Smartphone

Phicomm Passion im Test

Das Phicomm Passion bringt viel Ausstattung mit, lässt sich im Test auch gut bedienen, muss jedoch in einigen Disziplinen Lehrgeld bezahlen.

  1. Phicomm Passion im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Phicomm Passion

© Phicomm

Phicomm Passion
EUR 168,43

Pro

  • IPS-Display mit Full-HD-Auflösung
  • 27 GB interner Speicher
  • Dual-SIM-Funktion
  • Wechselspeicherslot

Contra

  • altes Android 4.4.4
  • schlechter UMTS-Empfang
  • schwache Ausdauer
78,6%

Mit dem chinesischen Hersteller Phicomm betritt ein hierzulande größtenteils unbekannter Player den Smartphone-Markt. Optisch macht das Phicomm Passion, das Topmodell der Chinesen, mit seiner flachen Form eine gute Figur, die Verarbeitung weist im Test kaum Mängel auf. Die Kartenhalter sind spielfrei, das matte Kunststoffgehäuse liegt gut in der Hand.

Display

Ein düsteres Kapitel, im wahrsten Sinne des Wortes, ist allerdings das Display des Passion. Die 5 Zoll große IPS-Anzeige bietet Full-HD-Auflösung, sodass Bilder und Texte gut aussehen. Dummerweise jedoch erreicht der Screen nur eine Strahlkraft von unterdurchschnittlichen 268 cd/m2 - damit ist bei Sonne nicht viel zu gewinnen. Zudem ist die Abdeckung der Anzeige recht dünn: Schon ein leicht erhöhter Druck genügt, damit Bilder verschwommen aussehen (Moire-Effekt).

Phicomm Passion Design

© Phicomm

Ausstattung

Deutlich besser ist es da um die inneren Werte bestellt. Phicomm setzt auf die Qualcomm-Plattform MSM8939, die den Dual-SIM-Betrieb ermöglicht, und so besitzt das Passion zu seinem Haupt-SIM- noch einen Hybrid-Slot, in den eine Micro-SD-Karte oder eine zweite SIM-Karte im Nano-Format für GSM-Empfang Platz findet.

LTE und HSPA+ gibt's jedoch im Hauptslot. Acht Kerne mit bis zu 1,5 GHz sorgen zudem zusammen mit 2 Gigabyte Arbeitsspeicher für flottes Tempo ohne Ruckler. Richtig spendabel ist Phicomm dann in puncto Speicher: Wer zum Passion greift, kann satte 27 GB zum Beispiel mit Apps, Fotos oder Musik belegen.

Bedienung

Richtig gelungen ist die eigenständige Benutzeroberfläche des neuen Smartphones. Sie ist modern und attraktiv gestaltet, lässt sich nach Gusto verändern und bietet eine praktische Toggle-Anzeige der wichtigsten Funktionen im Schnellmenü. Kleinere Übersetzungsbugs tauchen zwar immer wieder mal auf, wirken aber eher charmant als störend. In dunkler Umgebung nervt es allerdings, dass die Sensortasten für Optionen, Homescreen und Zurück unter dem Display nicht beleuchtet sind. Da wird das Tippen fast zum Suchspiel.

Extras: Schrittzähler, Barometer, Kompass

Das Passion hat einige spannende Features an Bord. So gibt es neben einem Schrittzähler mit cleverer Darstellung auch ein Barometer, einen Kompass, ein UKW-Radio, eine Backup-Möglichkeit und eine praktische WLAN-Speicherfunktion zu entdecken. Mit Letzterer kann man einfach, bequem und drahtlos Dateien zwischen Rechner und Smartphone austauschen. Einzige Voraussetzung: Beide Geräte müssen sich im selben WLAN befinden.

Phicomm Passion liegend

© Phicomm

Das Kunststoffgehäuse des Passion macht einen guten Eindruck.

Kamera

Der Fotoapparat im Phicomm Passion macht vieles richtig und überzeugt mit seiner leicht bedienbaren Oberfläche. Im Passion arbeitet eine 13-Megapixel-Kamera mit Fotolicht und Autofokus.

Eine Schnellstartfunktion aus dem Sperrbildschirm heraus hat Phicomm leider nicht vorgesehen. Kritik muss sich der Newcomer auch bei den Übersetzungen gefallen lassen: So versteckt sich etwa hinter dem Wort "Zeitmesser" der Selbstauslöser.

Der User kann unter fünf Aufnahmemodi wählen. Zusätzlich lassen sich Details wie Bildgröße, Belichtung und Weißabgleich im Einstellmenü justieren. Sonderfunktionen - zum Beispiel um Hochkontrastaufnahmen (HDR) zu machen - bietet das Passion jedoch nicht. Die Bedienung gelingt dafür durch die Bank problemlos.

Die Frontkamera löst mit 5 Megapixeln auf und liefert ordentliche Selfies - vorausgesetzt, das Motiv stimmt ... Videos werden recht wackelfrei und mit bis zu 1920 x 1080 Pixeln aufgezeichnet.

Ausdauer

Im connect-Labor musste das Phicomm dann seine Qualitäten in puncto Ausdauer, Akustik und Empfang beweisen. Die Gesprächszeiten gehen in Ordnung, doch bereits bei den Messungen der Ausdauer im praxisnahen Mischbetrieb leistete sich das Passion einen dicken Patzer: Die erreichten 4:29 Stunden sind weit unterdurchschnittlich.

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Sende- und Empfangsqualität

Einen noch schlimmeren Fehler gab es dann bei den Sende- und Empfangseigenschaften zu entdecken: Während die Ergebnisse für den Einsatz im GSM- und LTE-Netz absolut im grünen Bereich liegen, leistet sich das Passion im UMTS-Betrieb massive Schwächen, die sich auch in der Praxis bestätigten.

Fazit

Wirklich schade, denn ohne dieses gravierende Manko wäre das Phicomm Passion tatsächlich eine spannende und vor allem günstige Alternative in der Klasse der 5-Zoll-Smartphones.

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