Testbericht

Monoblock-Endverstärker Krell S 150

Nicht nur kräftig, sondern schnell hieß die Devise bei der Entwicklung der Krell S 1505400 Euro das Paar), und so zeichneten sich die Amis durch wunderbar freie Mitten und Höhen aus.

  1. Monoblock-Endverstärker Krell S 150
  2. Datenblatt
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Der gesamte Signalweg in Krells S_150 misst nur wenige Zentimeter. Bei Bedarf lässt sich der Amp auch via Trigger-Spannung aktivieren.

Mono-Blöcke? Die S 150 von Krell erscheinen eher stäbchenförmig und geben dem Musikfreund erst einmal Rätsel auf. Er könne etwa für die Befeuerung eines Surround-Boxensets fünf Stück nebeneinander stellen, empfiehlt der amerikanische Hersteller.

Mit 5 x 8,6 = 43 Zentimeter Breite ergäbe sich dann ein gängiges HiFi-Maß. Der vorsichtige Besitzer der S_150 schüttelt aber den Kopf, denn die Endstufen-Schmalhanse, die pro Paar mit 5_400 Euro zu Buche schlagen, weisen auch an der Seite sicherlich nicht unwichtige Kühlschlitze auf. 

Aber was soll's, der echte Monomane platziert seine Lieblinge ohnehin auf dem Fußboden direkt neben den Boxen. Als solcher erkennt er auch den Benefit der exklusiven Bauweise: Die Krell-Ingenieure ordneten den Ringkern-Netztrafo, der dauerhaft 310 Watt umsetzen kann, auf der Vorderseite der Endstufe an. So darf die Eingangselektronik, die am anderen Ende auf der Rückseite sitzt, vor magnetischen Streufeldern des Umspanners schon mal sicher sein. Zumal acht dickere Elko-Stromspeicher und zwei kleinere abschirmend dazwischen stehen.

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Optimale Ergänzung: Ihren Leib-und-Magen-Job füllen die Krell-Monoblöcke in einer an- spruchsvollen Surroundanlage aus. Nach Anschluss an die Pre-Outs eines AV-Verstärkers vom Schlage eines Yamaha Z 11 sorgen sie etwa als Ersatz für die Front-Einbauverstärker für mehr Klangpräzision.

Bei genauer Betrachtung vertieft sich die Bewunderung. Zur Aufbereitung der Plus- und Minus-Versorgungsspannung nahm Krell separate Diodenquartette her, und zwei weitere für die entsprechenden Vorstufenpotentiale. Für Letztere stellen Stabilisierungskreise, die mit  energischen Leistungstransistoren arbeiten, absolute Ruhe und Sauberkeit her.

Die gleichen 14-Ampere-starken Halbleiter (2 SA 1860_/ 2SC4886) finden sich - zweimal drei im Gegentakt - auch in der Endstufe. Weitere zwei agieren als Treiber und steuern zusätzlich mit ihren überschüssigen Kräften auch den angeschlossenen Lautsprecher an.

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Nicht nur kräftig, sondern schnell hieß die Devise bei der Entwicklung der 150, und so zeichneten sich die Amis durch wunderbar freie Mitten und Höhen aus. Und durch einen prächtig breiten Raum, den sie auf  fließend-elegante, niemals schärflich-aufdringliche Weise mit Leben füllten. So erschien Vienna Teng bei "Inland Territory" um einen Schritt nach hinten versetzt, dabei aber besonders gut gelaunt und relaxt. Die wilde Percussion von "Radio" strahlte und kniff dennoch nie in die Ohren. Der Bass pulsierte ungehemmt-fröhlich dazu. Nur wenn es dick kam, gerieten die Tiefton-Fundamente ein wenig ins Wanken. So musste der Wertungszähler bei 55 Punkten stehen bleiben - trotzdem verdienen die schlanken Monos größte Sympathie.

Krell S 150

HerstellerKrell
Preis5400.00 €
Wertung55.0 Punkte
Testverfahren1.0

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