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Testbericht Panasonic KX-TG8621 im Test

von
Panasonic KX-TG8621
Labortest
77,2 %
Zuletzt aktualisiert: 27.08.2014
Panasonic KX-TG8621
DECT-Telefone
Pro
  • Bluetooth-Anbindung
  • viele Komfortfunktionen
  • gut lesbares Farbdisplay
  • gute Ausdauer
Contra
  • kein Voll-Eco-Mode
  • aggressive Rauschunterdrückung
Fazit

Sowohl mit dem Hörer am Ohr als auch im Freisprechmodus tönte das DECT ausgewogen.

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Der Silberling von Panasonic surft auf der blauen Welle und bietet 500 Speicherplätze, die sich via Bluetooth füllen lassen.

Dass man sich beim Panasonic KX-TG8621 für 100 Euro inklusive Anrufbeantworter in der Premiumklasse bewegt, lässt sich nicht nur am üppigen Speicher ausmachen. Darüber hinaus bietet der Newcomer Funktionen, die man bei anderen Modellen des Herstellers nicht findet.

Familienhelfer

So beherrscht er einiges, was die Berechtigung eines DECT-Telefons als Kommunikationszentrale im Haushalt untermauert. Beispielsweise ersetzt er den Wecker: Den bieten zwar auch Handys mit durchaus ausgefeilten Optionen, aber im Ernstfall am frühen Morgen ist nicht selten der Akku leer oder das Mobiltelefon steckt außer Hörweite in der Tasche.

Abgesehen davon, dass das Panasonic-DECT in der Regel nicht zu überhören ist, kann man Weckzeiten individuell einstellen: Dank fünf Speicherplätzen, denen sich jeweils beliebige Wochentage zuordnen lassen, sind auch unregelmäßige Stundenpläne der Kinder kein Problem. Termine lassen sich im ebenfalls integrierten Kalender eintragen, jedoch nicht via Bluetooth aus Outlook senden.

Sind zwei Geräte via Bluetooth miteinander verbunden, lassen sich komplette Listen oder einzelne Kontakte überspielen.
Sind zwei Geräte via Bluetooth miteinander verbunden, lassen sich komplette Listen oder einzelne Kontakte überspielen.

Kontaktaufnahme via Funk

Der Kurzstreckenfunk kommt zum Einsatz, wenn es um Headset-Einbindung geht. Allerdings hat man im Gegenzug auf einen Klinkeneingang für kabelgebundene Ohrhörer verzichtet.

Ebenfalls über Bluetooth nimmt das Telefon Kontakt mit einem Handy zwecks Rufnummernbefüllung auf. Dabei werden Kontakte entweder einzeln vom Handy aus ans Telefon gesandt, oder es wird automatisch das komplette Adressbuch übermittelt. Dabei kann jeder Kontakt drei Nummern verwalten, sind es mehr, wird ein zusätzlicher gleichnamiger Kontakt angelegt.

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Ein Hemmschuh bei der Synchronisation kann allerdings diese Eigenart sein: Nummern im internationalen Format müssen nach dem Muster „0049“ vorliegen – mit +49 kann das Panasonic nichts anfangen und kappt diesen Vorsatz einfach; damit wird die ganze Nummer unbrauchbar.

Alles unter Kontrolle

Problemlos lassen sich Komfortfunktionen nutzen, die den Telefonverkehr regeln. So kann man bis zu sechs Vorwahlen sperren, etwa zu teuren 01805-Nummern. Aussperren lassen sich auch bestimmte Anrufer, die stets ein Belegtzeichen zu hören bekommen.

Komplett für Ruhe während einer definierbaren Zeitspanne sorgt der Nachtmodus. Wobei sich Personen, die bestimmten Kategorien zugeordnet sind, ausnehmen lassen – etwa der Nachwuchs, der den nächtlichen Fahrservice der Eltern in Anspruch nehmen will.

Man kann aber auch die VIPs abblitzen lassen und dem Anrufbeantworter überlassen. Der ist in der von der Ladestation unabhängigen Basisstation integriert und wird ausschließlich übers Mobilteil bedient. Der AB besitzt zwar auch einen Hinweismodus ohne Aufnahme, allerdings lässt sich nur eine Ansage aufzeichnen, die bei Bedarf jeweils angepasst werden muss. Nachrichten lassen sich bei Hinterlegung der Nummer auch im Adressbuch über den Anrufernamen auswählen. Zum Abhören geht es jedoch nur übers Menü oder eine dreistellige Kurzwahl, die für die meisten Funktionen verfügbar ist.

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Apropos Menü: Das ist arg bunt, dank 1,8-Zoll-Farb-TFT aber übersichtlich. Die Schrift ist groß und gut lesbar, navigiert wird via Vier-Wege-Kreuz. Ungewohnt mag für manchen die horizontal verbundene Tastatur sein, weil die einzelnen Ziffern mit einem ordent­lichen Druckpunkt unterlegt sind, ist die Bedienung aber kein Problem. Nur Blindtipper haben es schwer, da die Tasten nicht spürbar getrennt sind.

Im Menü des Panasonic TG 8621 geht es ziemlich bunt zu. Dank zusätzlicher Textinfo bleibt es dabei übersichtlich.
Im Menü des Panasonic TG 8621 geht es ziemlich bunt zu. Dank zusätzlicher Textinfo bleibt es dabei übersichtlich.

Ausdauer und Klang gut

Im Standby hält das Panasonic gute zehn Tage durch, die Gesprächszeit fällt mit über zwölf Stunden ebenfalls üppig aus. Erfreulich gering ist die Stromaufnahme im Mischbetrieb von 0,7 Watt.

Die Sendeleistung der Basis lässt sich zudem per Druck auf den „Eco“-Knopf laut Hersteller dauerhaft um 90 Prozent senken – was allerdings auf Kosten der Reichweite geht. Einen echten Voll-Eco-Mode, bei dem die Sendeleistung der Basis bei Nichtgebrauch auf nahezu Null sinkt, bietet das Panasonic aber nicht.

Ein Freund leiser Töne ist das Telefon auch nicht: Wörter von gedämpfteren Gesprächspartnern schnitt es mitunter ab – möglicherweise durch eine etwas zu aggressive Rauschunterdrückung. Klanglich gab es dagegen wenig zu kritisieren, sowohl mit dem Hörer am Ohr als auch im Freisprechmodus tönte das DECT ausgewogen, zudem kann man Höhen und Tiefen per Menü regeln.

 
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Inhalt
  1. Panasonic KX-TG8621 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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