Testbericht

Panasonic DMP-BD 10 A

Er war einer der ersten Blu-ray-Player auf dem Markt. Ein Update soll ihn fit machen für die Zukunft.

  1. Panasonic DMP-BD 10 A
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die ersten Blu-ray-Player auf dem Markt konnten die auf einer Blu-ray-Disc gespeicherten 24 Vollbilder pro Sekunde nicht ohne Weiteres wiedergeben. Das Kinoformat mussten sie erst umständlich in 60 Halbbilder wandeln, um diese dann wieder für die Ausgabe an Plasmabildschirm oder Beamer in 30 Vollbilder umzurechnen. Dabei schlichen sich wegen der Konvertierung sichtbare Ruckler in ehemals ruhige Kameraschwenks. Die Amerikaner und Japaner waren diesen sogenannten "2-3 Pulldown" von ihrem NTSC-TV-System schon gewohnt; den vom PAL-System verwöhnten Europäern aber stieß das deutliche Ruckeln recht sauer auf.

Immer noch ruckeln

Der Panasonic-Player DMP-BD 10 A kann trotz neuester Software noch keine Blu-ray-Discs im Original-Format von 1080 Zeilen mit 24 Vollbildern pro Sekunde ausgeben (im Fachgeplänkel auch gerne 1080@24p genannt); er wandelt wie gehabt umständlich hin und her.

Das Bild

Der Panasonic, obwohl als Blu-ray-Player mit einer ausgezeichneten Schärfe und Detailzeichnung versehen, malte seine Bilder deswegen nicht so ruhig und fließend. Als reiner DVD-Player wiederum überzeugte er mit extrem scharfen und stabilen Bildern.

1.3 oder 1.2?

Die wichtigste Schnittstelle bei einem Blu-ray-Player ist HDMI; nur sie darf die hochsensiblen Videodaten in voller Auflösung übertragen und schleust zusätzlich digitale Audio-Signale durch. Die jüngste Version heißt HDMI 1.3 und unterstützt mit einer Datenrate von bis zu 10 Gigabit/s auch die neuen hochauflösenden Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD. Allerdings war der Panasonic zu früh auf dem Markt vertreten, als dass er mit einem HDMI-Chip in der Versionsnummer 1.3 hätte kokettieren können.  Trotzdem soll er seit dem Software-Update Tonformate wie Dolby TrueHD und DTS-HD High Resolution Audio entschlüsseln können. Letzteres bringt aber herzlich wenig, wenn ein DTS-HD Master Audio Soundtrack vorliegt - dieser ist nämlich verlustfrei komprimiert, High Resolution Audio nicht. Dann bietet der Pansonic lediglich die verlustbehaftete, gewöhnliche DTS-Kost. Dafür verfügt er aber als einer der wenigen Player über einen analogen 7.1-Mehrkanal-Ausgang inklusive Lautsprecher-Setup - den man aber bislang eher für DVD-Audio-Scheiben nutzen wird.

Der Ton

Doch Moment - ganz so schlimm ist es nicht. Denn oft findet sich auf Konzert- und Film-Blu-ray-Discs ein unkomprimierter, fünfkanaliger PCM-Ton. Solch ein Ton klingt - egal ob per HDMI an geeignete AV-Receiver ausgegeben oder analog - viel besser als die komprimierte Dolby- oder DTS-Version. Bei solchen Vergleichen wird dann auch schnell deutlich, dass der Panasonic zwar bildtechnisch nicht ganz auf der möglichen Höhe ist, aber klanglich davonstürmt. Vertreter der These "Digital klingt alles gleich" würden angesichts der Klangunterschiede per HDMI glatt vom Glauben abfallen. Der Panasonic spielte die Blu-ray-Discs "Showcase - Legends Of Jazz" und "Elvis Costello & The Imposters - Live In Memphis" (Edel; Elvis Costello im Duett mit Country-Legende Emmylou Harris) lebendig, straff und bassreich.

Auch per SP/DIF-Verbindung  mit der Dolby-Digital-DVD von Norah Jones ("Live In New Orleans"/EMI) schuf der Panasonic-Spieler eine größere, nicht klaustrophobisch an den Boxen klebende Bühne und das ohne übertriebene Effekthascherei (wie etwa beim Sony). Und selbst wenn ein Blu-ray-Player kaum einen CD-Spieler ersetzen wird, so absolvierte der Panasonic doch auch hier die bessere Klangvorführung; er gab sonore Männerstimmen fülliger und Snares eine Spur realistischer wieder, mit mehr Raum zum Atmen.

Panasonic DMP BD 10

HerstellerPanasonic
Preis1500.00 €
Wertung94.0 Punkte
Testverfahren1.0

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