Testbericht

Motorola Xoom 2 im Test

Schlank, handlich, gutes Display: Das Motorola Xoom 2 ist das derzeit beste Android-Tablet und eine echte Alternative für alle iPad-Verweigerer.

  1. Motorola Xoom 2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Motorola Xoom 2

© Motorola

Motorola Xoom 2
Jetzt kaufen
EUR 139,95

Pro

  • Wasserabweisende Beschichtung
  • Angenehmes Look and Feel
  • Flüssige Bedienung

Contra

  • Kurze Akkulaufzeit
61,0%
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Natürlich muss es nicht immer ein iPad sein. iTunes- und App-Store-Zwang, Flash-Abstinenz und der vehemente Verzicht auf Speichererweiterung sind nachvollziehbare Gründe gegen den Tablet-Vorreiter aus Cupertino. Wer Filme, Musik und Dokumente einfach per Drag and Drop auf seinen mobilen Rechner ziehen, Anwendungen aus diversen Quellen installieren, jede Webseite betrachten und auch Micro-SD-Karten nutzen möchte, der fährt mit einem Android-Tablet auf der richtigen Schiene.

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Seit Honeycomb, der speziell für Tablets optimierten Version von Googles Betriebssystem, sind Android-Flachrechner auch in Sachen Bedienkomfort und Handhabung auf einem sehr guten Weg. Als einer der aktuell stärksten iPad-Herausforderer gilt das neue Motorola Xoom 2, das im Redaktions- und Labortest eine Spitzen-Performance lieferte.

Schnittstellen en masse

Das zweite Motorola-Tablet ähnelt vom Form- und Designfaktor her seinem Cousin, dem aktuellen Smartphone-Topmodell Motorola Razr - dieselbe schlanke Linie, dieselben abgeschrägten Ecken. Es gefällt durch sein sehr angenehmes Look and Feel, mit einer hochwertigen Aluminiumrückseite und dezent gummierten Kunststoffelementen an den Seiten.

Letztere verleihen dem Tablet Grip, sodass es stets sicher in Händen liegt. Sein Gewicht von knapp 600 Gramm ist zudem erfreulich gering, und so wird das 10-Zoll-Modell auch auf Dauer nicht zur Belastung für die Arme. Was notorische Tollpatsche freuen wird: Dank einer wasserabweisenden Beschichtung streckt das Tablet nicht gleich die Waffen, wenn es mal mit Kaffee oder Cola bekleckert wird.

Motorola Xoom 2

© Hersteller

Das Motorola Xoom 2 kommt mit einer hochwertigen Aluminium-Rückseite.

Frontseitig ist eine kleine Kamera für Videochats integriert; die Linse auf der Rückseite schießt Fotos mit 5 Megapixeln und Videos in HD. Die Aufnahmen sind ordentlich, echte Digicams werden aber auch die Tablets nicht ersetzen.

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Praktisch: Bilder und Videos lassen sich über die im Gehäuse integrierte HDMI-Schnittstelle direkt und ohne Umwege auf einem kompatiblen Fernseher betrachten. Ansonsten erfolgt der lokale Datenaustausch zwischen Tablet und PC via Micro-USB. Multimedia-Dateien lassen sich aber auch ganz einfach kabellos über die vorinstallierte Motocast-App von einem ans Internet angeschlossenen Rechner auf das Tablet streamen.

Motorola Xoom 2

© Motorola

Schnittstellen im Kleinformat: Micro-SIM, Micro-SD, Micro-HDMI und Micro-USB sind an der Unterseite verbaut, stirnseitig liegen IrDA und Klinkenbuchse.

Hinter einer abnehmbaren Gummikappe sicher verstaut, liegen die Steckplätze für die Micro-SIM- und Micro-SD-Karte. Somit ist klar: Das Xoom 2 hat ein Funkinterface und kann auch fern von WLAN über UMTS oder GSM ins Internet.

Strahlender Sonnenschein könnte das Surfvergüngen im Freien jedoch trüben, das Display spiegelt doch recht stark. Dafür sind die Kontrastwerte in geschlossenen Räumen sehr gut, die Blickwinkelstabilität gerät dagegen eher durchschnittlich. Und auch die ermittelte Ausdauer von circa fünfeinhalb Stunden fällt vergleichsweise mittelprächtig aus - das iPad 3 etwa kommt auf eine Laufzeit von rund achteinhalb Stunden.

Android 4.0 in den Startlöchern

Als Besonderheit hat Motorola eine Infrarotschnittstelle verbaut, mit der sich kompatible TVs bedienen lassen. Die dazugehörige App "Dijit" gibt's kostenlos im Android Market, der mittlerweile in "Google Play Store" umbenannt wurde.

Motorola Xoom 2

© connect

Der Kontrast des Bildschirms bleibt über einen weiten Winkelbereich gut und stabil; besonders in geschlossenen Räumen kann er überzeugen.

Im Auslieferungszustand kommt das Xoom 2 mit Android 3.2, der Rollout von Version 4.0 soll noch vor dem Sommer starten. Aber auch so ist in Sachen Software vom Start weg viel geboten, etwa eine schicke Notiz-App, Organisations- und Office-Tools sowie Amazon Kindle für E-Books.

Ein weiterer Pluspunkt ist das positive Bedienerlebnis: Das Tablet nimmt alle Eingaben sofort an, setzt sie zielsicher um und arbeitet sehr flüssig und schnell. In Kombination mit dem handlichen Format und den insgesamt guten Display- und Ausdauerwerten verdient sich das Xoom 2 den Titel des derzeit besten Android-Tablets. In Massen wird es sich trotzdem nicht verkaufen: Der Preis von 630 Euro wird im Web zwar deutlich unterboten, ein Schnäppchen ist das Xoom aber nicht.

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