Testbericht

Nokia 5230

Gleich eine Warnung vorneweg: Das Nokia 5230 kann einen Schnäppchenjäger, dem ein einfaches Handy mit etwas besserer Ausstattung genügen würde, teuer zu stehen kommen. Denn das Gerät hält die Tücken eines echten Smartphones bereit.

  1. Nokia 5230
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Nokia 5230

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Nokia 5230

Dass es sich nicht um ein einfaches Handy handelt, zeigt sich direkt nach dem ersten Einschalten. Nach und nach trudeln SMS ein, die die Internet-Zugänge automatisch einrichten. Mit Facebook und dem Ovi Store für Zusatzsoftware finden sich an prominenter Stelle praktische Dienste, die allesamt eine Datenverbindung verlangen. Die Kosten für einen günstigen Datentarif sollten also vor dem Kauf einkalkuliert werden, sonst kann es schnell teuer werden.

Nokia 5230

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Zum Tippen von Text bietet das Nokia 5230 eine Ziffern- oder Qwertz-Tastatur.

Hinzu kommt, dass die Bedienung deutlich komplexer ist als bei einem herkömmlichen Handy. Die hier eingesetzte S60-Oberfläche ist an einigen Stellen nicht optimal für Touchscreens angepasst. Ein Beispiel: Um ein Programm zu beenden, muss häufig ein Optionsmenü aufgerufen werden - und der Befehl "Schließen" ist immer der letzte Eintrag in der Liste. Die sind teilweise so lang, dass gescrollt werden muss. Zudem verlangt ein Touchscreen-Modell generell etwas Gewöhnung, beispielsweise bei Texteingaben auf der virtuellen Tastatur. Auch an die kurzen Wartezeiten bei Eingaben muss man sich zunächst gewöhnen.

Display: brillante Anzeige

Nokia setzt bei seinen S60-Touchscreen-Modellen auf ein druckempfindliches Display, das auch per Stift oder beiliegendem Gitarrenplektrum bedient werden kann. Die Anzeige selbst brilliert mit hoher Auflösung von 360 x 640 Pixeln. Das Gerät ist alles in allem ordentlich verarbeitet, allerdings haben die Tasten, insbesondere die Seitentaste zum Sperren der Anzeige, deutlich Spiel. Das verwendete Material spiegelt den günstigen Preis wider.

Ausstattung: deutlich abgespeckt

Nokia 5230

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Cube Touch: Das Angebot im Ovi Store wächst ständig.

Auch bei der Ausstattung hat Nokia den Rotstift angesetzt. Das Nokia 5230 bietet zwar UMTS samt dem Download-Turbo HSDPA. Dennoch ist es nicht besonders schnell im Netz unterwegs. Das gilt auch für den vorinstallierten Facebook-Client. Obendrein fehlt Wireless LAN für kostenlosen Datenempfang zu Hause. Wer mit dem Smartphone wirklich intensiv ins Internet will, sollte mehr investieren.

Die Kamera mit 2 Megapixel Auflösung ohne Autofokus und Kameralicht reicht nur für einfache Schnappschüsse. Auch der Musicplayer ist nicht besonders gelungen: Beim Start und zwischen den Stücken nervt ein kurzes Knacken. Zudem spielte der Player nicht alle M4A-Dateien, die mit iTunes aus CDs erstellt wurden. Neben dem bei Handys üblichen UKW-Radio gibt's hier noch einen direkten Link auf Nokias Music Store.

In Sachen Internet-Dienste steht das Nokia 5230 den teureren Touchscreen-Modellen in nichts nach. So war im Test der kostenlose Push-Dienst Nokia Messaging in fünf Minuten eingerichtet, und auch die mittlerweile kostenlose Navigationssoftware Ovi Karten kann mit dem Nokia 5230 genutzt werden. Im Test luden wir gratis aus dem Ovi-Store einen Exchange-Client, richteten diesen nach Google-Anweisung ein und schon landeten Kalendereinträge und Kontakte von Google auf dem Nokia 5230. Neben einem Facebook-Widget finden sich im Menü Pendants für Myspace und Friendster, einen Client für die VZ-Netzwerke gibt's gratis im Ovi-Store.

Ausdauer: Touchscreen-üblich

Nokia 5320

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Das Nokia 5320 unterstützt Nokias kostenlosen E-Mail-Push-Dienst.

In Sachen Ausdauer zeigt das Nokia 5230 das von Touchscreen-Smartphones gewohnte Bild: Bei intensiver Nutzung muss es am Abend an die Steckdose. Als Mobiltelefon macht es eine gute Figur: Die Sende- und Empfangsqualität ist in allen Netzen gut, der Klang beim Telefonieren sehr gut. Doch trotz der guten Eindrücke bleibt die Frage, wer an einem so günstigen Smartphone Spaß haben wird. Von der Ausstattung über die Verarbeitung bis zur Bedienung verlangt das Nokia 5230 vom Nutzer Kompromissbereitschaft. Wer die mitbringt, bekommt ein Schnäppchen, alle anderen sollten bei einfachen Handys bleiben oder mehr ausgeben.

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