Testbericht

Netzwerkplayer Teac WAP-8600

Teac überrascht Multiroom-Musikfreunde mit neuen Netzwerkspielern für jeden Anspruch: Der WAP-8600 (500 Euro) macht existierende Anlagen Streaming-fähig, das Topmodell WAP-AX250 (550 Euro) kann sie dank integriertem Verstärker gleich ganz ersetzen.

  1. Netzwerkplayer Teac WAP-8600
  2. Netzwerkkomplettanlage Teac WAP-AX 250
  3. Datenblatt
Netzwerkplayer Teac WAP-8600

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Netzwerkplayer Teac WAP-8600

Ein entscheidender Vorteil netzwerkbasierter Musiksysteme ist ihre Fähigkeit, die auf einem Computer oder NAS zentral gesammelte Musik in beliebig viele Räume zu holen. Wo immer im Haus Netzwerkzugang besteht - was mit überschaubarem Aufwand "überall" bedeutet - ist jederzeit die komplette Sammlung verfügbar.

Der Spieler muss dabei nicht in jedem Zimmer gleich aussehen, ja nicht einmal vom gleichen Hersteller stammen. Solange sie dieselbe Sprache sprechen, etwa das Netzwerk-Esperanto UPnP, können sich verschiedenste Endgeräte einen gemeinsamen Musik-Fundus teilen - vom High-End-Netzwerkplayer im Wohnzimmer bis zum portablen Internet-Brüllwürfel im Keller.

Teac WAP-AX 250

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Eingangswahl: Der Home-Screen des AX-250 führt zur gewünschten Musikquelle.

Streaming-Kunden beschränken sich daher nicht lange auf nur einen Raum. Und Hersteller, die für unterschiedlichste Ansprüche passende Player anbieten, sind fein raus - vor allem, wenn diese dann auch noch einem gemeinsamen Steuergerät folgen. Neben den Multiroom-Spezialisten Sonos, Raumfeld und Logitech hat auch Teac das verstanden - und zündet ein kleines Neuheiten-Feuerwerk, das die hauseigene WAP-Modellfamilie deutlich ausweitet.

Teac WAP-AX 250

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Auch für große Server: Lange Listen lassen sich bequem und schnell scrollen.

Bislang war dort eigentlich nur der WAP-8500 (AUDIO 4/10) für HiFi-Freunde interessant: ein kleiner Netzwerkplayer, den man an bestehende Anlagen anschließen und dank optischem Digitalausgang auch mit einem externen D/A-Wandler aufwerten konnte, und der eine praktische Touchscreen-Fernbedienung mitbrachte. Genau diese war aus Teac- und Nutzersicht aber auch ein Schwachpunkt: Der Funkstrecke zwischen ihr und dem Netzwerk-Receiver mangelte es an Reichweite, ein Esszimmer-WAP ließ sich oft schon aus der Küche nicht mehr kontrollieren. Der sonst baugleiche WAP-8600 stellt die Funkverbindung nun mit WLAN-Technik her, was mehr Stabilität verspricht. Die Musikdaten können aber nach wie vor auch per LAN-Kabel zum Receiver fließen, der sich in diesem Fall auf eigene Faust mit der Fernbedienung verbindet - es muss also kein WLAN vorhanden sein, um den 8600 mit dem serienmäßigen Controller in Betrieb zu nehmen.

Keine Lücken: Teac beherrscht das Netzwerk-ABC

Teac WAP-AX 250

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Wunschradio: AUPEO! liefert werbefreie Stationen für wirklich jeden Geschmack.

So unscheinbar er ist, macht der WAP-8600 doch manchem großen, teuren Netzwerker etwas vor: Er beherrscht die unterbrechungsfreie Wiedergabe durchgehender Alben (Gapless Playback), navigiert per schnellem Vor- und Rücklauf komfortabel auch innerhalb eines Stücks und durchkämmt lange Listen zügig via ziehbarem Scrollbalken oder per Volltext-Suchfunktion - alphabetisch weiter hinten liegende Albumtitel oder Bandnamen verlieren so auch in großen Sammlungen ihren Schrecken.

Den gleichen Komfort wie über Netzwerk ermöglicht der Teac auch mit direkt am Gerät eingesteckten USB-Festplatten, die er zunächst einmal komplett scannt und dann nach Metadaten (Artist, Album usw.) zugänglich macht. Im Gegensatz zu den meisten Spielern kann der 8600 auf USB aufnehmen: Im Internetradio-Betrieb (Ausnahme: der persönliche Musikdienst AUPEO!, der das nicht zulässt) reicht ein Druck auf die rote Record-Taste auf dem Touchscreen, und schon schneidet der Teac mit.

Klanglich erinnert der 8600 stark an seinen Vorgänger 8500: Tonal eher warm abgestimmt, liefert er weder den Bass-Punch noch die Klarheit und Durchzeichnung teurerer Spieler (etwa des Rotel RDG-1520, 1/2011). Auch in seinen eigenen Preisgefilden muss er sich beispielsweise einer Squeezebox Touch geschlagen geben, hat dieser jedoch die geringeren Ansprüche auf der Serverseite voraus.

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