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Testbericht Porsche Design P9981 im Test

von
Blackberry Posche Design P9981
Labortest
64,6 %
Zuletzt aktualisiert: 23.09.2014
Porsche Design P'9981
Smartphones
Pro
  • gute Funkeigenschaften
Contra
  • schwache Ausdauer
Fazit

Das Porsche Design P?9981 für 1475 Euro ist die Edel-Variante eines Blackberrys.

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Wenn diese Firma sich eines Produkts annimmt, wird es edel. Doch kann das neue Smartphone von Porsche Design auch im Einsatz überzeugen? Der Test von connect gibt die Antwort.

Der Porsche 911 ist eine, wenn nicht die Stilikone unter den Sportwagen. Da war es naheliegend, dass Professor Fer­dinand Porsche anno 1972 mit Porsche Design einen Ableger der Flitzerschmiede schuf, der die anspruchsvolle Klientel mit Sonnenbrillen, Reiseaccessoires, Uhren, Schreibgeräten und mehr versorgt – wobei das Augenmerk selbstredend auf exklusivem Design und edlen Materialien liegt. Selbst ein Handy hatte man frühzeitig im Programm, seinerzeit mit Sagem entwickelt. Auch das neue Smartphone ist eine Nummer zu komplex, um von einem branchenfremden Unternehmen allein gestemmt zu werden, bei der Entwicklung stand RIM zur Seite. Folgerichtig heißt das gemeinsame Kind mit vollem Namen Porsche Design P‘9981 Smartphone von Blackberry.

Erprobte Business-Basis

Neben dem deutschen  zeugen drei weitere Netzadapter im Lieferumfang davon, dass von P’9981-Besitzern erhöhte Reise-tätigkeit erwartet wird.
Neben dem deutschen zeugen drei weitere Netzadapter im Lieferumfang davon, dass von P’9981-Besitzern erhöhte Reise-tätigkeit erwartet wird. ©

Als Grundlage setzten die Designer auf den Blackberry Bold 9900, der auch die Redakteure von connect voll überzeugen konnte, in der Bestenliste belegt er seither mit „sehr guten“ 425 Punkten Platz 2 unter den Smartphones mit echter QWERTZ-Tastatur. Auch in Sachen Verarbeitung setzt gerade dieser Blackberry Standards, die bei Mobiltelefonen diesseits von Vertu und TAG Heuer keinen Vergleich zu scheuen brauchen – das hochgelobte iPhone 4S ist allenfalls einen Hauch besser verarbeitet. Porsche Design hat sich also eine sehr anspruchsvolle Grund­lage als Basis für das P‘9981 gewählt.

Das liegt im etwas breiteren Format und der flachen Bauweise nahe am Original. Doch bei der Front setzt das Mobiltelefon von Porsche Design auf matte champagner­farbige Metalloptik in Kombination mit schwarz glänzendem Glas. Das wirkt edel, was durch den tief eingesenkten Porsche-Design-Schriftzug oberhalb des Displays noch unterstrichen wird.

Die dreidimensionale Ausformung der Bold-9900-Tasten ist beim P‘9981 nur stilisiert vorhanden, die nur in dunkler Umgebung gut hinterleuchtete Beschriftung ist bei Tageslicht sehr kontrastarm ausgeführt. Das führt dazu, dass das Tippen auf dem Porsche-Design-Gerät anstrengender ist als auf dem in dieser Beziehung vorbildlich großen Bold. Hier geht die Funktionalität ein wenig auf Kosten des absolut wertig wirkenden, modernen Designs. Wer einen weiteren Beweis des hohen Anspruchs von Porsche Design braucht, sollte sich die im Lieferumfang befind­liche elegante Docking Station anschauen. Diese dient dem Laden, aber auch zur Synchronisation von Medien- und Outlook-Daten. Zudem können sowohl Anwendungen als auch Funktionen wie Wi-Fi gezielt beim Einstecken in die Docking Station gestartet werden.

Ebenfalls im Lieferumfang finden sich vier Ladeadapter mit Netzsteckern für die verschiedensten Länder. So kann der Business-User auf den Trip nach London gleich das passende Netzteil mitnehmen. Seinem Anspruch als Luxusanbieter wird Porsche Design auf jeden Fall gerecht.

Ausstattung und Handhabung

Der Augmented-Reality-Browser  Wikitude ist in einer auf Porsche Design  gebrandeten Version installiert.
Der Augmented-Reality-Browser Wikitude ist in einer auf Porsche Design gebrandeten Version installiert. ©

Doch Luxus ist nicht nur eine Frage von Verarbeitung und mitgelieferten Extras, in erster Linie müssen die Grundlagen stimmen. Und das tun sie hier: Das fängt beim brillanten Display an, das für die Größe ausgezeichnete 640 x 480 Pixel bietet – darauf kommt die speziell von Porsche Design gestaltete Nutzeroberfläche bestens zur Geltung. Die eigenständigen Icons sind von eingefleischten Blackberry-Nutzern schnell der dahinter liegenden Funktion zugeordnet. Dank kräftigem Snapdragon-Prozessor reagiert der Touchscreen sehr flink auf Gesten. Im Gegensatz zu den verbreiteten, besonders intuitiven Betriebssystemen braucht auch das Blackberry-7-OS des P‘9981 etwas Eingewöhnungszeit, begeistert dann aber mit vielen Shortcuts für eine besonders effektive Bedienung.

Auch bei der Softwareausstattung sorgen RIM und Porsche Design für ein von Anfang an stimmiges Paket. Neben den sowieso überdurchschnittlichen Business-fähigkeiten stehen Apps für Twitter und Facebook bereit, dazu der in vielen Ländern sehr beliebte Blackberry-Messenger, aber auch seine Alternativen von Windows Live und Google. Bei den Blackberry-Messenger-Diensten kommt dem P‘9981 zugute, dass Porsche-Design-Phones eigene Blackberry-PIN-Nummern besitzen, so kann der exklusive Kreis bei Wunsch auch unter sich bleiben.

Zu den spannenden Programmen gehört der vorinstallierte Wikitude-Augmented-Reality-Browser, der – ber Kamera, Kompass und GPS gesteuert – Informationen über besondere Objekte der Umgebung preisgibt. Hilfreich für Vielreisende kann die Blackberry Travel App sein, die bei der Flug- und Hotelbuchung hilft sowie Reise­daten aktualisiert.

Ein Passwort-Manager sorgt dafür, dass  Geheimnisse auf dem P9981 gut aufgehoben sind.
Ein Passwort-Manager sorgt dafür, dass Geheimnisse auf dem P9981 gut aufgehoben sind. ©

An Speicher stehen 6 Gigabyte zur Verfügung, zudem legt Porsche Design eine großzügige 16-Gigabyte-Karte für den Micro-SD-Steckplatz bei. Damit hat das P‘9981 eine solide Grundlage für eine umfassende Musiksammlung. Oder für Bilder, die die 5-Megapixel-Kamera in überdurchschnittlicher Qualität aufnimmt.

Gut vorbereitet für die nahe Zukunft ist das P‘9981 auch durch den eingebauten NFC-Chip, der sich schon bald als Zahlalternative zur Kreditkarte anbietet, wie etwa die Zertifizierung durch Visa andeutet.

Ausdauer, Akustik und Funk

Im Labor sollte das P‘9981 naturgemäß ähnliche Resultate erzielen wie der Bold 9900. Doch die Ausdauermessungen zeigten gerade beim Ruhestrom deutliche und reproduzierbare Unterschiede – unabhängig davon, in welches Netz das Porsche-Design-Smartphone eingebunden war. Das führte in dieser kritischen Disziplin zu Punktabzug. knapp vier Stunden lassen sich aber auch mit dem P‘9981 im Nutzungsmix durcharbeiten, Telefongespräche im D- und E-Netz dürfen zwischen sieben und achteinhalb Stunden dauern, bei UMTS sind drei Stunden drin. Akustik- und Funkeigenschaften liegen auf dem hohen Niveau, das man von einem Luxusgerät erwarten kann.

Und ein Luxus-Smartphone ist das Porsche Design P‘9981 für 1475 Euro. Es muss es nicht unbedingt haben, es kann aber ungemein befriedigen.   

 
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Inhalt
  1. Porsche Design P9981 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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