Testbericht

Phono-Vorverstärker Trichord Dino Mk II

Die Trichord Dino Mk II (500 Euro) mit Standard-Netzteil zeichnet sich nicht nur durch ihre Universalität aus. Jazz/Pop Freunden wird auch ihre druckvoll, lebendige Art gefallen.

  1. Phono-Vorverstärker Trichord Dino Mk II
  2. Datenblatt
Phono-Vorverstärker Trichord Dino Mk II

© Archiv

Phono-Vorverstärker Trichord Dino Mk II

Äußerlich hat die Mk-II-Version der Dino mit der Vorgängerin (6/05) viel gemein. So glänzt auch hier das Acrylglasgehäuse, und es finden sich weiterhin auf der Unterseite zwei DIP-Schalter für jeden Kanal, um die Verstärkung wie auch die Eingangswerte recht fein zu verändern. Innen jedoch haben die Engländer viel verändert. So gibt es nun im Signalweg, bis auf die passive Entzerrung, keine weiteren Koppelkondensatoren, da zusätzliche OPs auftretende Gleichspannungen wegregeln.

Phono-Vorverstärker Trichord Dino Mk II

© Julian Bauer

Die Eingangs-ICs sind nun von THAT (1510). Sie ermöglichen dieselbe Beschaltung wie die zuvor verwendeten SSM 2019 von Analog Devices, sind aber nach Meinung der Briten klanglich besser. Erfreut wird der Fan die teuren Mundorf-Folienkondensatoren für die Entzerrung entdecken, die sich zwischen der ersten und zweiten Verstärkerstufe befinden. Diese ist mit kleinen, sehr impulsschnellen AD 825 OPs aufgebaut.

Im Hörraum war die Sache zwischen der Moon LP 3 und der Trichord Dino Mk II mit Standard-Netzteil ausgeglichen. Was aber nicht heißt, dass beide identisch klingen. Denn die Dino Mk II vermittelte mehr Druck im Bass sowie Grundton und wirkte dadurch souveräner, während sich die LP 3 noch mehr der Feinarbeit hingab. So konnte sie Geigen noch mehr Schmelz verleihen und Orchester weiträumiger darstellen, auch mehr Luft zwischen den Instrumenten zulassen, während sie die Dino mehr in den Vordergrund stellte. So wird der Pop/Jazz-Fan wohl mit der Trichord und der Klassik-Hörer mit der Moon LP 3 glücklich werden.

Trichord Dino MK II

HerstellerTrichord
Preis500.00 €
Wertung54.0 Punkte
Testverfahren1.0

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