Testbericht

Mio C620t

Bereits im letzten Jahr kündigte Mio das erste Navi mit 3-D- Gebäuden und Höhenprofilen an - jetzt ist es da.

  1. Mio C620t
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Mio C620t

© Archiv

Mio C620t

Mios Software "MioMap 2008" basiert, wie die des HP, auf der neuesten Version von iGo - auf fortschrittliche Neuerungen darf man sich also freuen. Eine davon ist die benutzerfreundliche Anordnung der Menüpunkte in Form von vertikalen Reitern, die ein Verirren im Menü so gut wie unmöglich macht. Das System reagiert schnell auf alle Eingaben, Routen mit mehreren Zwischenzielen lassen sich leicht anlegen und bei der Zieleingabe unterstützt die Buchstabenausblendung. Features wie Musicplayer, Bildbetrachter und Bluetooth-Freisprecher kennt man schon vom Vorgänger. Auch in der Disziplin dynamische Stauumfahrung via TMC macht das C620t eine gute Figur: Vor einem Stau weist das System optisch und akustisch auf Verkehrshindernisse hin; Art, Lage und Zeitverlust durch Umleitung zeigt es ebenfalls an. Über das "Panel" (siehe Bild) werden TMC-Infos, Zeit und Entfernung zum Ziel oder eine Schnellübersicht über nahegelegene POIs und die kommenden Abbiegeanweisungen eingeblendet.

TMC

© Archiv

Das Mio zeigt Verkehrsdaten während der Fahrt im "Panel" und auf Wunsch auch in der Karte.

Auf ganzer Linie überzeugen kann auch beim Mio die dreidimensionale Darstellung: In Städten findet man an nahezu jeder virtuellen Ecke ein Bauwerk stehen, das einem die Orientierung erleichtert. Zusätzlich ragen Brücken, Hügel und Berge in den Himmel, die deutlich als solche erkennbar sind. Das verleitet zum Spielen mit der Karte, wobei echtes Google-Earth-Feeling aufkommt. Zum Glück fällt auch die Routenwahl nicht mehr so fehlerhaft aus wie bei der Vorgängerversion. Zwar gab es einen Abstecher in eine 30er-Zone, aber ansonsten wählte das Navi durchgehend sinnvolle Strecken. Ebenso hängt auch die Positionierung nun nicht mehr dem tatsächlichen Standort hinterher. Die sehr flüssige Darstellung sowie der Kreuzungszoom und der Spurassistent sorgen für beste Übersichtlichkeit. Auf Wunsch berechnet das Navi gleich drei Routen - schnellste, kürzeste und sparsamste - und das in einem überdurchschnittlichen Tempo. Nur bei der Sprachansage ist wenig Besserung zu vermelden: Die Anweisungen kommen oft nur weit vor den Abbiegepunkten und werden an der Abzweigung selten wiederholt.

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