Testbericht

DVD-Recorder Panasonic DMR EH 775

Der Panasonic klont eine CD in etwa 8 Minuten und überspielt die Stücke 1:1. CD-Text wird nicht übernommen die Albumnamen dürfen aber von Hand eingetippt werden. MP3 liest der Panasonic nur über USB.

DVD-Recorder Panasonic DMR EH 775

© Archiv

DVD-Recorder Panasonic DMR EH 775

Ist die Musikaufzeichnung nur mit Kompromissen möglich, tischen die Recorder für Video jede Menge Komfort auf. Beide bieten einen elektronischen Programmführer, der sich über Nacht (von Eurosport) aktualisiert. Per Knopfdruck ist die angezeigte Sendung zur Aufzeichnung programmiert. Während die Fernsehprogramme auf Festplatte gespeichert werden - beide haben nur einen Analog-Tuner für Kabel oder Antenne eingebaut - darf das laufende Programm angehalten werden. Nach der Telefonpause wird die Sendung über "Play" nahtlos fortgesetzt. Im Nachhinein lassen sich blitzschnell Werbeblöcke entfernen, Titel unterteilen und beschriften. Ist der Film vom Ballast befreit, wird er mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit auf eine Leer-DVD gebrannt.

Panasonic DMR EH 775 (Innenansicht)

© Julian Bauer

Üblich: Ein verlustarmes Schaltnetzteil speist die gesamte Elektronik und Mechanik. Riesig: Die Festplatte fasst 400 GByte und kann die Inhalte von über 500 CDs konservieren. Schnell: Der DVD-Brenner kopiert auf der Festplatte abgespeicherte Filme mit bis zu 16-facher Geschwindigkeit.

Den umgekehrten Weg - Sichern der DVD auf Festplatte oder gar das Kopieren von DVDs - erlauben die Recorder nur bei selber aufgenommenen, also nicht kopiergesperrten Discs. Grundlegende Unterschiede zwischen Panasonic und Pioneer: Der teurere DMR 775 hat die größere Festplatte, der DVR 555 H die umfangreichere Ausstattung. Er verfügt über zusätzliche Video-, Audio und S-Video-Anschlüsse. Über einen mitgelieferten Infrarot-Geber holt sich der Pioneer über den analogen AV-Eingang Programme von einem Sat-Receiver. Bedingung: Der muss ebenfalls über den EPG -"Guide+" verfügen. Praktisch: Der Video-Equalizer bietet neben drei freien Speichern feste Presets für den Einbau-Tuner und für die externen Eingänge. In der Disziplin "Praxis" punktet der Panasonic. Er startet aus Standby deutlich schneller ein, hat den erheblich leiseren Lüfter und logischer gruppierte Fernbedientasten.

Beim Bildtest überzeugten beide mit einem praktisch fehlerfreien Progressive Scan. Selbst fieseste Sequenzen von der "Test Disc" (www.peterfinzel.de) meisterten sie völlig ruckelfrei. Dabei zeichneten sie auch bei höchster Auflösung (1080p) schräg verlaufende Linien ohne Zacken - ein Zeichen für die exzellente Umrechnung der originären DVD-Zeilenzahl (576) auf 1080p des Beamers.

Die etwas kühleren Farbtöne des Pioneer bei DVD-Wiedergabe trimmt bei Bedarf sein Equalizer in Richtung warm. In Standardplay konservierten beide vom Kabeltuner aufgenommene Fernsehsendungen praktisch verlustfrei. In Longplay (dann verdoppelt sich die Aufnahmezeit) wirkte der Panasonic einen winzigen Tick schärfer. Beim CD-Abspielen gab sich der Panasonic etwas sachlich. Der Bass hatte wenig Kontur und Tiefe. Auch der Pioneer musizierte substanzlos in den unteren Regionen, in den Höhen ließ er etwas Glanz vermissen.

Wie ausgewechselt klangen dieselben Musikbeispiele von der Festplatte. Zuvor noch etwas lustlos und träge, agierte der Panasonic deutlich frischer und straffer. Umgekehrt der Pioneer: Seine Festplattenaufnahmen verloren durch die Datenreduktion einen Teil der Feininformationen wie Raumdimensionen oder Nachhall. Die Musik klang ähnlich wie der Fernsehton - er wird in Dolby Digital 2.0 aufgezeichnet. Als Videorecorder sind beide gleichwertig; Musik in exzellenter Qualität speichert aber nur der Panasonic.

Panasonic DMR-EH 775

HerstellerPanasonic
Preis600.00 €
Testverfahren1.0

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