Testbericht

Musical Fidelity A 5.5

Gäbe es Flottenverbrauchs- grenzen für Verstärkerhersteller, hätte Anthony Michaelson ein Problem: Wie kein anderer Firmenchef predigt der Musical-Fidelity-Gründer die Notwendigkeit möglichst gigantischer Leistungsreserven als Grundvoraussetzung für vollwertige HiFi-Wiedergabe.

  1. Musical Fidelity A 5.5
  2. Datenblatt
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© Archiv

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© H.Härle

Das macht den Advance Acoustic von Seite 10 aber trotz seiner vergleichbaren Leistung nicht zum zweiten Musical Fidelity. Schließlich gibt es noch andere Erkennungsmerkmale. Der 5.5 zeigt Charakterzüge, die schon vor Michaelsons Power-Trip fester Teil der Musical-Identität waren: eine extrem smoothe Abstimmung beispielsweise, welche die Musik wie Seide aus den Lautsprechern gleiten und die Seele umschlingen lässt. Das hatte schon der erste Musical-Verstärker drauf, den der Autor vor fast 25 Jahren bei einem Kumpel hörte, und der aus jugendlicher Musikbegeisterung erstmals so etwas wie HiFi-Besessenheit machte.Und es gibt nette, durchdachte Extras, die man an einem 2000-Euro-Amp heute einfach gerne hat: etwa einen USB-Digitaleingang, der den PC in den Rang der vollwertigen HiFi-Quelle erhebt.

Für Power-User

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© H.Härle

Zum Glück muss durch den schwarz-roten Kabelwurm keine Musik: Das Billig-Poti am oberen Ende liefert lediglich die Bezugsspannung für einen elektronischen Präzisionspegelregler.

Nicht zuletzt bietet auch der A 5.5 einen Endstufen-Direkteingang, der Surround-Fans auf elegante Weise erlaubt, ihren AV-Receiver via Pre-Out ranzuhängen.Selbst mit Action-Streifen machte der 5.5 seinem Besitzer einen Riesenspaß: Sein wuchtiger, tief reichender Bass war eigentlich viel zu gut für Filmeffekte, verlieh aber auch diesen enorme Wirkung. Als Stereoverstärker war der Musical der Inbegriff von Ausgewogenheit und Breitbandigkeit - mit einem Hauch von Wärme im Grundton, der dem wunderbar körnungsfreien, authentisch wirkenden Obertonspektrum eine sonore Basis gab.Im Prinzip klang der A 5.5, wie er aussieht und sich anfühlt: dezent, aber gewichtig, an der Oberfläche seidig mit fein abgestimmten Glanz-reflexen. Eine Box, zu der er nicht passt, muss wohl erst noch gebaut werden; selbst schwierigste Fälle wie die Nubert nuVero 11 (Seite 26, AK 70!) trieb er zu Höchstleistungen

Musical Fidelity A 5.5

HerstellerMusical Fidelity
Preis2200.00 €
Wertung110.0 Punkte
Testverfahren1.0

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