Testbericht Nokia N82
- Testbericht
Nokia N82
- Hersteller
- Nokia
- UVP
- 349 €
- Wertung
- 366.0 Punkte
Nokia ist eine Macht: In Sachen Ausstattung kann den Finnen im Moment niemand etwas entgegensetzen. Gleichzeitig gelingen ihnen seit einiger Zeit Modelle, die mit gutem Empfang, gutem Klang und viel Ausdauer auch als Telefone überzeugen. Was kann nun das N82 besonders gut, dass es alle internen und externen Kontrahenten hinter sich lässt und es sich für mindestens einen Monat auf dem Siegerpodest der Bestenliste bequem machen darf? Für alle, die sich im Portofolio der Finnen auskennen: Das N82 ist vereinfacht gesagt ein N95 im Riegeldesign. Wer ein Handy mit integrierter Navigation, sehr guter Kamera und auch sonst jeder Menge Ausstattung sucht, hat nun eine Alternative zum N95, das mit seinem wackeligen Slider nicht restlos überzeugt hat. Beim Nachfolgermodell N95 8GB hinterlässt die Verarbeitung einen besseren Eindruck, was bei einer Preisempfehlung von 770 Euro aber selbstverständlich sein sollte.
Das Schönste am N82: Das Handy soll laut Hersteller so viel kosten wie das N95, nämlich 600 Euro, schneidet im Test aber deutlich besser ab. Die Ausstattung deckt sich zu etwa 90 Prozent mit der des N95, auf die Infrarot-Schnittstelle verzichtet Nokia mittlerweile komplett und beim Anschluss fürs beiliegende Datenkabel sind die Finnen von der Mini- auf die Micro-USB-Buchse umgestiegen. Doch ansonsten findet man, was man vom N95 kennt - und manches gar etwas besser.
Navigation: Antenne gut platziert
So hat Nokia auch dem N82 einen GPS-Empfänger mitgegeben. Die Antenne, beim N95 noch etwas unpraktisch unter der Tastatur angebracht, sitzt im oberen Teil des Gehäuses. Für einen schnellen Verbindungsaufbau zu den GPS-Satelliten unterstützt das N82 Assisted GPS, nutzt also Informationen aus dem Mobilfunknetz. Im Test hat es auch in der Stadt innerhalb einer Minute die eigene Position bestimmt.
Die Anwendung Nokia Maps ist bereits aufgespielt, sie bietet kostenloses Kartenmaterial, einen Routenplaner und die Suche nach Sonderzielen wie Hotels in der Nähe. Will man sich aber vom N82 mit aktiven Ansagen navigieren lassen, muss man einen kostenpflichtigen Zusatzdienst buchen. Nicht vorinstalliert sind die Karten, Gebietsausschnitte holt sich das N82 erst bei Bedarf übers Mobilfunknetz - was beim falschen Datentarif natürlich schnell teuer wird. Es empfiehlt sich deshalb, die Software Map-Loader (gratis unter www.nokia.de ) auf dem Rechner zu installieren und über eine Festnetz-Internetverbindung die Straßenkarten aufs N82 zu übertragen. Wobei man die Speicherressourcen nicht aus den Augen verlieren darf: Nokia liefert eine 2 GB große Speicherkarte mit, das N82 selbst bietet etwa 120 MB. Die Karten für ganz Deutschland belegen etwa 270 MB, ganz Europa knapp 1,5 GB.
Kamera: Ein echter Blitz
Viel Musik und ein Videoausgang
Neben diesen Highlights gibt’s die für N-Serie-Modelle typische Ausstattung, dank der auf allen N-Modellen laufenden Serie-60-Oberfläche steht das N82 zudem offen für Symbian-Software. Dabei arbeitet es wirklich flott und war im Test nach dem Einschalten nach gut 20 Sekunden betriebsbereit; hier haben die Serie-60-Modelle in diesem Jahr einen guten Sprung nach vorne gemacht, der Bedienung der doch recht komplexen Menüstruktur tun die kurzen Reaktionszeiten sehr gut. Vorinstalliert ist beispielsweise die N-Gage-Anwendung, der zugehörige Dienst war allerdings bis Redaktionsschluss nicht frei geschaltet. Damit lässt sich dann direkt am N82 ein Katalog von Spielen durchstöbern, die Spiele können ausprobiert und gekauft werden. Zudem gibt’s ein UKW-Radio und den gut gelungenen Musicplayer, oben am Gehäuse findet sich eine 3,5-mm-Buchse für beliebige Headsets. Dort wird übrigens auch das mitgelieferte Videokabel angestöpselt, das die Inhalte des Displays auf größere Bildschirme bringt.
Wer Nokias Serie-60-Oberfläche kennt, wird sich sofort heimisch fühlen, Neulinge müssen etwas Einarbeitungszeit in das mächtige, aber entsprechend komplexe System investieren. Die Fülle an Funktionen einfacher bedienbar zu machen – das hat sich Nokia fürs nächste Jahr vorgenommen. Beim N82 ist immerhin das Hauptmenü auf zwölf Einträge beschränkt und entsprechend ohne Scrollen zu überblicken. Und über die Multimedia-Taste links neben der roten Telefontaste bekommt man schon einen ersten Eindruck, wie das neue Menü aussehen könnte.
Gute Laborwerte
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