Testbericht

Mission 794

Das elegant verrundete Gehäuse der neuen 794 besteht aus Kunststein-Verbundwerkstoff mit drei unterschiedlichen Dichtegraden und stemmt sich durch besondere Steifigkeit und die Vermeidung paralleler Gehäusewände gegen stehende Wellen im Innern.

  1. Mission 794
  2. Datenblatt
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© Archiv

Mission-Entwickler Hewlett nahm den typischen Markenklang früher Tage als Maßstab für die neue 79er-Serie. Das englisch-chinesische Joint-Venture war vom Ergebnis so angetan, dass die Baureihe endlich wieder die Zahl Sieben im Namen tragen darf.

Zurück zu den Wurzeln

Unter der Führung des multinationalen Konzerns IAG (steht für: International Audio Group) bündelt Mission Entwicklung und Fertigung sämtlicher Komponenten unter einem Dach. Die Traditionsmarke konnte schon mit mancher konsequenten Lösung von sich reden machen, besonders im Einsteigerbereich. Markenzeichen ist und bleibt die invertierte Anordnung von Hoch- und Mitteltöner. Die tiefergelegte Kalotte mit ferrofluidgekühlter Schwingspule, einem typischen Mission-Merkmal, dient ebenso wie der Hornfortsatz in der Kunststoffschallwand der Optimierung des Abstrahlverhaltens: Weil der Mitteltöner näher am Hörer sitzt, erreichen seine durch die Weiche minimal verzögerten Schallanteile zeitgleich mit dem Hochton das Ohr. Der seitliche Tieftöner lässt sich durch Vertauschen der beiden Boxen entweder innen oder bei großen Abständen zur Seitenwand außen platzieren und ermöglicht so eine leichte Anpassung an eventuelle Raumresonanzen.

Hörtest

Was sich beim Hörtest abspielte, ließ sich beim späteren Studium der Messwerte nicht in allen Details nachvollziehen. Ganz offensichtlich gilt hier die Erkenntnis, dass die Summe der Teile noch lange nicht das Ganze ergeben muss, denn die Mission klang deutlich ausgewogener, als ihr Frequenzgang vermuten ließ. Dass bei der 794 die Wandnähe weniger als Option denn als Pflicht gilt, versteht sich allerdings von selbst.

Das Klangbild löste sich gut von den Boxen und reichte tief in den rückwärtigen Raum. Feine Echos, Nachhall, kurzum der ganze akustische Fingerabdruck des Aufnahmeraums ließ sich mühelos heraushören. Mit dem Rücken an der Wand besaß der Bass eine für diese "Gewichtsklasse" sehr anständige Kontur und wirkte nicht künstlich aufgebläht. Die Mission verbindet große Stimmigkeit und Auflösung im Mittel-Hochtonbereich mit Klangfarbenreichtum, Luftigkeit und Spielfreude. Wie könnte man  diese Pracht schöner erleben, als wenn Tori Amos lustvoll ihr Piano knetet wie in "Past The Mission" von der CD "Under The Pink" (Warner)?

Mission 794

HerstellerMission
Preis2000.00 €
Wertung81.0 Punkte
Testverfahren1.0

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Wer ist die Nummer eins? -

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