Testbericht

Nokia 6290

Das Nokia 6290 verhält sich zwar optisch recht zurückhaltend und mag klobig wirken, doch es het eine Menge Qualitäten.

  1. Nokia 6290
  2. Datenblatt
Nokia 6290

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Nokia 6290
Tastatur

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Bisher keine Nokia-Stärke: Die Tastatur lässt sich dank großer Drücker bequem beackern.

Das nüchtern auftretende Klappen-Handy arbeitet mit der Serie-60-Oberfläche, die vor allem bei den Business-Handys der E-Serie und den Multimedia-Smartphones der N-Serie zum Einsatz kommt. Die Vorteile im Vergleich zur Serie 40, die Nokia sonst einsetzt: Das Menü lässt sich besser den eigenen Wünschen anpassen und die Ausstattung mit symbianbasierten Anwendungen erweitern. Die sind oft deutlich aufwendiger und besser integriert als die Handy-typischen Java-Programme. Vorinstalliert sind beispielsweise Betrachter für Office- und PDF-Dokumente oder die Weltzeituhr Worldmate inklusive Wetteranzeigen und Abfrage von Fluginformationen. Die Nachteile der S60-Oberfläche: Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig und nicht immer selbsterklärend, die Menüs sind teils unübersichtlich und werden auf den verschiedenen Ebenen unterschiedlich dargestellt. Zudem arbeiten die Geräte oft etwas langsam und nehmen sich für den Start bis zu eine Minute Zeit.

Schneller Start, übersichtliches Menü

Display-Tasten

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Die Tasten unterm Display starten Radio, Musicplayer oder führen in die Musiksammlung.

Genau hier setzt Nokia an und versucht so, den Einstieg in die S60-Welt zu erleichtern. In rund 25 Sekunden war das 6290 nach dem Einschalten ins Netz gebucht und einsatzbereit. Das Hauptmenü beschränkt sich auf zwölf Einträge und ist damit ohne Scrollen überschaubar. Wie bei S60-Geräten üblich, kann auch das 6290 mehrere Anwendungen gleichzeitig betreiben. Verschaffte bislang aber nur ein langer Druck auf die Menütaste einen Überblick über die aktiven Programme, dienen beim 6290 kleine Icons im Hauptmenü als Aktivitätsindex - so weiß man bei knappen Ressourcen gleich, was Sache ist, und kann nicht mehr gebrauchte Anwendungen beenden. Hinzu kommen kleine Verbesserungen wie etwa die Möglichkeit, die Klingeltöne durch langes Halten der Rautetaste aus- und wieder einzuschalten. Nokia setzt zudem weiter auf Standard-Schnittstellen. Beim 6290 finden sich unter aufklappbaren Abdeckungen gut geschützt eine Mini-USB-Buchse fürs Datenkabel und eine 2,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer. Beides liegt bei, wobei sich der Klang der Musicplayers mit hochwertigeren Kopfhörern noch verbessern lässt. Die etwa 45 MB an integriertem Speicher reichen für rund 200 Fotos, denn die Kamera liefert nur 1,9 Megapixel. Auch der Autofokus fehlt, dafür löst die Cam etwas schneller aus. Extraspeicher in Form einer MicroSD-Karte lohnt sich in jedem Fall, wenn man den gut klingenden Musicplayer nutzen will. Als Alternative bietet das 6290 ein UKW-Radio.

Solide Verarbeitung, guter Klang

Seitenansicht

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Links am Gehäuse finden sich der Steckplatz für die Speicherkarte sowie die Taste für den Walkie-Talkie-Dienst Push-to-talk.

Das Handy wirkt wenig elegant und eher solide denn hochwertig, doch bis auf den Akkudeckel, der sich beim Testgerät ein bisschen zu leicht löste, gibt's an der Verarbeitung nichts zu mäkeln. Und im Labor legt der dicke Klapper sogar einen Überraschungscoup hin: Wie beim U700 liegen Sende- und Empfangsqualität im UMTS-Netz deutlich unter der im GSM-Netz, fallen insgesamt aber besser aus.

Seitenansicht

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Rechts am Gehäuse prangen Mini-USB-Buchse, Lautstärketasten sowie die Infrarot-Schnittstelle.

Das gilt auch für die Gesprächszeit im GSM-Netz, wo das 6290 auf 4:50 bis 5:35 Stunden kommt. Im UMTS-Netz ist die Gesprächszeit mit rund 1:50 Stunden kaum businesstauglich. Wirklich überraschend: Der Klang beim Telefonieren war im Test in beide Richtungen sehr gut. Hinzu kommt ein äußerst kräftiger Freisprecher, der die beiden Lautsprecher links und rechts am Gehäuse nutzt.

Nokia 6290

HerstellerNokia
Preis149.00 €
Wertung413.0 Punkte
Testverfahren0.9

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