Testbericht

Nokia 6555

Das Angebot an preiswerten UMTS-Handys ist nach wie vor sehr übersichtlich. Ein Vertreter dieser seltenen Spezies ist das Nokia 6555. Was das schicke Klappmodell mit Turboantrieb auf dem Kasten hat, klärt der Test.

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Nokia 6555

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Nokia 6555

Bis vor Kurzem hatte noch kaum einer der großen Handyhersteller günstige UMTS-Modelle im Produkt-Portfolio. Doch die Zeiten ändern sich, denn immer mehr Kunden verlangen nach preiswerten Handys mit der schnellen Datenverbindung. Dies hat auch Nokia erkannt und bietet nun mit dem 6555 für derzeit 229 Euro ein günstiges und dabei auch noch sehr attraktives Klappmodell an.

Elegante Optik, strahlend helles Display

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Der Equalizer des Musicplayers lässt sich vom User individuell einstellen.

  Wer angesichts des Preises Mängel bei der Verarbeitung oder beim Handling erwartet, der sieht sich angenehm getäuscht. Denn das 6555, das mit roten, silbernen, schwarzen oder beigen Designapplikationen lieferbar ist, gefällt nicht nur optisch, sondern auch haptisch. Hierfür sind vor allem die teils spiegelnden, teils matten Kunststoffoberflächen verantwortlich. Metallfans kommen zwar nicht auf ihre Kosten, doch dafür ist das 6555 auch im aufgeklappten Zustand sehr gut ausbalanciert und liegt mit einem Gewicht von knapp unter 100 Gramm ausgesprochen angenehm in der Hand. Gefallen kann auch das üppige Außendisplay, das über verpasste Nachrichten oder Anrufe Auskunft gibt und ansonsten eine hübsche analoge Uhr anzeigt. Das Highlight ist jedoch ohne Zweifel der innere Screen, der mit einer hellen und scharfen Darstellung zu überzeugen weiß. Das rückt denn auch die Menüs ins rechte Licht, die klar benannt und verständlich aufgebaut sind, sodass sich das Nokia auch ohne Lektüre der Anleitung sehr gut bedienen lässt.

Tolle Ergonomie, aber Lücken in der Ausstattung

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Die leicht gebogene Form des 6555 sorgt für eine gute Ergonomie beim Telefonieren.

Ebenfalls ein dickes Lob verdient sich die benutzerfreundliche Ergonomie des 6555. So ist das Klappmodell im geöffneten Zustand leicht gebogen und liegt beim Telefonieren perfekt am Kopf an. Auch die Tastatur mit ihren großen Buttons kann überzeugen. Sämtliche Tasten sind bequem zu erreichen, perfekt ausgeleuchtet und bieten zudem ein recht gutes Feedback beim Bedienen.So weit, so gut. Doch ein Blick auf die Ausstattungsliste zeigt, wo Nokia dann doch den Rotstift ansetzen musste. So fehlt die noch schnellere UMTS-Erweiterung HSDPA ebenso wie Videotelefonie oder das bei Nokia sonst übliche UKW-Radio. Ebenfalls auf der Vermisstenliste: ein Stereo-Headset, eine Speicherkarte für den MicroSD-Slot, der die internen 25 MB erweitert, ein Datenkabel für den Micro-USB-Anschluss sowie eine Sync-Software für den PC. Da die letzten beiden Features nicht an Bord sind, bekommt das 6555 auch keine Punkte für die Outlook-Synchronisation, obwohl diese prinzipiell möglich ist - so sind nun mal die harten connect-Testkriterien.

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Wer Musik mit dem 6555 hören will, kann zu einem Headset wie dem BH-503 (110 Euro) greifen.

Doch genug der Kritik, denn dank der Serie-40-Plattform bietet das 6555 Funktionen, die bei weitaus teureren Mitbewerbermodellen weder für Geld noch für gute Worte erhältlich sind. Wie etwa die Sprachwahl- und -steuerung oder die zeitgesteuerten Situationsprofile. Auch der Musicplayer macht einen guten Eindruck, zeigt Titel und Interpret an und beherrscht alle gängigen Dateiformate wie AAC, MP3 und WMA. Bei der Wiedergabe werden die Songdaten praktischerweise auch auf dem Außendisplay angezeigt. Warum Nokia jedoch kein Headset mitliefert, obwohl das 6555 eine 2,5-mm-Klinkenbuchse direkt am Gehäuse vorweisen kann, wird wohl ewig ein Geheimnis der Finnen bleiben. Vier Spiele und eine 1,3-Megapixel-Knipse für gelegentliche Schnappschüsse komplettieren den Entertainment-Part. EDGE, Bluetooth, ein E-Mail-Client und ein HTML-Browser bringen Punkte in den Rubriken Connectivity und Messaging.

Guter Empfang und gute GSM-Ausdauer

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Die hübsch gestalteten Spiele halten auf Reisen oder in öden Konferenzen die Langeweile in Schach.

Bei der Ausstattung gibt's also Licht und Schatten, was auch für die Ergebnisse im Labor gilt. Während die GSM-Performance in puncto Ausdauer mit über 16 Tagen Standby- und bis zu sechs Stunden Gesprächszeit überzeugen konnte, standen im UMTS-Betrieb lediglich fünf Tage Standby und unter zwei Stunden Gesprächszeit auf der Habenseite. Auch die sehr helle Anzeige fordert ihren Tribut bei den Betriebszeiten mit eingeschaltetem Display - es empfiehlt sich, die Helligkeit über das Menü etwas herunterzuregeln. Klang sowie Sende- und Empfangsqualität sind dagegen tadellos, sodass das 6555 die Endnote "gut" redlich verdient hat. Wer also auf der Suche nach einem attraktiven Allroundhandy zum günstigen Preis ist, sollte sich das 6555 ruhig einmal zur Brust nehmen.

Nokia 6555

HerstellerNokia
Preis229.00 €
Wertung388.0 Punkte
Testverfahren0.9

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