Testbericht Motorola Atrix 4G: Das Universalgenie im Test
- Testbericht
- Datenblatt
Motorola Atrix
- Hersteller
- Motorola
- UVP
- 399 €
- Wertung
- 388.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.5
Wie heißt es doch so schön? Gut Ding will Weile haben. Wenn’s nach dem Sprichwort ginge, müsste Motorolas Atrix nahezu perfekt sein. Schließlich wurde der 399 Euro teure Android-Bolide bereits im Januar auf der CES in Las Vegas vorgestellt. Dort sorgte das Multitalent dank seines innovativen Konzepts für Begeisterung – denn das Atrix dient nicht nur als Smartphone, sondern lässt sich mit Zubehör auch zum Netbook ummodeln. Knapp sieben Monate später ist der Hype verständlicherweise abgeebbt, und aktuell wird sowieso eher über den Verkauf von Motorolas Mobiltelefonsparte an Google gesprochen. Ob sich das Warten auf das amerikanische Superphone dennoch gelohnt hat, muss nun der connect-Test zeigen.
Wolf im Schafspelz
© Connect
Highlight. Doch bereits die Suche nach dem Startbutton, der als Fingerabdrucksensor auf der oberen Rückseite des Atrix ausgeführt ist, und das beim Bootvorgang verheißungsvoll eingeblendete Versprechen "Dual Core Technology" lassen den Puls des technikbegeisterten Redakteurs dann doch etwas schneller schlagen. Als Medium zwischen Mensch und Maschine kommt ein 4 Zoll großer, berührungsempfindlicher Touchscreen zum Einsatz, der direkt und verzögerungsfrei auf Eingaben des Nutzers reagiert. Die Auflösung liegt bei hohen 540x960 Pixeln und bietet nicht nur beim Surfen im Web – das dank flottem Browser erfreulich fix vonstatten geht – und dem Betrachten von Fotos oder Videos eine knackige Schärfe, sondern auch bei Texten. Mit einer Helligkeit von extrem guten 513 cd/m2 ist das Atrix zudem sonnenlichttauglich und dank Corning-Gorilla-Glas-Abdeckung kratzresistent. In Verbindung mit der brillanten Darstellung der Inhalte reiht sich die Anzeige des Atrix problemlos in die Riege von Apple iPhone 4, HTC Sensation und Samsung Galaxy S2 ein.
Feature-Monster mit Android 2.2
Als Betriebssystem kommt Android 2.2 zum Einsatz, ein Update auf 2.3 soll jedoch folgen. Wie üblich bietet Motorola auch hier viele Individualisierungsmöglichkeiten für die maximal sieben Ebenen des Startscreens an. Darunter befinden sich etwa Widgets, die sich sogar in der Größe anpassen lassen – soziale Netzwerke, Terminverwaltung, Notizen, Wetter und auch Nachrichten hat man damit stets griffbereit. Das Hauptmenü kommt dagegen auf einer einzelnen Ebene mit alphabetischer Sortierung recht unübersichtlich daher. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt, denn insgesamt gelingt die Bedienung des Atrix problemlos. Über das Thema Bedientempo muss sich angesichts der Eckdaten mit 1 GB RAM und dem Tegra-2-Prozessor von Nvidia mit seinen 2 x 1 GHz niemand den Kopf zerbrechen.
Hier flutscht einfach alles, selbst Wartezeiten beim Programmwechsel sind dem Atrix ebenso fremd wie Probleme beim Multitasking. Auch der für den Nutzer verfügbare Speicher liegt mit insgesamt über 12 GB im grünen Bereich. Dank MicroSD-Slot unter dem Akkudeckel lässt sich die Kapazität zudem problemlos erweitern. In puncto Connectivity lässt sich Motorola ebenfalls nicht lumpen. HSPA ist ebenso selbstverständlich wie schnelles n-WLAN inklusive dem Multimedia-Standard DLNA, WLAN-Tethering, A-GPS und Bluetooth. Auch die üblichen Beschleunigungs- und Lagesensoren hat das Atrix an Bord. Dank der Google Maps Navigation und der optionalen Autohalterung (45 Euro) kann das Gerät dann auch als Navilösung zum Einsatz kommen. Komplettiert wird die Ausstattung durch Quickoffice, den Zinio-Reader für E-Books und Motoblur, das automatisch E-Mails, Nachrichten und Status-Updates aus den sozialen Netzwerken synchronisiert und auf einem Sicherheitsserver speichert. So fehlt am Ende lediglich die Möglichkeit, das Atrix direkt mit dem PC abzugleichen, was im Alltag dann doch etwas nerven kann.
Dicker Akku inklusive
© Connect
Mehrwert durch Webtop und Co.
© Hersteller
Fazit: Das Konzept geht auf
Motorola trifft mit dem Atrix absolut ins Schwarze und zeigt mit einer starken Vorstellung im Smartphone-Labortest und seinem genialen Zubehör, dass sich das Warten auf das Multitalent tatsächlich gelohnt hat.
Weiter Informationen:
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