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Testbericht Prada Phone by LG 3.0 im Test

von
LG Prada Phone by LG 3.0
Labortest
62,4 %
Zuletzt aktualisiert: 22.08.2014
LG Prada Phone by LG 3.0
Smartphones
Pro
  • sehr edles Outfit
  • Fotos und Videos exzellent
  • hohe Bediengeschwindigkeit
Contra
  • im UMTS-Einsatz mit leichten Schwächen
Fazit

Unterm Strich eine überzeugende Vorstellung.

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Das Prada Phone by LG 3.0 will sich für technisch wie optisch anspruchsvolle Kunden empfehlen – mit Erfolg, wie unser Test zeigt.

Die Kooperation zwischen dem koreanischen Elektronikspezialisten LG und dem exklusiven Modelabel Prada trägt seit ihrem Beginn im Jahre 2006 nun bereits zum dritten Mal Früchte. Nach einem Touchscreen- und einem Tastaturhandy gibt es nun mit dem Prada Phone by LG 3.0 für 699 Euro auch das erste Smartphone. Keine Frage, dass wir das Designerstück gleich zum Labortest gebeten haben.

Elegant und exklusiv

Bereits die Verpackung macht Eindruck, zeigt der schwarze Karton doch die pradatypische Saffiano-Prägung. Das Smartphone ist stilgemäß auf ein Samtkissen gebettet. Überraschung: Neben dem üblichen Zubehör wie Benutzerhandbuch, Datenkabel und Ladegerät findet der Käufer auch ein attraktives In-Ear-Headset in der Schachtel. Optional sind zudem eine Docking-Station mit HDMI-Anschluss für den Flatscreen, ein Bluetooth-Headset und verschiedene Täschchen zu bekommen. Alles selbstverständlich in besonders eleganter Ausführung.

Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite wird über eine eigene Taste auf der Stirnseite gestartet. Videos nimmt sie in Full-HD auf.
Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite wird über eine eigene Taste auf der Stirnseite gestartet. Videos nimmt sie in Full-HD auf. ©

Doch wenden wir uns dem Hauptdarsteller zu: Das Prada Phone by LG 3.0 ist an seiner dicksten Stelle gerade mal 9,5 Millimeter hoch und gefällt mit sanft abgerundeten Gehäusekanten und einer Displayumrandung in dunklen Chrom. Auf der Stirnseite sitzen neben der 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Kopfhörer auch ein Micro-USB-Anschluss mit einer Schiebeabdeckung sowie zwei Tasten für Ein/Aus/Displaysperre und zum Starten der Kamera. Den Akkudeckel ziert ebenfalls das auffällige Saffiano-Dekor. Dass die Abdeckung aus Kunststoff gefertigt ist, will aber nicht so recht ins ansonsten sehr edle Outfit passen. Der sehr guten Griffigkeit des Prada- Smartphones tut dies jedoch keinen Abbruch.

Display setzt neue Maßstäbe

Auf der Front geht es da schon wesentlich feiner zu, denn die Displayabdeckung besteht aus Glas. Darunter verbirgt sich ein leuchtstarker, 4,3 Zoll großer Nova- TFT-Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln. Die von LG versprochene Helligkeit von sagenhaften 800 cd/m2 erreicht das Testgerät zwar nicht, lieferte mit maximal 705 cd/m2 bei vollflächiger weißer Ausleuchtung jedoch auch so einen Bestwert für Displays dieser Größenordnung.

Fotos und Videos werden entsprechend exzellent in Szene gesetzt. Unterhalb der Anzeige befinden sich die üblichen vier Sensortasten mit besonders fein gezeichneten Symbolen.

Der Startbildschirm zeigt sich edel in Schwarz und Weiß.
Der Startbildschirm zeigt sich edel in Schwarz und Weiß. ©

Angepasste Benutzeroberfläche

Doch nicht nur von außen gibt sich das Prada-Smartphone ausgesprochen elegant, auch die Benutzeroberfläche des Android-2.3.7-Modells (ein Update auf Android 4.0 soll folgen) wurde überarbeitet. Hier dominieren die Farben Schwarz und Weiß. Lediglich die Google-Symbole und vom Nutzer heruntergeladene Apps tragen einen Farbanstrich. Doch nicht mehr lange: Ein spezielles Programm soll zukünftig auf Wunsch für Abhilfe und eine gleichbleibend edle Optik im Zweifarbmodus sorgen. Zum Testzeitpunkt war dieses Tool
noch nicht verfügbar.

Der Homescreen des Prada Phones bietet sieben Ebenen, die sich mit Widgets, Verknüpfungen und Ordnern vom Nutzer konfigurieren lassen. Wie das in Anordnung und
Darstellung einstellbare Hauptmenü, tragen auch die Widgets den Prada-Look in Schwarz-Weiß und sorgen so für ein einheitliches Bild. Die Bedienung gelingt Androidtypisch problemlos, und die hohe Bediengeschwindigkeit des Prada Phones by LG 3.0 ermöglicht das flotte Zappen durch die verschiedenen Menüebenen.

Ausstattung auf Topniveau

Auch in puncto Ausstattung hat das Prada einiges zu bieten. Um Office-Dokumente kümmert sich etwa Polaris Office, mit dem sich entsprechende Dateien nicht nur betrachten, sondern auch bearbeiten und erstellen lassen. Über die Software LG PC Suite 5, die es kostenlos auf der LG-Homepage zum Download gibt, kann man das Smartphone auch mit dem heimischen PC und Outlook synchronisieren.

Neben Mediadateien kommen auf diesem Weg auch Kontakte und Kalendereinträge auf das LG. Weiter geht es mit dem Android-Browser, der mit flottem Seitenaufbau und einfacher Bedienung gefällt. Der Automodus bietet extra große Symbole für die Bedienung während der Fahrt, dank Smart Share klappt auch das Streaming von Medien komfortabel.

Den Unterhaltungspart übernehmen das UKW-Radio inklusive RDS sowie der gute Musicplayer, der eine attraktive Coverflow-Darstellung bietet. Die mitgelieferten Kopfhörer gefallen mit einer ausgewogenen Klangperformance. Fotos fängt eine 8-Megapixel-Kamera mit Fotolicht und Autofokus ein. Gestartet wird der Bildfänger über eine Taste auf der Stirnseite, die gleichzeitig auch als Auslöser fungiert. Der eigene Drücker ist begrüßenswert, die Platzierung allerdings gewöhnungsbedürftig. Videos zeichnet das LG in Full-HD mit 1920 x 1080 Pixeln auf und  gibt entsprechende Filme in dieser Auflösung auch wieder.

Technisch ist das Prada Phone by LG 3.0 auf dem aktuellen Stand. Die Regie führt ein Dual-Core-Prozessor mit 1 GHz aus dem Hause Texas Instruments, der auf 1 GB Arbeitsspeicher bauen kann. Für den Nutzer stehen 2 GB als Systemspeicher für Apps bereit und etwa 4 GB für Dateien jeglicher Art. Wem dies nicht genügt, der
kann über den etwas ungünstig unter dem Akkudeckel platzierten Micro-SD-Slot aufrüsten. HSPA+, NFC, n-WLAN inklusive DLNA, Wi-Fi Direct und WLAN-Tethering komplettieren das reichhaltige Vernetzungsangebot.

Gute Ausdauer, toller Empfang

Im Labor der TESTfactory mussten bereits einige LG-Smartphones Federn lassen – da war die Spannung natürlich groß, wie sich das Prada hier schlagen würde. Um es kurz zu machen: Ausgesprochen gut. Während es im praxisrelevanten Mischbetrieb (typische Ausdauer) mit 4:30 Stunden noch Luft nach oben gibt, bietet die GSM-Gesprächszeit mit maximal 15 Stunden jede Menge Reserven. Auch die rauscharme, in beide Richtungen gut verständliche Akustik ist über jeden Zweifel erhaben.

Bei den Empfangsmessungen gab es ein geteiltes Bild: im GSM-Netz gut, im UMTS-Einsatz mit leichten Schwächen. Sei’s drum, unterm Strich eine überzeugende Vorstellung.

 
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Inhalt
  1. Prada Phone by LG 3.0 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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