Testbericht

Nokia 3110 Classic

Riesige Tasten, große Schrift, mächtige Ausdauer: Nokia besinnt sich beim 3110 Classic auf Vorzüge, die im Miniaturisierungs-Eifer in Vergessenheit gerieten.

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Nokia 3110 Classic

© Archiv

Nokia 3110 Classic

Vor Jahren hatte Nokia schon einmal ein 3110 im Programm, drum trägt der Neuling den Zusatz "Classic". Was an ihm klassisch sein soll? Sein funktionales Design: Ähnlich gut zu bedienende Tasten hat Nokia zuletzt seinem Klassiker 6310 spendiert. Auch die Beschriftung der Drücker ist deutlich größer als üblich und setzt sich durch die weiße Beleuchtung optisch sehr gut von der schwarzen Tastatur ab.

Gute Bedienbarkeit im Fokus

Einschaltknopf

© Foto: Peter Fenyvesi

Einen derart großen Einschaltknopf gab's bei Nokia lange nicht mehr. Er bietet fixen Zugriff auf Profile und Flugzeugmodus.

Damit schließt Nokia eine Lücke in seinem breiten Portfolio, denn wer ein Handy mit großen Tasten sucht, wurde hier bislang kaum fündig - insbesondere wenn's ein Gerät im Candybar-Design sein soll. Dabei ist das 3110 Classic keineswegs klobig. Es hat das Format eines 6233, dabei fast doppelt so große Tasten, ist aber deutlich dünner und liegt dank Softtouch-Oberfläche auf der Rückseite angenehm in der Hand. Das Konzept setzt sich auf der Anzeige fort: Die großen Menüschriften sind bequem zu lesen. Die farbliche Darstellung wird über sogenannte Themes definiert, wobei das 3110 anders als viele Nokias auch ein schlichtes Thema mit weißem Hintergrund zur Auswahl bietet, das für optimale Lesbarkeit sorgt. Bei der Bedienung hat Nokia ebenfalls nachgebessert: So erlaubt das 3110 Classic wie das 6290, das Handy im Kino oder im Meeting bequem mit einem langen Druck auf die Rautetaste stummzuschalten. Die Beschriftung der Softkeys fällt jedoch ein wenig kleiner aus und muss zudem abgekürzt werden, denn die Größe der Anzeige ist allenfalls Durchschnitt und die Auflösung mit 128x160 Pixeln grob - ein Zugeständnis an den günstigen Preis von rund 180 Euro.

Mächtige Ausdauer im Gepäck

Standby-Schirm

© Foto: Peter Fenyvesi

Was der in drei Bereiche unterteilte Standby-Schirm zeigt, legt der Nutzer selbst fest.

Was den Umgang zudem erleichert: Das 3110 Classic weiß mit dem wertvollen Akkustrom hauszuhalten. Drei Wochen Betriebsbereitschaft, 5:20 Stunden Gesprächszeit und 12:45 Stunden Betrieb bei eingeschaltetem Display - dafür gibt's die volle Punktzahl. Die Sende- und Empfangsleistung ist durchschnittlich und sollte in leidlich gut versorgten Gebieten keine Probleme machen. Der Klang, insbesondere in Empfangsrichtung, könnte hingegen natürlicher sein: Der Anrufer klingt etwas scharf, ist dadurch aber auch in lauter Umgebung gut zu verstehen. Generell ist die Verständlichkeit jederzeit gut.

Ausstattung wie die Großen

Browser

© Foto: Peter Fenyvesi

Zusätzlich zum Browser sorgt Yahoo Go für schnellen Zugriff auf News oder Wetterinfos.

Als Serie-40-Gerät bietet das 3110 dank Plattform-Strategie genau das, was etwa auch ein 6233 kann. Mit ein paar Abstrichen: Die 1,3-Megapixel-Kamera taugt allenfalls für Schnappschüsse, dafür ist ein UKW-Radio an Bord. Wer sich eine Speicherkarte kauft, kann auch den Musicplayer nutzen. Wobei dann auch eine Investition in ein Headset vonnöten ist, denn im Karton findet sich nur ein Mono-Ohrhörer. Datenkabel und Software für die Synchronisation mit dem PC fehlen, dank Standard-Schnittstellen geht's aber auch ohne teures Originalzubehör: Das 3110 hat unten einen 2,5-mm-Klinkenanschluss für Headsets und eine Mini-USB-Buchse fürs Datenkabel. Mithilfe der kostenlosen PC Suite, die unter www.nokia. de zum Download bereit steht, lassen sich auch per Infrarot und Bluetooth Kontakte oder Termine mit Outlook abgleichen. Wem die Ausstattung des 6310 bis heute reicht, der findet im vielseitig begabten 3110 Classic adäquaten Ersatz.

Nokia 3110 Classic

HerstellerNokia
Preis89.00 €
Wertung404.0 Punkte
Testverfahren0.9

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