Testbericht

Nokia C6-00 im Test

Das Nokia C6-00 zeigt keine echten Schwächen und leistet sowohl als Arbeitstier, als Messaging-Spezialist wie auch als Freizeitbegleiter gute Dienste.

  1. Nokia C6-00 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Nokia C6-00

© Nokia

Nokia C6-00
EUR 100,00

Pro

  • hohe Bildschirmauflösung
  • resistiver, heller Touchscreen
  • gute Verarbeitung
  • hosentaschenkompatibel
  • handlich
  • Startscreen mit acht Schnellzugriffen
  • ausgiebige Ausstattung
  • Tastatur mit 5-Wege-Steuerung
  • UKW-Radio mit RDS
  • gut ausgestatteter Musicplayer

Contra

  • ausladende Optionsmenüs
  • knapp bemessener interner Speicher
55,4%

Smartphones mit einer vollwertigen Schreibmaschinentastatur haben bei Nokia eine lange Tradition. Jüngstes Mitglied dieser speziellen Spezies ist der Qwertz-Slider C6-00. Verwechslungsgefahr besteht nominell mit dem bald erhältlichen Nokia C6-01, doch im direkten Vergleich ist das Schwestermodell ohne Tastatur schnell als andersartig identifiziert.

User-Interface mit Schwächen

Das zum Test angetretene Nokia C6-00 geht ohne Vertrag für empfohlene 289 Euro über die Theke, wobei der Straßenpreis diese günstige Marke noch mal deutlich unterbietet. Dafür erhält der Käufer nicht nur ein Symbian-Smartphone mit Qwertz-Tastatur und UMTS-Empfang, sondern auch ein modernes Fulltouch-Gerät. Der resistive, also druckempfindliche Touchscreen im 3,2-Zoll-Format löst mit 360 x 640 Pixeln hoch auf und ist zudem schön hell. Der Kontrast und der Schwarzwert könnten zwar besser sein, im Alltag stört dies jedoch kaum.

Nokia C6-00

© connect

Der Startscreen lässt sich vom Nutzer detailliert einstellen.

Ein Leichtgewicht ist das Nokia C6-00 mit seinen 149 Gramm sicherlich nicht, die Abmessungen liegen aber im grünen Bereich, und so findet das Nokia auch in Hosentaschen ein Plätzchen. Der schlichte Look in Schwarz oder Weiß ist gefällig, die Verarbeitung gut. Dank abgerundeter Rückseite liegt das Smartphone zudem gut in der Hand.

Als Benutzeroberfläche verrichtet auf dem Nokia C6-00 noch die Symbian-Version S60 5th Edition ihren Dienst, eine von den Tastaturmodellen adaptierte Variante für Touchscreen-Geräte. Diese birgt nach wie vor einige Tücken. So finden sich etwa ausladende Optionsmenüs, in denen der Nutzer viel scrollen muss. Zudem genügt es bei einigen Funktionen nicht, diese nur einmal anzutippen. Diese Probleme sollen mit dem brandneuen Betriebssystem Symbian 3, mit dem etwa das Geschwistermodell C6-01 und das N8 ausgestattet werden, bald aus der Welt geschaffen sein.

Gute Tastatur, flotte Steuerung

Die kleinen Mankos des Nokia C6-00 werden durch das ansonsten sehr gute Handling ausgeglichen. Ein Highlight ist etwa der Startscreen. Dieser bietet als Standard acht Schnellzugriffe für Programmverknüpfungen oder Browser-Favoriten, einen E-Mail- und einen Facebook-Client sowie eine Schnellwahlfunktion für die vier wichtigsten Kontakte. Komplettiert wird die Startanzeige von Uhr, Datum und dem aktuellen Situationsprofil. Das Ganze kann jedoch vom Nutzer auch nach eigenem Gusto konfiguriert werden. So lassen sich etwa einzelne Felder komplett entfernen und durch andere ersetzen. Alternativ genügt aber auch ein Wischen über den Touchscreen und schon sind bis auf die Uhrzeit, das Datum und das Situationsprofil sämtliche Inhalte ausgeblendet.

Auch die Qwertz-Tastatur verrichtet im Alltag tadellos ihren Dienst. Die Slider-Mechanik könnte zwar etwas sanfter gleiten, doch die einzelnen Drücker sind recht groß dimensioniert, hell beleuchtet und bieten definierte Druckpunkte, wobei die Ausformung der Tasten etwas griffgünstiger ausfallen könnte. Zusätzlich bringt das Nokia C6-00 auf seiner Tastatur auch eine 5-Wege-Steuerung unter, mit der sich sämtliche Funktionen des Smartphones anwählen lassen.

Ausgesprochen gut präsentierte sich das Symbian-Gerät auch beim Thema Bediengeschwindigkeit. So waren Wartezeiten beim Aufrufen von Funktionen eher selten, obwohl im Nokia C6-00 ein ARM-11-Prozessor mit nur 434 MHz werkelt. Auch der interne Speicher ist mit 240 MB sehr knapp bemessen, immerhin lag unserem Testgerät eine 2 GB große MicroSD-Speicherkarte bei. Der entsprechende Slot befindet sich gut zugänglich an der Geräteseite.

Top Features, gut im Labor

Bei der Ausstattung hat Nokia dagegen die Spendierhosen angezogen: Das C6-00 bietet von den Downloadbeschleunigern HSDPA und EDGE über WLAN und Bluetooth bis hin zu einem GPS-Empfänger mit A-GPS-Unterstützung für eine schnellere Positionierung alles, was das Herz begehrt. Auch das Thema Sensorik kommt mit Lage-, Abstands- und Umgebungslichtsensoren nicht zu kurz. Komplettiert wird das Feature-Feuerwerk vom flotten Browser, der kostenlosen weltweiten Navigation über Ovi Karten und der 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus, Fotolicht sowie zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

Nokia C6-00

© connect

Das C6-00 kommt mit Ovi Karten und bietet so eine kostenlose weltweite Navigation per Auto oder zu Fuß.

Für akustische Unterhaltung sorgen ein UKW-Radio mit RDS und der komfortable sowie gut ausgestattete Musicplayer. Als i-Tüpfelchen fehlen lediglich HSUPA, WLAN im schnellen n-Modus und eine Vollversion von Quickoffice. Das vorinstallierte Paket lässt sich aber einfach im Ovi Store für etwa elf Euro upgraden. Auch weitere Apps für das Nokia C6-00 gibt es hier zu entdecken, so kann man den Funktionsumfang des Smartphones einfach erweitern.

Auch in unserem verlagseigenen Testlabor leistete sich das Nokia keinen Ausrutscher. Hier lieferte das C6-00 durchweg gute, wenn auch keine außergewöhnlichen Leistungen ab. So fallen die Ausdauerwerte mit 16 Tagen Standby und die UMTS-Sprechzeit mit 2:40 Stunden durchschnittlich aus. Gut ist die typische Ausdauer von 3:19 Stunden im Anwendungsmix und die Gesprächszeit von bis zu zehn Stunden im GSM-Netz. Der Empfang geht in Ordnung, selbiges gilt auch für den Klang beim Telefonieren.

Unterm Strich hat sich das Nokia C6-00 eine dicke Empfehlung verdient. Es bietet zum kleinen Preis nicht nur ein pralles Ausstattungspaket, sondern auch tadellose Laborwerte. Dank der guten Tastatur kommen zudem Vielschreiber - egal ob im beruflichen oder privaten Sektor - voll auf ihre Kosten.

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