Testbericht

Motorola ZN5

Ein später Einstieg: Motorola hat sich mit Kodak zusammengetan, um endlich sein erstes echtes Kamerahandy auf den Markt zu bringen: Hält man das ZN5 erstmals in den Händen, rechnet man allein aufgrund der Größe mit einem 8-Megapixler.

  1. Motorola ZN5
  2. Datenblatt
Testbericht Motorola ZN5

© Archiv

Testbericht Motorola ZN5

Pro

  • UKW-Radio
  • ordentliche Kamera

Contra

  • nur eine 5-Megapixel-Kamera
  • öfter kleinere Ungereimtheiten im Menü

Fazit

Connect-Urteil: 348 von 500 Punkte, befriedigend
69,6%

117 x 51 Millimeter misst die Front; oben am Gerät, wo sich auf der  Rückseite der Kamerateil aus dem Gehäuse wölbt, ist das ZN5 16 Millimeter dick. Und doch bietet auch das ZN5 nur eine 5-Megapixel-Kamera und obendrein nicht einmal UMTS.

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© Foto: Hersteller

Ein Abdeckung schützt die Kamera, neben dem Xenon-Blitz ist eine LED untergebracht, die dem Autofokus hilft

Damit wird es bei den Netzbetreibern keinen leichten Stand haben, die von den  erstellern vor allem UMTS-fähige Handys erwarten. Dafür kann Motorola das Gerät zum Kampfpreis anbieten: Die Preisempfehlung liegt bei 349 Euro - im Verhältnis zu anderen Kamerahandys dieser Gattung relativ günstig.

Denn das ZN5 mag im Mobilfunknetz Daten im schnellsten Fall zwar nur per EDGE empfangen, bietet aber mit seinem  LAN-Modul eine flotte Alternative. Dabei lässt sich festlegen, ob das Handy beim Internet-Zugriff zunächst nach WLAN-Netzen suchen soll, statt sich direkt übers Mobilfunknetz mit  Daten zu versorgen.

Ordentliche Kamera

Neben einem störungsfrei arbeitenden UKW-Radio und einem etwas versteckten Musicplayer samt 3,5-mm-Klinkenbuchse sorgt natürlich die Kamera für Unterhaltung. Die steckt unter einer Abdeckung, nach deren Aufschieben knapp drei Sekunden vergehen, bis das Handy knipsbereit ist; da schenken sich  alle Testkandidaten nicht viel.

Testbericht Motorola ZN5

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Ein Teil der Einstellungen lässt sich über die Navigationstaste steuern, ein anderer über "Optionen"

Was gut gefällt, ist die große, zweistufige Auslösetaste. Der Autofokus lässt sich damit sicher steuern; und muss es wirklich schnell gehen, drückt man einfach beherzt durch und deaktiviert so den Autofokus, was rund eine Sekunde spart. Diese Zeitverzögerung ist bei Kamerahandys im Moment üblich, echte Digitalkameras sind  teilweise deutlich schneller.

Wie die meisten Hersteller hat Motorola die Kamera-Einstellungen auf zwei Menüs verteilt: Weißabgleich, Nachtmodus und Blitz lassen sich direkt über die Navitaste, Selbstauslöser, Serienbild- und Panorama-Modus über ein Optionsmenü steuern - Gelegenheitsnutzer werden immer wieder an der falschen Stelle suchen. Insgesamt finden sich öfter kleinere Ungereimtheiten im Menü; die Zeiten, als Motorola-Handys kaum zu bedienen waren, sind aber vorbei.

Fotocommunity inklusive

Testbericht Motorola ZN5

© Archiv

Auch gut: Der Musikplayer bietet viele Musikfunktionen

Sind die Fotos im Kasten, kommt Kodak ins Spiel: Das ZN5 bietet die Möglichkeit, direkt per Handy einen Account beim Internet-Dienst Kodak-Gallery einzurichten und dort die Bilder  einzustellen, für Freunde zu veröffentlichen oder einfach drucken zu lassen. Das klappte im Test problemlos.

Ganz will sich Motorola aber nicht auf den Kodak-Service beschränken und hat gleich noch Shozu vorinstalliert, eine Java-Anwendung, die dabei hilft, Fotos auf 24 mögliche Plattformen von Flickr bis WordPress hochzuladen. In Sachen Kamera ist das ZN5 nicht das Glanzlicht, zumal es Videos mit nur geringer Auflösung aufzeichnet (176 x 144 Pixel).

Testbericht Motorola ZN5

© Foto: Markus Eckstein

Aufnahme mit dem ZN5: Leichter Rotstich

Spätestens auf den Testaufnahmen zeigt sich, dass der Unterschied zwischen 5 und 8 Megapixel Auflösung kleiner ist, als die bloßen Zahlen glauben machen. In den dunklen Bereichen lässt sich beim ZN5 ein leichtes Rauschen erkennen; auch die Dynamik ist hier nicht so hoch.

Doch da muss man schon sehr genau hinschauen - bei einer bildschirmfüllenden Darstellung auf einem durchschnittlichen PC-Monitor sind diese Schwächen kaum zu sehen.

Fazit: Kein Spitzenmodell

Zu denen gehört auch ein leichter Rotstich bei Außenaufnahmen, umgekehrt sorgt das für ein  bisschen Wärme. Bei der Sende- und Empfangsqualität sowie der Ausdauer ist das ZN5 dagegen top.

Fazit: Der 5-Megapixler lässt sich gut bedienen, kommt in Sachen Bildqualität allerdings nicht an die Spitzenmodelle heran. Dafür überzeugt er mit sehr gutem Empfang.

Motorola ZN5

  
HerstellerMotorola
Preis299.00 €
Wertung348.0 Punkte
Testverfahren1.0

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