Menü
Testbericht

Philips SE888 im Test

Philips SE888 im Test
Labortest
76,8 %
Philips SE888
DECT-Telefone
Pro
  • Einbindung von Handys via Bluetooth
  • Basis als Telefon nutzbar
  • Kontakte von PC und Handy
  • hervorragende Ausdauer
Contra
  • kein Headset-Anschluss
  • Schwächen beim Freisprechen
Fazit

Das Philips SE888 empfiehlt sich als praktische Kommunikationszentrale sowohl zu Hause als auch im Büro.

Anzeige
Das neue Philips-Flaggschiff SE888 bindet nicht nur Handys elegant in die heimische Telefonie ein, sondern auch die Kontakte auf dem PC.

Das Mobilteil des Philips SE888 dürfte einigen bekannt vorkommen, kam es doch schon beim CD685 zum Einsatz. Aber schon der Blick auf die üppige Basisstation verrät, dass dem Neuling einiges mehr an Funktionalität innewohnt.

Basis als Schaltzentrale

So fungiert die Basis nicht nur als Ladeschale des Mobilteils, mit eigenen Klingeltönen und Tastatur kann sie sogar als zweites Telefon dienen, wenn auch nur im Freisprechmodus.

Der eigentliche Clou des Philips ist aber die Möglichkeit, ein Handy via Blue­tooth einzubinden. Dazu ist rechts auf der Basis eine gummierte Ablagefläche vorgesehen, die einen Micro-USB-Stecker bereithält, mit dem sich entsprechende Mobiltelefone gleich aufladen lassen. Eine weitere USB-Buchse erlaubt auch den Anschluss anderer Stromspender, beispielsweise fürs iPhone. Kommt nun ein Anruf auf dem Handy, wird der ans DECT-Telefon übergeben.

Zugriffsrecht: Über das  Mobilteil oder die Basis lässt sich auf die Kontakte des via Bluetooth verbundenen Handys zugreifen
Zugriffsrecht: Über das Mobilteil oder die Basis lässt sich auf die Kontakte des via Bluetooth verbundenen Handys zugreifen ©

Das bietet mehrere Vorteile: Ist der Mobilfunkempfang schlecht, hält das Handy durch eine geschickte Platzierung der Basis den Kontakt zum Netz und ist per DECT überall im Wohnraum erreichbar. Andersherum sind manche Gespräche übers Handynetz günstiger als übers Festnetz. Über welche Verbindung ein Anruf läuft, lässt sich fixieren oder jedes Mal auswählen.

Die Basis stellt sogar je eine Taste für Festnetz oder Mobilfunk zur schnellen Auswahl zur Verfügung, die allerdings beide englisch beschriftet sind; das Menü spricht deutsch. Sogar ein paralleles Gespräch zu einem übers Mobilteil geführten Telefonat ist via Mobilfunk an der Basis möglich.

Kontakte von Handy und Outlook

Ist eines von maximal zwei Handys verbunden, lässt sich auf dessen Kontakte zugreifen, solange es eingebucht ist. Dauerhaft erhalten bleiben Outlook-Kontakte, die mit der bislang nur für Windows erhältlichen ThinkLink-Software ebenfalls via Bluetooth auf die Basis übertragen werden und dann als „PC-Adressbuch“ abrufbar sind. Zudem lassen sich hier jedem Namen zwei Nummern zuweisen; das „Home-Adressbuch“ akzeptiert dagegen nur eine pro Name.

Kaufberatung: Die besten DECT-Telefone bis 50 Euro

Nachteil: Nur dessen erste beiden Einträge sind via Kurzwahl zu erreichen, auch lassen sich nur hier VIP-Klingeltöne zuweisen und ein Kopieren dorthin ist nicht möglich. Ebenfalls unpraktisch: In allen Adressbüchern werden nur 14 Zeichen pro Kontakt angezeigt. Gänzlich unmöglich ist der Anschluss eines Headsets, weder per Kabel noch via Bluetooth.

Zugriffsrecht: Über das  Mobilteil oder die Basis (oben) lässt sich auf die Kontakte des via Bluetooth verbundenen Handys (rechts) zugreifen
Zugriffsrecht: Über das Mobilteil oder die Basis (oben) lässt sich auf die Kontakte des via Bluetooth verbundenen Handys (rechts) zugreifen ©

Komfortabler Anrufbeantworter

Dank separater Tasten an der Basis ist der Anrufbeantworter mit 60 Minuten Speicher gut bedienbar. Zudem zeigt das Display eingegangene Anrufe an, die sich mit einem Tastendruck abhören lassen. Beides bietet auch das Mobilteil, das eingegangene Anrufe durch Blinken der Vier-Wege-Steuerung signalisiert.

Die Qual der Wahl hat man beim Besprechen des Anrufbeantworters: Während Aufnahmen über das Mikro der Basis klarer und lauter tönten, rauschte es über das Mobilteil weniger. Ebenfalls unterschiedlich ist die Haptik: Die Tasten des Mobilteils knarzen bei beherztem Druck, die Tastatur der Basis wirkt dagegen massiv und gibt etwas klarere Rückmeldung.

Kaufberatung: 8 Festnetz-Provider im Härtetest

Die noch beim CD685 festgestellten Probleme mit der nicht immer reagierenden „0“ waren beim Testgerät indes gelöst. Eine Tastensperre und ein Kalender sind weiter nicht verfügbar. Geblieben sind dagegen Funktionen wie der Wecker, der auf Wunsch nur an Werktagen klingelt.

Das Menü ist ebenfalls unverändert übersichtlich. Dort findet sich beispielsweise die Babyphone-Funktion, die bei einstellbarem Geräuschpegel eine Verbindung zu einem zweiten Mobilteil, zur Basisstation oder zu einer externen Nummer aufbaut. Ein Gegensprechen zur schnellen Beruhigung des Nachwuchses ist nicht möglich, wird aufgelegt, setzt sich die Überwachung fort.

Strikter Sparkurs

Das Messlabor notierte einen sehr niedrigen Stromverbauch von 0,9 Watt im typischen connect-Mix. Damit schafft das Philips eine sagenhafte Standby-Zeit von 32 Tagen und ermöglicht mit knapp 29 Stunden ein mehr als rund um die Uhr dauerndes Gespräch – in Zeiten ständiger europäischer Krisensitzungen kein gar zu abwegiges Szenario.

Die damit befassten Herrschaften könnten auch von den Klangeinstellungen profitieren. Über „Mein Sound“ lassen sich die Profile „warm“, „weich“ oder „klar“ vorgeben. Ersteres ist Standard und bietet die harmonischste Akustik. „Weich“ klingt es etwas unnatürlich, der „klare“ höhenbetonte Modus steigert die Sprachverständlichkeit.

Beim Freisprechen störte allerdings ein ab und zu auftretender metallischer Nachhall. Dennoch empfiehlt sich das SE888 als praktische Kommunikationszentrale sowohl im Familienumfeld als auch im Büro.

 
comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Philips SE888 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Anzeige
x