Menü

Testbericht Nokia Lumia 1020 im Test

von
Nokia Lumia 1020
Labortest
76,2 %
Zuletzt aktualisiert: 18.09.2014
Nokia Lumia 1020
Smartphones
Pro
  • Top-Kamera
  • Bildstabilisator und Xenon-Blitz
  • 27 GB interner Speicher
  • sehr gute Funkeigenschaften und Akustik
  • hochwertiges und robustes Gehäuse
  • umfangreiches ­Zubehörprogramm
  • Offline-Navi inklusive
Contra
  • um die Kamera ­­etwas dick und schwer
  • Speicher nicht ­erweiterbar
  • Akku fest eingebaut
Fazit

Das Lumia 1020 bietet die am universellsten nutzbare Smartphone-Kamera.

Anzeige
Nokias neues Superphone: Das Lumia 1020 kommt in knalligen Farben, mit extravagantem Design und überzeugt im Test mit einer Kamera­ der Spitzenklasse.

Nokia bleibt auch bei seinem neuen Flaggschiff Lumia 1020 ganz auf Linie, und das sogar in doppelter Hinsicht: Erstens ist das 1020 dank seiner in knalligen Farben erhältlichen, angenehm mattierten Kunststoffschale unverkennbar ein Gerät der Windows-8-Generation von Nokia. Und zweitens erinnert es mit seiner opulenten Größe und dem Gewicht von 160 Gramm an das ursprüngliche Spitzenmodell Lumia 920.

Top- oder Sondermodell?

Wobei die Frage gestellt sein darf, ob man dem Lumia 1020 für rund 700 Euro mit der Bezeichnung „Flaggschiff“ überhaupt gerecht wird, denn diese Position könnte auch das deutlich kompaktere Lumia 925 für sich reklamieren.

Nokia Lumia 925 im Test

Das 1020 wäre dann ein Sondermodell, das ­alle Vorzüge eines Windows-Phone-8-Gerätes der neuesten Amber-Generation mit einer kompakten 38-Megapixel-Kamera verbindet (beim Dreifach-Zoom sind es 5 Megapixel).

Und die unter dem Namen Pro-Camera zusammengefassten Funktionen haben es in sich. Wer damit unterwegs Fotos macht und Videos dreht, wird sich kaum noch darüber ärgern, dass das 1020 mehr wiegt als die meisten anderen Spitzen-Smartphones und mit 15 Millimetern auch ganz schön viel dicker ist. Wer das neue Lumia dabeihat, muss keine Digicam mit sich herumschleppen.

Optik braucht Platz: Der schwarze Bereich um das Objektiv herum trägt rund 4 Millimeter auf. Das ist für ­Linsen und Sensor nötig.
Optik braucht Platz: Der schwarze Bereich um das Objektiv herum trägt rund 4 Millimeter auf. Das ist für ­Linsen und Sensor nötig. ©

Zumal sich auch die übrige Ausstattung bis auf zwei kleine, aber nicht unerhebliche Details sehen lassen kann. Generell findet die Mannschaft von connect einen Wechsel­akku sinnvoll für langen Einsatz und die Werterhaltung eines Smartphones. Und für ein Gerät dieser Klasse ist auch ein Micro-SD-Slot nicht zu viel verlangt, selbst wenn es wie das Lumia 1020 über üppige 32 ­Gigabyte verfügt, von denen knapp 28 Gigabyte nutzbar sind. Bei O2 ist nebenbei bemerkt auch eine 64-GB-Version des neuen Nokia erhältlich.

Kamera des Galaxy S4 zoom im Test

In Sachen Prozessor-Speed ist das Lumia 1020 in jedem Fall gut dabei: Ein mit 1500 MHz auf zwei Kernen laufender Qualcomm-S4-Prozessor mit großzügigen 2 GB RAM bringt das moderne Betriebssystem auf Trab. Die Inhalte huschen schön schnell über den hochauflösenden 4,5-Zoll-OLED-Bildschirm mit seinen brillanten Farben.

Wer bei OLED zuerst an die mangelnde Displayhelligkeit bei strahlender Sonne denkt, wird beim 1020 von über 300 Candela pro Quadratmeter überrascht. Damit ist das Nokia im Sommer auch draußen einsatzfähig.

Die Kamera: Tolle Bilder mit hoher Erfolgsquote

Als Nokia 2012 das 808 Pureview vorstellte, waren die Fachleute in zweierlei Hinsicht überrascht: Erstens waren Bildsensoren mit 41 Megapixeln bei Smartphones bis dato unbekannt. Zweitens hätte jeder erwartet, dass Nokia ein High-End-Foto-Smartphone mit
Windows Phone herausbringt.

Nokia Lumia 1020: Die Kamera im Test

Das ist nun mit dem Lumia 1020 geschehen, der eingebaute Sensor hat 7712 x 5360 Pixel. Für Bilder im Format 16:9 wird die Breite, für 4:3 die Höhe voll genutzt, was zu ­effektiven 38 Megapixeln führt. Unter normalen Bedingungen werden diese durch Zusammenfassung von Pixeln auf 5 MP reduziert, was zu einer erheblichen Erhöhung der Lichtempfindlichkeit führt.

Die drei Farbvarianten, unser Favorit ist das schwarze Lumia 1020.
Die drei Farbvarianten, unser Favorit ist das schwarze Lumia 1020. ©

Alternativ kann aus der großen Fläche auch nur ein Ausschnitt ­fotografiert werden, was dann einem Heranzoomen entfernter Objekte entspricht. So ist bei den vorgegebenen 5 MP ein dreifacher Zoomfaktor möglich. Bei schlechtem Licht helfen der von Zeiss ­entwickelten Kamera ein optischer Stabilisator und ein leistungsstarker Xenon-Blitz.

Nokia enthüllt Lumia 1320, 1520, 2520 und mehr

Eine Foto-LED, die bei leichter Auslöserberührung vorleuchtet, hilft, das Bildobjekt vor dem Blitz anzuvisieren. ­So viel Technik macht nicht nur auf dem Papier Eindruck, sie sorgte auch in der Praxis für tolle Bilder mit höchster Erfolgsquote.

Ausstattung: Von LTE bis NFC alles an Bord

Damit auch sonst alles flutscht, bedient das neue Nokia die gesamte Connectivity-Klaviatur von GSM über LTE und WLAN (a/b/g/n) bis zu NFC. Hinzu kommt das sogenannte Amber-Update, das für einen informativeren Sperrbildschirm und die Überwachung von Speichernutzung und Datenvolumen sorgt.

Außerdem bringt es ­eine Reihe von Kamerafunktionen und ein UKW-Radio mit RDS mit. Wer jetzt noch die zur Grundausstattung gehörenden Naviga­tionsfähigkeiten von Nokia Drive+ Beta mit On- und Offboard-Karten­ aus fast der ganzen Welt kennt, kann den praktischen Nutzen, den das Nokia Lumia 1020 bietet, gut ermessen.

Alle Handys mit Windows Phone 8 im Vergleich

Dieser Nutzen wird noch verstärkt durch die technische Leistungsfähigkeit des neuen Nokia-Phones. Eine Ausdauer von mehr als sechs Stunden bringt auch anspruchsvolle Menschen über den Tag, selbst wenn noch ein wenig mehr Durchhaltevermögen wünschenswert wäre.

Sehr gut sind die akustischen Eigenschaften. Die Unterdrückung von Umgebungsgeräu­schen arbeitet so effektiv, dass man auch vom Straßenrand jemanden anrufen kann, ohne schreien zu müssen. Dazu sind uns so überzeugende Funk­werte bei GSM und UMTS, wie sie das Nokia bietet, in letzter Zeit selten untergekommen.

Reichlich Zubehör

Das Portfolio von Nokia hört bei Smartphones noch lange nicht auf. So bieten die Finnen auch zum ­Lumia 1020 reihenweise Zubehörprodukte an, die die Nutzung erleichtern. Schon bald soll es etwa ­eine aufsetzbare Schale zum kabellosen Laden ­geben; ein Muster machte in der Redaktion einen guten Eindruck.

Bis zu 29% günstiger: Lumias im Preissturz

Schon erhältlich ist der Camera Grip für 50 Euro: Mit diesem Grip lässt sich das ­Lumia 1020 während des Fotografierens deutlich besser halten. Ein Auslöseknopf an der gewohnten Stelle sorgt für mehr Präzision auf der Jagd nach dem optimalen Moment.

Hier ist auch das Norm­gewinde hilfreich, mit dem Grip und Lumia 1020 auf jedes gängige Stativ geschraubt werden können. Ein eingebauter Akku erhöht zudem die Ausdauer um rund ein Drittel. Nur ausschalten lässt sich das Nokia im Camera Grip nicht: Solange ­Energie vorhanden ist, startet es jedes Mal neu.

Fazit: Starkes Kamera-Phone

Sicher, Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S4 oder das Sony Xperia Z sind deutlich handlicher. Doch wer unterwegs auch anspruchsvolle Fotos schießen möchte, ohne dafür eine Digicam mitschleppen zu wollen, bekommt mit dem Nokia Lumia 1020 die wohl am universellsten nutzbare Smartphone-Kamera. Diese steckt in einem Mobiltelefon, das auch in Sachen Ausstattung und Leistungsfähigkeit in der Spitzenklasse mithalten kann.

 
comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Nokia Lumia 1020 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Anzeige
x