Testbericht

Opera Audio M 100 Plus

Aus dem fernen Osten stammt der Opera Audio M 100 Plus - auch wenn man es ihm nicht ansieht

  1. Opera Audio M 100 Plus
  2. Datenblatt
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© Archiv

Opera Audio ist eine chinesische Company. Wer aber vor dem Verstärker M 100 Plus aus der Consonance-Serie steht, würde nie und nimmer ein chinesisches Produkt wittern. Was Opera Audio so "gefährlich" macht: Diese Company kopiert nicht nach bekanntem Schema europäische oder US-amerikanische Röhrenverstärker, sondern entwickelt selbst, von der Schaltung bis zum Design. Allenfalls die "WBT-like"-Lautsprecherklemmen auf der Rückseite zeigen, dass Opera Audio doch noch Vorbilder hat, die sich für Chinesen durch eine elegante "Neuinterpretation" vereinnahmen lassen.

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Ein fernbedienbarer Poti zwischen Front und Röhrensockel

Die Botschaft dieses Verstärkers: "stattlich". Ein wuchtiges Trio aus Trafo und zwei Übertragern wird von massiven Holzwangen umschlossen - davor glimmen vier EL34-Röhren aus dem ehemals sowjetisch-kommunistischen Bruderland. Schon das Gefühl beim Umlegen des On/Off-Kippschalters ist exquisit.  Diese Röhre füttert die Lautsprecher eben nicht mit dem Klischee des zarten, warmen Glimm-Klangs. Als Gegentakter kann der M 100 40 Watt pro Kanal bereitstellen - so mancher Transistor wirkt dagegen wie ein Softie. Zudem ist die Schaltung auf Tempo ausgelegt. Die Bässe verfügen über echten Druck, der "Punch" ist da. Hinzu kommt jene Feindynamik, die auch große Orchestermusik organisieren kann.

Was die echten Röhrenfans aber immer lieben werden: Genau zwischen den Machtbereichen von Tiefbass und unteren Mitten zaubert der M 100 einen herrlich runden Oberbass - jedes musikalische Ereignis baut darauf auf. Wenn es einen Haken geben sollte: Gerade die schöne Fülle kann je nach Musikmaterial den Cinemascope-Effekt schrumpfen lassen - die Klangbühne wirkt enger, aber auch direkter. Mehr eine Geschmacksfrage als echtes Manko.

Opera Audio Consonance M100 Plus

HerstellerOpera Audio
Preis1700.00 €
Wertung95.0 Punkte
Testverfahren1.0

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