Testbericht Playstation Vita im Test
Fans hatten den 22. Februar 2012, das offizielle Erscheinungsdatum der Playstation Vita, schon lange rot im Kalender markiert. Jetzt ist es soweit, das Objekt der Begierde liegt in der Hand. Ein gutes Gefühl: Gewicht und Abmessungen sind gut aufeinander abgestimmt. Bekannte Bedienelemente vom Vorgänger Playstation Portable, wie die Steuerkreuze und die Playstation-Tasten sowie die beiden Tasten oben rechts und links, finden sich auch auf der Vita wieder. Ansonsten ist alles neu: Zentrales Element ist der 5 Zoll große kapazitive OLED-Multi-Touchscreen. Links und rechts davon sitzen zwei Thumbsticks, mit denen sich vor allem Shooter und 3rd-Person Adventures präziser steuern lassen.
Die Kraft der vier Kerne
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Sony veranschlagt 250 Euro für die Wi-Fi-Version, 300 Euro werden für die 3G-Variante fällig. Beim exklusiven Netzanbieter Vodafone ist die PS Vita für 49,90 Euro zuzüglich zu den monatlichen Vertragskosten von etwa zehn Euro zu haben. Die Vita ist also kein billiges Vergnügen, zumal die Spiele ebenfalls mit Preisen um die 40 Euro ins Budget fallen. Dafür bekommen vor allem Hardcore-Gamer eine Art eierlegende Wollmilchsau an die Hand.
Für welche Version – Wi-Fi oder 3G – man sich letztendlich entscheidet, hängt von den Einsatzgebieten ab. Wer die Onlineanbindung für Multiplayerspiele unterwegs nicht unbedingt braucht, der kann auch getrost die Wi-Fi-Version wählen; das gilt vor allem für Smartphone-Besitzer, die in Sachen mobiles Internet sowieso gerüstet sind. Eine weitere Möglichkeit ist, sich vom Netzanbieter eine zweite Karte (Multi-SIM) zu besorgen und den bestehenden Datenvertrag mit zu nutzen.
Extrawürste à la Sony
Dass Sony in Sachen Speichermedium wieder eigene Wege geht, war zu erwarten. So gibt es drei verschiedene PS-Vita-Speicherkarten mit 4 (um 20 Euro), 8 (um 35 Euro) oder 16 Gigabyte Speicher (um 50 Euro). Wir empfehlen, gleich zur 16-Gigabyte-Variante zu greifen, da die Spiele recht speicherintensiv sind (500 MB bis 3,5 Gigabyte).
Im Vorfeld wurde in einschlägigen Foren wild spekuliert, mit welchem Betriebssystem die PS Vita an den Start gehen würde. Auch hier baut sich Sony – ähnlich wie bei den Speicherkarten – sein eigenes Ökosystem. Anstatt sich ein x-beliebiges Android-System zurechtzuschustern, hat man der Vita ein eigenes Betriebssytem spendiert. Die Menüs sind mit verschiedenen Icons versehen, die sich mit einem Langdruck auch beliebig verschieben lassen. Dies gelingt meist gut, aber nicht ganz so einfach wie bei den meisten Smartphone-Betriebssystemen.
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Und wie spielt sich’s?
Unter den zum Markstart verfügbaren Spielen gefiel vor allem „Uncharted Golden Abyss“, denn es nutzt das Potenzial der Playstation Vita richtig gut aus. So kann man die Touchoberfläche auf der Rückseite verwenden, um Schätze und andere Funde in den Händen zu drehen oder um Seile hinaufzuklettern. Mit dem Touchscreen werden verstaubte Oberflächen gesäubert – einfach genial! Zusammen mit Wipeout 2048 hat Uncharted auch die beste Grafik unter den Starttiteln. Andere Spiele wie ModNation Racers Road Trip und Ridge Racer wirken dagegen noch ein wenig halbgar. Hier sind jedoch die Spieleentwickler gefragt.