Menü
Testbericht

Motorola Defy+ im Test

Motorola Defy+
Labortest
60,2 %
Zuletzt aktualisiert: 01.11.2014
Motorola Defy+
Smartphones
Pro
  • selbsterklärend und leichte Bedienung
  • robustes Gehäuse
  • umfangreiche Ausstattung
Contra
  • UMTS-Empfang etwas schwach
Fazit

Insgesamt hat das toughe Motorola fu?r einen wirklich gu?nstigen Preis einiges zu bieten.

Anzeige
Im Test von connect überzeugt das Outdoor-Smartphone mit einer tadellosen Vorstellung und macht so die etwas dröge Optik vergessen.

Vor etwa einem Jahr feierte Motorola mit dem Defy Premiere: Es war das erste Outdoor-Smartphone eines namhaften Herstellers. Nun steht mit dem Defy+ für 269 Euro das Nachfolgemodell in den Startlöchern, um Mountainbikern, Snowboardern und Konsorten ein robustes Telefon an die Hand zu geben.

IP67-Zertifizierung inklusive

Dank IP67-Zertifizierung scheut das Defy+ keine Wasserattacken.
Dank IP67-Zertifizierung scheut das Defy+ keine Wasserattacken. ©

An der Optik hat Motorola im Vergleich zum Vorgängermodell nicht viel geändert. Mit seinem tristen Outfit in Schwarz, der überstehenden Akkudeckelverriegelung auf der Rückseite, den sichtbaren Schrauben und den abstehenden Abdeckungen für die seitliche Micro-USB- und die oben angebrachte 3,5-mm-Klinkenbuchse wirkt das Motorola sehr rustikal in seinem Auftreten.

Dies alles dient jedoch einem hehren Zweck. So kann das Defy+ eine IP67-Zertifizierung vorweisen und ist damit gegen Spritzwasser und sogar zeitweiliges Untertauchen in Wasser sowie gegen Staub geschützt. Dem Outdoor-Einsatz steht auch dank der kratzfesten Displayabdeckung aus Corning Gorilla Glas nichts im Wege.

Die kapazitive Anzeige wartet mit einer Diagonalen von 3,7 Zoll auf, bietet mit 292 cd/m2 eine ordentliche, wenn auch nicht überragende Helligkeit und liefert ansonsten eine scharfe sowie farbstarke Darstellung der Inhalte ab. Die Auflösung liegt bei hohen 480 x 854 Pixeln. Weiterer Pluspunkt: Die Anzeige reagiert unmittelbar auf Berührungen.

vergrößern

Bedienung und Ausstattung top

Als Betriebssystem kommt Android in der Version 2.3.4 zum Einsatz. Die Bedienung gelingt dadurch größtenteils selbsterklärend. Wie das Nokia 500 bietet auch das Defy+ zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten für die insgesamt sieben Startscreen-Ebenen. Praktische Widgets, etwa für Nachrichten aus den sozialen Netzwerken oder eine Kalenderansicht, die anstehende Termine zeigt, hat das Motorola bereits an Bord. Nervig ist jedoch nach wie vor die Darstellung des Hauptmenüs, da hier alle Einträge in einen Topf geworfen wurden – übersichtlich ist das bestimmt nicht. Der Nutzer kann immerhin einzelne Programmgruppen bilden und dort die passenden Apps hinterlegen.

Beim Defy+ kann man drei verschiedene Startscreen- Profile anlegen.
Beim Defy+ kann man drei verschiedene Startscreen- Profile anlegen. ©

Eine richtige Ordnerfunktion ersetzt dies freilich nicht. Dafür gibt es einige Funktionen zu entdecken, die bei anderen Android-Modellen erst als App aus dem umfangreichen Android Market geladen werden müssen: Neben einem praktischen Dateibrowser bringt das Defy+ eine Aufgabenverwaltung von Haus aus mit.

Motorola - Alle Smartphones-Test im Überblick

Die Ausstattung kommt mit den üblichen Zutaten wie dem zweispurigen Datenbeschleuniger HSPA, schnellem n-WLAN und A-GPS daher. Der interne Speicher fasst rund 3 GB, eine 2 GB Speicherkarte für den Micro-SDSlot unterhalb des Akkus wird gleich mitgeliefert. Für kurzweilige Unterhaltung sorgt der ordentliche Musicplayer, der auf Wunsch automatisch den Text des aktuellen Songs anzeigt. Das UKW-Radio punktet mit der komfortablen RDS-Funktion. Bilder fängt die 5-Megapixel-Kamera ein, wobei der Autofokus und ein Fotolicht für eine recht ordentliche Bildqualität sorgen.

Keine Fehltritte im Labor

Im Labor der TESTfactory lieferte das Defy+ in der Disziplin Ausdauer eine sehr gute Leistung ab: Das Outdoor-Telefon bietet eine GSM-Gesprächszeit von knapp elf Stunden, und auch im UMTS-Einsatz plaudert es üppige 3:44 Stunden. Die typische Ausdauer im Anwendungsmix kann sich mit 4:15 Stunden ebenfalls sehen lassen. Bei den Messungen der Sende- und Empfangsqualität erreichte das Defy+ im GSM-Betrieb starke Messwerte, sackte im UMTS-Betrieb allerdings ab. Ein Lob gibt es für die in beide Richtungen hervorragende Akustik beim Telefonieren.

Alle Handy/Smartphone Tests

Insgesamt hat das toughe Motorola für einen wirklich günstigen Preis einiges zu bieten. Und wer durch Matsch oder Schnee brettert, wird seine raue Schale zu schätzen wissen.

 
comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Motorola Defy+ im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Anzeige
x