Testbericht

Plattenspieler Rega P 3 24 + RB 301

Nur ganz wenige HiFi-Geräte hatten solch einen Einfluss auf Audiophile wie der 1977 vorgestellte Rega Planar 3. Schließlich war er lange Jahre "der" Einsteigerplattenspieler, weil er durch Einfachheit und für seine Preisklasse herausragenden Klang faszinierte.

  1. Plattenspieler Rega P 3 24 + RB 301
  2. Datenblatt
Rega P 3 24

© Archiv

Rega P 3 24

Optisch stellt der P 3 24 eine Hommage an die erste Generation dar. Die Grundplatte ist nun wieder frei von der Anfräsung, den die zweite Generation mit dem Zusatz 2000 aufwies. Auch geriet sie nun wieder dünner. Zwar nutzen die Entwickler in Southend on Sea (Grafschaft Essex) weiterhin die resonanzdämpfenden Eigenschaften einer nur leicht verdichteten Faserplatte (LDF), bekleben diese aber oben und unten mit einem Laminat aus Phenolharz. Ergebnis: eine dünnere Platte, die aber steifer als beim Vorgänger P 3 2000 ist. Dass man sich dann weiter im üppigen Rega-Baukasten bediente, verwundert bei den britischen Pragmatikern nicht. So behielten sie die leider nicht höhenverstellbaren Gummifüße bei, die schon das Urmodell besaß. Auch das extrem eng tolerierte Lager mit Bronzebüchse, in der sich eine Edelstahlachse auf einer Edelstahlkugel dreht, ist ein guter alter Bekannter. Der Kunststoffunterteller sowie der mit einer Filzmatte belegte Glasteller sind ebenfalls seit den ersten Planars Bestandteil der Konstruktion.

Neu hingegen ist, dass der P 3 24 den Motor der größeren Modelle P 5 (1/06) und P 7 (9/04) spendiert bekam. Es handelt sich um ein 24-Volt-Synchronmodell von Premotec, das den Namenszusatz 24 erklärt und dem Rega eine besonders laufruhige Arbeitsweise nachsagt. Und wie schon beim P 5 kann König Kunde zwischen zwei Motorsteuerungen wählen. In der Basisvariante versorgt ein kleiner Steckertrafo eine einfache Phasenschieber-Schaltung, die an der Unterseite der Grundplatte sitzt. Sinnvoll ist hierbei, dass die Phase der für einen Synchronmotor nötigen zwei Schwingungen per Poti optimiert werden kann und so der Motor ruhiger läuft.

Kundenfreundlich ist, dass man das TTPSU auch nachträglich für 300 Euro erstehen und ohne Umbau anschließen kann. So steht einem nachträglichen Aufstieg nichts im Wege, außer dass man unterm Strich 50 Euro mehr ausgibt.

Ausgiebig feilte Gandy auch am Tonarm. Der brandneue RB 301 besitzt das für Rega übliche Aluminium-Druckgussteil, bei dem Headshell und Tonarmrohr aus einem Stück bestehen, doch spendierte er ihm die gleiche Antiskating wie beim größeren Bruder RB 700. Die Befestigung des RB 301 auf der Grund-platte ist nun ebenfalls an drei Punkten realisiert. Dadurch wird weniger Druck auf die horizontalen Lager ausgeübt, was sich klanglich positiv auswirkt. Gegenüber dem RB 700 besteht das Montageteil nicht aus massivem Edelstahl, sondern ist kostengünstiger aus Kunststoff ausgeführt. Das oft kritisierte simple Kabel des Vorgängers RB 300 wich der höherwertigen Version mit soliden Metallsteckern der größeren Modelle.

Dass die für Rega-Plattenspieler typischen Klangeigenschaften auch beim P 3 24 nicht verloren gingen, nahmen die Tester im Hörraum freudig wahr. So gefiel die Basisvariante mit lebendigem Klang und spontaner Musikalität. Zwar ist auch der P 3 24 kein Tiefbasswunder, doch glänzte er dadurch, dass man ein sehr gutes Zusammenspiel der Musiker wahrnehmen konnte. Nur im direkten Vergleich mit teureren Modellen fiel auf, dass er winzige Details lieber wegließ als sie falsch darzustellen. So errang diese charmante Musikmaschine locker ein stereoplay Highlight.

Rega P 3 24 + RB 301

HerstellerRega
Preis700.00 €
Wertung41.0 Punkte
Testverfahren1.0

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