treu: Es beginnt mit einem kleinen Skandal in Skandinavien. Doch diesmal gibt es keinen Blech- und Image-Schaden zu beklagen. Dafür musste ich umso mehr schmunzeln: Spiegel Online vermeldete kürzlich, die Schwedische Akademie, die auch den Literaturnobelpreis vergibt, habe einen Werbespot des Kompakt-SUV GLA scharf kritisiert.

Die Schwaben hatten dafür ein Gedicht der Lyrikerin Karin Boye, "I rörelse" ("In Bewegung") verwendet. Die Skandinavier sollen gar von "Grabplünderung gesprochen haben." Daraufhin wurde der Spot gestoppt, der Spott verhallte schnell. Mich inspirierte die Sache jedoch, dem Benz einige gereimte Verse zu widmen. Wäre doch gelacht, wenn mir mit den Sekundärtugenden eines nicht unerfolgreichen Romanschreibers gewappnet, ausgerechnet zu diesem Ausnahme-Auto nichts einfallen würde. Noch dazu, wo es in meiner Wahlheimat Stuttgart gebaut wird.

Ich fahre mit dem GLA, wo zuvor noch keine Strasse war.

Über Stock und Stein, machen sogar einen Busch platt, wie gemein.

Das Fahrwerk ist ein Gedicht, die Karosserie auch, denn klappern tut sie nicht.

Toll ist auch das Sound-System von Harman/Kardon, das dreh ich voll auf ganz ohne Pardon.

Mit CDs von Eminem und Pink Floyd klingt es so transparent, das ist die reinste Freud.

Am besten gefällt mir der AMG mit 360 PS. Wenn da ein Carrera kommt, dann kriegt er Stress.

Das Ding leistet 180 PS pro Liter, das poste ich gleich als Rekord auf Twitter.

Ob diese Zeilen nun Poesie sind, liegt im Auge des Betrachters. Eines sind sie ganz sicher: Ein Stenogramm eines ungewöhnlichen Kraft-Wagens, der mir sehr gut gefiel. Zwar ist die neue A-Klasse mit all ihren Derivaten stärker am Wettbewerb orientiert, als der Vorgänger, aber dafür strotz sie jetzt vor Dynamik. Mercedes schickt sich diesmal nicht an, das Auto ansich, sondern nur sich selbst neu zu erfinden. Und soviel sei eingangs schon verraten: Das ist den Schwaben tatsächlich gelungen.

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© Mercedes Benz

Sitze wie angegossen: In der AMG Edition 1 findet sich Seitenhalt wie im Rennwagen.

Die beste Charakterisierung der AMG-Version lieferte nicht die Pressekonferenz in Katalonien, sondern ein Entwicklungs-Ingenieur zu fortgeschrittener Stunde an der Bar: "Unser Ziel beim GLA 45 AMG war es, den Mercedes zu bauen, den unsere Väter nie kaufen würden." Und wenn ich an meinen alten Herren denke, muss ich ihm spontan Recht geben. Bei meiner Mutter würde ich allerdings meine Hand nicht ins Feuer legen. Aber die Korrektur der Frauenquote stand ja auch nicht im Lastenheft.

AMG verleiht Flügel

Was mir zu denken gibt: Gehöre ich für die Produktplaner auch schon zum alten Eisen, oder sind die bunten, megaauffälligen Dekorstreifen und der riesige Karbon-Heckflügel der GLA 45 AMG Edition 1 wirklich ein Elchtest für die Geschmacksnerven? Mein erster Gedanke beim Einsteigen in das halbstark anmutende Gefährt: "Ein Glück, dass mich hier niemand kennt." Die Folienbeklebungen und Anbauten passen zu der, speziell für ein SUV sehr elegant geformten Karosserie wie Rotwein zum Fisch.

Der zweite Gedanke: "Wow, der fährt sich ja überhaupt nicht wie ein SUV. Selbst die Sitzposition und der Blick über die mit Power-Domes verzierte Motorhaube erinnern eher an ein Sportcoupe." Kein Wunder, in Stuttgart geht der Trend nicht nur in Sachen Bahnhof zur Tieferlegung, sondern auch bei Geländewagen. Das Ergebnis ist unter anderem ein CW-Wert von 0,29, mit den sich selbst konventionelle Kombis schmücken könnten.

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GLA AMG Cockpit
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Der GLA basiert auf der neuen A-Klasse. Das elegante SUV verwöhnt mit Premium-Sound von Harman/Kardon.

Harman hat heute Pech. Was demonstrieren die ihr neues Sound-System auch in einem AMG? Als ob ausgerechnet die Autos aus Affalterbach eine Klangprotese nötig hätten. Daran hat sich schon B&O im SLS versucht. Ein echter Fall von Masochismus. 450 Watt, 12 Lautsprecher, darunter ein Subwoofer mit zwei Schwingspulen. Aber es genügen 360 PS aus zwei Litern Hubraum plus vier Zylinder, um alles in den Schatten zu stellen. Zumindest bei einem Fahrer wie mir. Noch bevor ich mich mit den Einstellungen des Sound-Systems abgebe, trimme ich erst mal das Setup des Wagens auf Sport. Der Benz schaltet mit seinem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit Speed-Shift selbst im Sportmodus nicht zu ruppig und dreht nicht mal die Gänge übermäßig aus. Da habe ich schon anderes erlebt. Sport ist mein Lieblingsprogramm und passt perfekt zum Charakter der Edition 1. Wer braucht schon einen AMG, um im Öko- oder Normalmodus bei Quasi-Standgas im höchsten Gang herumzujuckeln? Ich nicht. AMG steht für mich für die Krönung automobiler Unvernunft, die man aber gerade noch mit seiner Ratio rechtfertigen kann. Soll heißen: Nicht ganz so abgehoben wie einer von den echten Exoten, keinesfalls praxisuntauglich, aber trotzdem kein bisschen bieder.

Mercedes Benz,gla

© Mercedes Benz

Kein Salonlöwe: Der GLA überrascht durch bemerkenswerte Geländetaugichkeit.

Vor allem nicht so bieder wie die Anlage. Die erledigt zwar einen guten Job mit ordentlicher Auflösung, brillanten Höhen und sauberer Basswiedergabe. Dabei wirkt sie allerdings so rassig wie die alte A-Klasse. Doch die Neuinterpretation des Einsteiger-Daimlers ist ein anderes Kaliber. Selbst als SUV-Version namens GLA kauert sie tiefer überm Asphalt, von der Standard-Version und dem gestreckten CLA ganz zu schweigen. Und dieses AMG-Sondermodell setzt noch mal eines obendrauf. Den Flügel finde ich persönlich an einem Straßenauto grottenhässlich, doch den Abtrieb spürst du beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten besonders in der Kurve. Die Straßenlage des Allradlers ist für ein SUV geradezu sensationell, die "sport auto" ermittelte im Supertest eine Querbeschleunigung von bis zu 1,25 g! Gerade bei hohem Tempo wirkt die Balance trotz der Frontantriebsbasis sehr neutral, das Teil giert mit seinen über 4,40 Metern Länge nach Kurven wie ein reinrassiger Sportwagen, dem es ebenso mit seiner Hochleistungsbremsanlage in nichts nachsteht.

Die elektronisch geregelte Kraftverteilung der 4MATIK mit elektrohydraulisch gesteuerter Lammellenkupplung funktioniert so perfekt, dass du von ihrem Treiben nichts mitbekommst. Im Normalbetrieb gibt sich der Benz der Effizienz zuliebe als Fronttriebler, um dann bei Bedarf bis zu 50 Prozent der Leistung an die Hinterachse zu leiten. Die Balance bleibt bei wechselnden Gripverhältnissen oder Lastwechseln in Kurven trotz der damit einhergehenden Verschiebung des Kräfteverhältnisses praktisch unangetastet, die variable Verteilung zwischen den Achsen geschieht völlig nahtlos, was du nicht von allen Kompakt-SUVs behaupten kannst.

Aber du fährst mit dem GLA eh in einer eigenen Liga. Beim Blick nach vorne über die kunstvoll geschwungene Haube streift das Auge die typischen Stilmittel von Mercedes und AMG. Das Cockpit wirkt funktionell und sportlich, keine Spur mehr vom biederen Taxi-Ambiente des hochbeinigen Vorgängers- sofern man die Ur-A-Klasse überhaupt als Vorgänger des GLA bezeichnen kann. Bei der Kurvenhatz durch die spanische Bergwelt stört lediglich ein dem Design geschuldetes Detail: Die weit nach vorne gezogene A-Säule verdeckt vor engen Linksbiegungen den Blick auf den weiteren Straßenverlauf. Doch zum Glück lassen sich die bissigen Stopper der Größe XXL perfekt dosieren. Das ist doppelt gut, denn die wenig sensible Lichtautomatik macht mitunter die ersten 50 Meter eines Tunnels ebenfalls zum Blindflug.

Downsizing ist keine Spaßbremse

Beim GLA war natürlich die herausstechendste Frage, ob das, was AMG für mich ausmacht, beim Downsizing des Motors unter die Räder kommt. Schließlich steht AMG bei mir für charmant rüpelhafte V8-Triebwerke mit reichlich Hubraum. Doch spätestens das rüde Herausbeschleunigen aus einem einsamen Kreisverkehr in der kargen Katalanischen Landschaft bläst alle Zweifel weg: Bäng, Bäng, Blubber, Bäng. Da sind sie wieder, die zur Luststeigerung herbeigeführten Fehlzündungen bei Lastwechseln. Der übliche Lachkrampf am Steuer bescheinigt die Authentizität des aufgeladenen Aggregats. Mercedes SLS AMG und S 63 AMG lassen grüßen! Das ist zweifellos ein echter AMG-Motor. Einer der faszinierendsten Serien-Vierzylinder aller Zeiten und der stärkste sowieso. 360 PS aus zwei Litern ergibt nebenbei eine hübsche Literleistung von 180 PS.

Mercedes Benz, gla

© Mercedes Benz

Solide Leistung: Am GLA knarzt nichts, auch wenn er extrem gefordert wird. Selbst die Bodenfreiheit des eleganten SUV steht Off-Road-Einlagen nicht im Wege.

Überhaupt hat es Werkstuner AMG drauf, den Autos einen unverwechselbaren, ansprechend rustikalen Charakter zu verleihen. Mal abgesehen davon, dass sich mit dem SUV exzellente Zeiten auf der Rennstrecke herausfahren ließen, die zahlreiche Sportwagen deklassieren, stimmt das Feeling. Und mal ganz ehrlich: In Zeiten, in denen staatliche Bedenkenträger in deinen beiden Lieblingskurven 50er-Schilder und gleich noch Blitzer aufstellen, zählt doch letztlich das Feeling am Volant mehr als alles andere. Und hier sind für mich Porsche und allen voran AMG unter den alltagstauglichen Autos absolute Spitze. Mitte der 90er hast du in deinem M3 oder M5 gesessen und über AMG hochnäsig gelächelt. Aus einem hochdrehenden, stets manuell geschalteten Kraft-Bayern betrachtet waren die ausschließlich mit Automatik-Getrieben erhältlichen, über Hubraum getunten Daimler eher Renntaxis mit Komfortauswüchsen.

Davon kann heute keine Rede mehr sein. AMG steht inzwischen bei mir für Rennsportflair, Biss, Sound und kernige Direktheit. Und man glaubt es kaum: sogar in einem SUV - einer Gattung, der ich noch vor kurzem nicht das geringste abgewinnen konnte. Das Lenkrad liegt mit seinen Wildleder-Flanken perfekt in der Hand, die amtlichen Schalensitze bieten Halt wie in einem Rallyeauto, was auf öffentlichen Straßen vor allem dem Beifahrer zu gute kommt. Wo du in anderen sportlichen Autos bereits krampfhaft nach Halt suchst, kannst du dich im GLA 45 AMG zurücklehnen und den heißen Ritt fast genauso genießen wie als Selbstfahrer. Dabei ist es auch mit einer kleinen Portion Übermut kaum möglich, das Auto im normalen Straßenverkehr ans Limit zu bringen. Das Gripniveau ist sehr hoch, das Fahrwerk federt kurz und trocken, aber nicht über Gebühr hart und die elektronischen Sicherheits-Systeme (das ESP ist dreistufig anpassbar) sollten während der gesamten Testfahrt nicht einmal in Erscheinung treten.

Harman/Kardon-Soundsystem

Wenig in Erscheinung trat bisher auch die Harman/Kardon-Anlage, denn im AMG lausche ich am liebsten dem Aggregat - selbst, wenn es nur vier Zylinder hat. Besser in Szene setzen kann sich das Sound-System, das übrigens auch in der A- und B-Klasse zum Einsatz kommt, am späten Nachmittag im Off-Road-Teil der Fahrpräsentation. Dafür heißt es zunächst mal Abschied nehmen von AMG. Jegliche Hoffnung auf Drifteinlagen wird dann aber weniger durch den Umstieg auf einen Wagen mit 2,2-Liter-Diesel-Motor zerstreut, sondern durch die Streckenführung, die keinerlei Vollgasorgien nach Rallye-Manier gestattet. (Zumindest nicht, wenn der Wagen nachher noch gebraucht wird). Während der GLA 220 CDI 4MATIK für ein besonders stilvollendetes SUV mit einer überraschenden Geländegängigkeit aufwartet, kann die Anlage endlich ausgiebig zeigen, was in ihr steckt. Und das kann sich hören lassen, auch wenn man sich zumindest im AMG analog zum Auto eine etwas kernigere Abstimmung gewünscht hätte.

Hochtöner des GLA

© Stefan Schickedanz

Perfekt integriert: Die Hochtöner in den Spiegeldreiecken spiegeln die Wertigkeit des gesamten Wagens.

Für die Kompaktklasse braucht sich der Aufwand nicht zu verstecken. Die Abstimmung folgt der gleichen, betont neutralen Philosophie wie auch die Beschallung des am oberen Ende des Modell-Programms angesiedelten SL. Dessen Harman/Kardon-System bescheinigte AUDIO Chefredakteur Bernhard Rietschel die nüchtern-neutrale Abstimmung eines guten Studio-Monitors. Wenn man bedenkt, dass im Auto ganz andere Verhältnisse herrschen, könnte man besonders dem GLA etwas zu viel des Guten bescheinigen. Der Bass ist zwar recht tiefreichend, aber im Bereich von Drums so staubtrocken und schlank, dass ich ausnahmsweise mal mit dem Klangregler nachwürze, um alles etwas saftiger zu machen. Mir scheint, da ich den Benz SL ebenfalls schon hören konnte und andere Werke des auf Harman-Seite zuständigen Chef-Akustikers Arndt Hensgens kenne, dass Mercedes hier einer Art Markenklang huldigt. Ein Markenklang, der bloß niemandem zu heftig sein soll. Also doch ein Auto für unsere Väter?

Die Anlagen der Anlage sind jedenfalls für diese Klasse über jeden Zweifel erhaben. In jeder der vier Türen sitzt ein 165-mm-Tief-Mitteltöner aus ALumaprene und in den beiden D-Säulen je ein 80-mm-Surround-Mitteltöner aus ALumaprene. Darüber kommt ein 80-mm-Center-Lautsprecher aus ALumaprene im Armaturenbrett zur Anwendung. Die vier Hochtöner des Systems wurden in den Spiegeldreiecken und den hinteren Türen montiert. Der Double Voice Coil Subwoofer mit 168 mm Durchmesser in einer geschlossenen Box wird mit zwei Endstufen-Kanälen angesteuert. Der 450 Watt starke DSP-Verstärker mit Logic7-Mehrkanal-Surround-Technologie - das Harman-Verfahren bereitet sogar Stereo-Klänge räumlich auf - verfügt über 9 Kanäle. Damit gelingt eine stabile Vorne-Ortung und die Grenzen des Innenraums werden akustisch erweitert. Insgesamt liefert die Anlage eine solide Vorstellung, genau wie der Diesel, GLA 220 CDI 4MATIK, der sich tapfer durchs Gelände kämpft - ohne aufzusetzen, was angesichts der für ein SUV sehr flachen Bauweise an Wunder grenzt. Was mich auch beeindruckt: Nichts knarzt an der Karosserie, deren Torsionfestigkeit auf dem Geländeparcours auf eine harte Probe gestellt wird. Im ausgetrockneten Flussbett mit seinen Schlaglöchern und Steinen passt auch die gegenüber der AMG-Version deutlich softere Fahrwerksabstimmung, die uns über Stock und Stein schweben lässt, ohne auf der Straße schwammig zu wirken. Mit der serienmäßigen Bergabfahrhilfe DSR (Downhill Speed Regulation) und dem Offroad-Fahrprogramm wird die Geländefahrt zum Kinderspiel beziehungsweise wäre auch für Senioren beherrschbar, wenn diese zur Zielgruppe zählen würden.

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© Mercedes Benz

Flügel, um am Boden zu bleiben: Der Heckflügel aus Sichtkarbon lässt die Edition 1 beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten noch besser auf der Straße kleben. Schließlich basiert der Allradler auf einer Frontantriebsplattform und hat auf der Hinterachse nicht mal 40 Prozent seines Gewichts.

Dennoch freue ich mich schon auf den letzten Abschnitt mit der dezent getunten "normalen" AMG-Version, die weder über die Kriegsbemalung noch über den Flügel der Edition 1 verfügt, aber von der Performance auf den Serpentinen eher wie ein WRC-Rallyecar, als wie ein SUV anmutet. Würde mich nicht wundern, wenn wir Mercedes eines Tages in der Meisterschaft sehen.

Fazit

Ein SUV auf A-Klasse-Basis: Früher hätte ich exakt so im Lastenheft der Entwickler das genaue Gegenteil von dem definiert, was ich von einem Sportauto erwarte. Das alte, nur als Lastesel erhältliche Modell machte mir mit seinem hohen Schwerpunkt nicht mal im Stadtverkehr besondere Freude. Der GLA hat mich dagegen in der Stadt, über Land und im Flussbett völlig begeistert. Schon das normale Modell ist gut gelungen, der AMG ist ein echter Hammer: Gefühlsecht, schnell, sicher, solide und obendrein auch noch praktisch. Wenn man es nicht vollständig übertreibt, bleibt der Verbrauch trotz permanent aktiviertem Sportmodus und fescher Fahrweise zwischen 11 und 12 Litern.

Das Sound-System überzeugt eher den Kopf des Testers, als den Bauch. Hier dürfte passend zur krachledernen Ausprägung des AMG-Tunings ruhig der Bass etwas voluminöser und lässiger zur Sache gehen. Schließlich hängt der von einem Twin-Scroll-Lader zwangsbeatmete Motor ohne Turbo-Gedenkpause am Gas, entfaltet seine Leistung beinahe so gleichmäßig wie ein sportlicher Sauger und bietet ab dem mittleren Drehzahlbereich Durchzug wie ein großes Triebwerk mit deutlich mehr Hubraum. Wer der Anlage mehr Volumen verleihen will, muss zu den Klangreglern greifen. Nicht ganz die feine Art, aber es wirkt in diesem Fall Wunder.

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