Testbericht

Praxistest: Das iPad als E-Book-Reader

Mit eigenem E-Book-Store und vielseitigen Reader-Apps bietet das iPad eine konkurrenzlose Auswahl an digitalen Inhalten.

iPad Tabletrechner

© Margrit Lingner

iPad Tabletrechner

Bei der Entscheidung für ein digitales Lesegerät  ist das damit abrufbare Leseangebot das weitaus wichtigere Feature als etwa die Hardware-Ausstattung. Denn nicht jedes E-Book kann auf jedem  E-Book-Reader gelesen werden, und nicht jedes Lesegerät bietet die passende Auswahl an Inhalten - proprietäre Formate und unterschiedliche Kopierschutz-Vorkehrungen bremsen die Flexibilität beim digitalen Lesen.

Bei Amazon ist man beispielsweise im Ökosystem aus Kindle-Store und Kindle-Reader gefangen; immerhin können im Kindle-Store gekaufte E-Books mit der kostenlosen Kindle-App auch auf Smartphones und Tablet-PCs genutzt werden.

Auch Apple zieht beim E-Reading sein eigenes Ding durch und macht mit einem proprietären Kopierschutz das Formate-Chaos perfekt. Hierzulande am weitesten verbreitet und mit den allermeisten Readern kompatibel ist das Epub-Format, das mit wenigen Hundert Kilobyte nur geringfügig Speicherplatz belegt.

So setzt auch Apple auf Epub, versieht es allerdings mit einem eigenen Kopierschutz, genannt FairPlay-DRM. Das macht es unmöglich, im Apple-eigenen iBook-Store gekaufte E-Books auf anderen Lesegeräten darzustellen, ebenso können mit dem in Deutschland gängigen Adobe-Kopierschutz versehene Epub-Bücher nicht auf dem iPad gelesen werden.

Wer im iBook-Store nichts findet oder bereits erworbene E-Books auf dem Pad nutzen möchte, kann vom Start weg lediglich kopierschutzfreie Epubs und PDF-Dokumente via iTunes synchronisieren und lesen. Doch wie so oft in der Apple-Welt machen Apps den Unterschied: So kommen etwa mit der kostenlosen txtr-App auch Adobe-DRM-geschützte Epubs auf das iPad; einige Verlage bieten im App-Store neben E-Books auch eigene Medien-Apps für die elektronischen Ausgaben ihrer Zeitungen und Zeitschriften an.

Bei einem Abo-Abschluss werden die Inhalte unaufgefordert auf das iPad gepusht, ein Prinzip, das der Kindle-Reader vorgemacht hat. Grundsätzlich liegen elektronische Periodika in der Regel im Epub- oder PDF-Format vor und sind somit weitgehend unabhängig vom Lesegerät.

Praxistest iPad als E-Book-Reader

© Apple

Unterm Strich bietet das iPad dank iBooks und App-Store das breiteste Leseangebot und hält die eigene Bibliothek via iTunes-Sync stets griffbereit, auch wenn E-Books aus Speicherplatzgründen vorübergehend vom Gerät gelöscht werden müssen. Auch die Leseeinstellungen sind mit Markier- und Notizfunktion, Volltextsuche, Lesezeichen und Schrift- wie Helligkeitsregelung vom Feinsten.Allerdings ist längeres Lesen auf dem TFT-Screen besonders bei bilderarmen Romanen für die Augen ermüdend, mit der Sonne im Rücken gar unmöglich.

Das iPad spielt seine Stärken bei der Einbindung von multimedialen Inhalten und interaktiven Anwendungen innerhalb von Illustrierten aus und ist somit eher ein Lesegerät für Nachrichtenmagazine und Comics denn für seitenstarke Romane.

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