Testbericht

Nokia E61i

Evolution im besten Sinne: Nokia hat sein Business-Phone E61 zum E61i aufpoliert. Mit Edelstahl-Deckel und einigen optischen wie technischen Optimierungen ist das Arbeitstier jetzt noch besser.

  1. Nokia E61i
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Nokia E61i

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Nokia E61i
Nokia-E61i-Kamera

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Sinnlich: Der Edelstahl-Rücken des E61i bietet eine sehr gute Anfassqualität.

Das Display im Querformat mit alphanumerischer Tastatur drunter ist vielleicht das beste Format für einen Westentaschencomputer. Die Unterschiede zum Vorgänger sind vor allem an Äußerlichkeiten festzumachen. So sind die Maße etwas geschrumpft: Das E61i ist zwei Millimeter dünner, was sich im A-B-Vergleich zum E61 ohne i angenehm bemerkbar macht. Auffällig ist die neue Farbgebung, die das E61i ein ganzes Stück eleganter aussehen lässt. Auch die  Rück- und Frontplatten aus Edelstahl unterstreichen diesen Eindruck.

Jetzt mit 2-Megapixel-Kamera

Ebenfalls neu und im Businesstelefon umstritten ist die 2-Megapixel-Kamera; das E61 verzichtete noch auf eine Linse. Das Für und Wider dieses Ausstattungsmerkmals lässt sich jedenfalls trefflich mit dem Personal an Werkspforten mit ausgewiesenem Kameraverbot diskutieren...

Nokia-E61i-Browser

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Surfstation: Der Browser des E61i eignet sich in Kombination mit dem großzügigen Display auch für das Surfen auf normalen Webseiten.

Ohne Frage ein Fortschritt: Wie beispielsweise der E65-Silder hat auch das E61i vier Direktzugrifftasten bekommen. Eine fürs Telefonbuch, eine fürs Mitteilungsmenü, eine für das Hauptmenü und eine frei konfigurierbare. Zusammen mit den beiden Softkeys, die im Grundzustand auf weitere Anwendungen den direkten Zugriff ermöglichen, ist das Handling des E61i so noch etwas besser. Nachteil: Die Softkeys sowie die Rufannahme- und Auflegetaste sind dafür etwas geschrumpft. Leider ist auch der Druckpunkt der Softkeys sehr undefiniert ausgefallen. Positiv ist dagegen der geänderte 5-Wege-Navikey: Er lässt sich noch etwas präziser bedienen als der beim Vorgänger verwendete Joystick.

Team-Suite und Office-Unterstützung

Kaum verändert zeigt sich die Symbian-Software. Allerdings ist die Team-Suite eine interessante neue Funktion. Mit der Projektmanagement-Software können Teammitglieder auf verschiedenen Wegen miteinander kommunizieren, Ergebnisse in Protokollen festhalten, Links für geschlossene Benutzergruppen bereithalten und so weiter. Das Handling von Office-Dateien gestaltete sich im Test problemlos und erstaunlich flott. Nur viele Megabyte große Excel-Dateien mag das E61i - wie die meisten Smartphones - nicht. Während Powerpoint-Dateien nur angeschaut werden können, lassen sich Word- und Excel-Dateien auch direkt am E61i bearbeiten. Ein Highlight ist der S60-Browser in Kombination mit dem brillanten, kontraststarken und bei Bedarf sehr hellen 320 x 240 Pixel großen Display. Selbst gewöhnliche Webseiten lassen sich mit ihm noch recht brauchbar lesen. Die praktische "minimap"-Funktion, die beim schnellen Scrollen die Webseite als Miniatur darstellt, ist zwar nicht neu, aber doch nach wie vor pfiffig. Apropos Surfen: Das E61i hat ein b/g-WLAN-Funkteil an Bord und surft im Handynetz bereitwillig via UMTS oder EDGE. Solange eine dieser drei Empfangs-Optionen zur Verfügung steht, ist das mobile Surfen mit dem E61i die helle Freude. Nur eine HSDPA-Unterstützung vermissen ungeduldige Naturen, die von zu Hause Datenraten weit jenseits der rund 380 KBit/s einer UMTS-Verbindung gewohnt sind.

Nokia-E61i-Menü

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Taschenbüro: Egal, ob Office-Dokumente anschauen und bearbeiten, PDFs lesen oder gezippte Dateien entpacken - das E61i macht den Job.

Auch bei der Datenübertragung auf Kurzstrecken vermisst man fast nichts: Bluetooth und IrDA sorgen für problemloses Datenschleudern. Nur ein Bluetooth-A2DP-Profil zur drahtlosen Musik-Übertragung fehlt dem technikaffinen Nutzer. Dieses wäre auch beim Einsatz im Auto praktisch, denn dort mehren sich Radios und Freisprecher, die über A2DP Musik entgegennehmen.

Vorgänger oder Nachfolger?

Ist das mit oder ohne "i" der bessere Kauf? Nun, das E61i sieht besser aus, hat in Sachen Bedienung und Handhabung noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und steht trotz minimal schlechterer Sende- und Empfangs-Messwerte am Ende mit sieben Punkten mehr da als sein Vorgänger. Kaum zu verbessern waren die schon beim ersten Aufschlag sehr guten Ausdauerwerte.

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