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Smartwatch Pebble

Pebble: Was taugt die Smartwatch?

Pebble
Pebble: Uhr mit E-Ink-Display
Derzeit wird über eine iWatch von Apple spekuliert. Ein sinnvolles Gadget? Seit Kurzem ist die Smartwatch Pebble in Umlauf. Wir haben uns umgehört, wie zufrieden die ersten Nutzer sind.

Dass Smartwatches à la iWatch durchaus auf Interesse stoßen, dass hat das Pebble-Projekt bewiesen. Auf der Crowdsourcing-Plattform Kickstarter war die auf Android basierende Pebble das erfolgreichste Projekt im letzten Jahr. Statt der angepeilten 100.000 Dollar zur Finanzierung kamen mal eben 10 Millionen zusammen.

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Die Idee, eine Verlängerung fürs Smartphone am Handgelenk zu tragen, die etwa über eingehende Nachrichten, Mails oder Anrufe informiert oder auch eigene Apps ausführen kann, wird besonders in Zeiten von immer größer werdenden Smartphones, deren Displays zum Stromsparen bei Nichtgebrauch komplett abgeschaltet werden, offensichtlich interessanter. Pebble ist übrigens nicht nur für Android-Handys geeignet, sondern lässt sich auch in Verbindung mit einem iPhone nutzen.

Mittlerweile sind die ersten bestellten Pebbles angekommen.Wie kommen die Nutzer damit zurecht, was lieben, was hassen sie an ihrer Pebble? Wir haben uns umgehört: Im offiziellen Pebble-Forum, aber auch in Blogs und weiteren Communities von Pebble-Fans.

Keine Frage: Wer bereits jetzt eine Pebble bekommen hat, gehört mit zu den ersten Unterstützern des Projekts und wird in seinem Urteil vermutlich etwas nachgiebiger sein, als bei einem Produkt, das man sich womöglich von einem Verkäufer hat aufschwatzen lassen. Und doch gibt es auch sachliche Kritik.

Ausdauer und Konnectivität

Die Ausdauer der Uhr wird von den ersten Nutzern mit vier bis fünf Tagen angegeben. Die ersten Nutzer sind meist gut informiert über das Produkt und wissen meist um die verkürzte Ausdauer des Smartphones aufgrund der Bluetooth-Verbindung zur Pebble.

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Der Ausdauerverlust etwa beim iPhone wird auf etwa 10 Prozent geschätzt. Pebble unterstützt übrigens die stromsparende Bluetooth-Version 4. Mit der Verbindung von Smartphone und Pebble scheint es übrigens keine Probleme zu geben. Für Android und iOS gibt es jeweils eine passende Gratis-App in App Store und bei Google Play.

Die App fürs iPhone ist schlicht und einfach gestaltet.
Die App fürs iPhone ist schlicht und einfach gestaltet. ©

Hardware und Bedienung

Die Uhr ist erstaunlich klein, darauf wird immer wieder hingewiesen. Die Verarbeitung scheint in Ordnung zu sein, wie gut sich die Pebble nach längerem Gebrauch hält, darüber traut sich noch keiner ein Urteil zu. Das einfarbige E-Ink-Display scheint den Erwartungen zu entsprechen, dank Displaybeleuchtung ist die Anzeige auch  bei schlechtem Licht bequem abzulesen. Lediglich die Auflösung von 168 x 144 Pixel wird teilweise als zu grob empfunden. Die Bedienung scheint kein großes Thema zu sein: ein gutes Zeichen.

Ausstattung und Funktionalität

Allerdings ist der Funktionsumfang der Uhr noch recht beschränkt, was ein entsprechend einfaches Menü ermöglicht. Gerade hier gibt es dann auch die meiste Kritik. Den einen ist das Angebot an Darstellungsmöglichkeiten für die Uhrzeit nicht ausreichend. Andere monieren, dass die Uhr kein Datum anzeigt. Und viele haben eine größeres Angebot an Apps vom Start weg erwartet.

Pebble im Einsatz - mit unterschiedlichen Uhrzeitdastellungen.
Pebble im Einsatz - mit unterschiedlichen Uhrzeitdastellungen. ©

Außerdem scheint es noch Probleme bei den Benachrichtigungen zu geben. Theoretisch weist Pebble übers Display und per Vibrationsalarm auf Anrufe, SMS, E-Mails oder sonstige Nachrichten hin. Bei Anrufen und SMS scheint das meist, aber wohl auch nicht immer zuverlässig zu funktionieren. Haariger wird das Ganze wohl bei E-Mails oder sonstigen Nachrichten wie Updates aus sozialen Netzwerken.

Zudem wird moniert, dass Benachrichtigungen nicht gespeichert, sondern immer wieder von der neuesten überschrieben werden. Zudem sollen Benachrichtigungen nach bestimmter Zeit komplett verschwinden. Dass die Aussagen unterschiedlich ausfallen, hängt zum Teil mit unterschiedlichen Software-Ständen zusammen. Für ausbaufähig in Sachen Zuverlässigkeit und Funktionalität halten praktisch alle Pebbler ihr neues Spielzeug.

Fazit: Für Pioniere mit Nachsicht

Die Pebble ist im Moment (noch) ein sehr lebendiges Wesen, das sich weiterentwickelt, aber auch noch Kinderkrankheiten zeigt. Von begeisterten Fans bis zu wirklich Enttäuschten ist unter den ersten Pebblern alles dabei.

Wer dennoch Lust bekommen hat: Bis die Uhr im Handel zu haben ist, wird es wohl noch etwas dauern. Bis dahin sind womöglich ein paar der Software-Schwächen behoben und ein paar mehr Apps verfügbar. Dass es Interesse an smarten Uhren gibt, das hat Pebble bewiesen. Gleichzeitig zeigt es, was Nutzer von so einer schlauen Uhr erwarten.

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