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Testbericht

Navigon 8450 Live im Test

Navigon 8450 Live im Test
Navigon 8450 Live im Test
Nun auch bei Navigon: Das 8450 Live hat eine Live-Verbindung, über die sie Verkehrsinformationen und mehr abrufen.

Navigon setzt dem bisherigen Topmodell 8410 mit dem 8450 Live das Sahnehäubchen auf. Der Zusatz „Live“ verrät es eigentlich schon: Das Navigon-Dickschiff klinkt sich über ein in der Stromversorgung zwischengeschaltetes GSM-Modul ins Handynetz ein und ist damit online.

Zu den damit möglichen Diensten zählt zum einen eine aktuelle Wettervorhersage; das 8450 Live zeigt den aktuellen Wetterbericht entlang der Route sowie am Zielort. Zum zweiten ist der Dienst „Google Local Search“ integriert. Das ist die Live-Online-Suche von Zielen in der Umgebung. Damit steht ein weitaus größerer Datenbestand an Sonderzielen zur Verfügung, in den meisten Fällen inklusive Telefonnummer, Adresse und Nutzerbewertungen.

Hochaktuelle Verkehrsinformationen

Der interessanteste Onlinedienst ist jedoch „Traffic Live“, der gegenüber TMC und TMC Pro genauer sein und mehr Straßen abdecken soll. Traffic Live zeigt die Informationen zu Verkehrstörungen an und empfiehlt, die Störung zu umfahren, wenn eine kürzere Route möglich ist.

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Der Service bedient sich aus einem Datenpool, in den verschiedene Informationen eingehen, beispielsweise aus Verkehrsschlaufen, aus den Bewegungsdaten von Navigon-Live-Nutzern und von Fahrzeug-Flottenpartnern (Floating Car Data). Traffic-Live funktioniert aktuell in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Norwegen, den Niederlanden und Schweden.

Umfahrungen nur, wenn sie sich lohnen

Auf längeren Strecken melden die Navigon-Live-Navis auch tatsächlich Staus, die nicht im Verkehrsfunk stehen, bieten aber nur dann eine Umfahrung an, wenn sich diese auch lohnt. Die Integration des Live-Dienstes ist rein physisch jedoch weniger gelungen als ­seine Software-seitige Umsetzung.

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Anders als beispielsweise bei den TomTom-Live-Geräten steckt der Live-Dienst in einer kleinen Extrabox, die zwischen Zigarettenanzünder und Navi gestöpselt wird. Das hat zwei Nachteile gegenüber einer integrierten Lösung wie bei TomTom: Zum einen wird das ans Navi angehängte Kabel länger und der nicht arretierbare USB-Stecker des Laders kann im Fußraum schon mal unbeabsichtigt abgezogen werden.

Das lässt sich immerhin noch mit einer sorgfältigen Kabelführung vermeiden. Der zweite Nachteil: Die Live-Dienste funktionieren nur dann, wenn die Stromversorgung an das Kästchen angedockt ist. Wer mal eben den Zigarettenanzünder für das Laden des Handys benutzen will, muss ohne Live-Unterstützung auskommen.

Lohnt sich Live?

Eine Online-Verbindung über das Handynetz kostet Geld. Deshalb schlägt der Live-Service nach den ­ersten drei Monaten mit rund 80 Euro pro Jahr (6,66 Euro pro Monat), bei Abschluss eines Zwei-Jahres-Abos mit 140 Euro pro Jahr (5,83 Euro pro Monat) zu Buche.

Das ist zwar billiger als bei TomTom (rund 10 Euro pro Monat), aber wer die Dienste nicht benötigt und nicht in einer sehr verkehrsreichen Umgebung wohnt, bekommt mit dem Nicht-Live-Modelle 8410 die identische Navi mit TMC Pro.

Umgekehrt ist das Navigon-Angebot für Vielfahrer äußerst interessant, zumal die beiden Geräte mit den bekannten Navigon-Tugenden wie Top-Routenführung, exzellenter Sprachausgabe, schicker Kartendarstellung sowie guter Sprachsteuerung glänzen können. Im Fall des 8450 Live kommen noch die sehr sensible Echtglasoberfläche und der Metall­rahmen hinzu, außerdem der 5-Zoll-Touchscreen und das Multimediapaket.

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Inhalt
  1. Navigon 8450 Live im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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