Testbericht

Prestigio Grace im Test

Das Prestigio Grace achtet auf die schlanke Linie. Ob das edle, 6 Millimeter schlanke 5-Zoll-Android-Phone im Test umso kräftiger punkten kann, klärt connect hier.

  1. Prestigio Grace im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Prestigio Grace

© Prestigio

Prestigio Grace

Pro

  • schlanke Bauform
  • gute Verarbeitung
  • kontrastreiches 5-Zoll-Display
  • flotte Performance

Contra

  • geringe Ausdauer
  • nur 16 GB Speicher, nicht erweiterbar
  • Akku fest eingebaut
  • kein LTE
73,2%

Prestigio? Die Firma mit Sitz in Zypern ist erst zehn Jahre jung, aber bereits in 85 Ländern aktiv. Jetzt soll das in Schwarz oder Weiß erhältliche Prestigio Grace die Marke hierzulande bekannt machen. Das schlanke Gerät auf Android-4.4-Basis entstand zusammen mit dem chinesischen Hersteller Gionee und geht auf dessen superdünnes Elife S5.5 zurück.

Gehäuse: Edle Anmutung

Das stabile, tadellos gefertigte Gehäuse des Grace zeigt klare Kanten, ist kaum 6 Millimeter stark und trägt kaum auf. Die ein wenig ungünstig in der Ecke platzierte Kamera mit 13-Megapixel-CMOS-Sensor von Sony und mit LED-Licht beansprucht gut einen Millimeter mehr in der Höhe.

Beim Fotografieren stellte der Autofokus schnell scharf, die Auslöserverzögerung war kurz. Aufnahmen bei Tageslicht boten eine ansprechende Qualität mit tendenziell etwas kühler Farbgebung und solider Detailarbeit. In dunklerer Umgebung und bei Kunstlicht trübten die unempfindliche Blitzautomatik und Bildrauschen den Fotospaß. Selbstporträts schießt die 5-Megapixel-Frontkamera mit Weitwinkel-Optik.

Display: Ansehnlicher Full-HD-Screen

Als Blickfang dient eine kontraststarke Super-AMOLED-Anzeige mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 266 cd/m2 Helligkeit. Der Touchscreen des Prestigio Grace reagiert wie gewünscht unverzüglich auf Fingerberührungen. Die angekündigte Bedienung mit Handschuhen klappte indes nicht wie erhofft.

Prestigio Grace

© Prestigio

Der Akkudeckel lässt sich beim Prestigio Grace nicht abnehmen.

Gorilla Glass 3 macht das gegen Fingerabdrücke anfällige, ansonsten gut ablesbare 12,7-cm-Display fit für den Alltag, zudem veredelt 0,4 mm starkes Corning-Schutzglas die Rückseite. Den noblen Materialmix vervollständigt ein Rahmen aus Magnesiumlegierung, der die Antennen bereitstellt: Eine sendet und empfängt in den gängigen 3G/2G-Mobilfunkstandards, HSDPA wird mit bis zu 21 Mbit/s unterstützt, LTE bleibt außen vor. Antenne zwei ist zuständig für den Austausch mit den GPS-Satelliten sowie für die Funkübertragung in den Standards Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11 b/g/n.

Sowohl über den rückseitigen Lautsprecher als auch über das mitgelieferte Headset hätte sich Musik pegelfester und basskräftiger anhören können. So klingt das Prestigio Grace, wie es aussieht: schlank.

Ausstattung: Genügend Rechenpower

Hardware und Performance überzeugen: Der Mediatek-Systemchip enthält acht Prozessoren des Typs ARM Cortex A7, die mit bis zu 1,7 GHz getaktet sind. Mit 2 GB ist der Arbeitsspeicher großzügig bemessen. Da das Prestigio Grace keinen Micro-SD-Einschub bietet, erscheinen die 16 GB Flashspeicher knapp.

Prestigio Grace

© Prestigio

Das Grace hat neben dem Google- Programmpaket auch Apps für die Prestigio-Web-Angebote an Bord.

Software: Android, nur leicht modifiziert

Das kaum modifizierte Android 4.4.2 und gängige Anwendungen laufen auf dem Grace rund. Und es gibt praktische Neuerungen: So führt ein behutsamer Fingerwisch vom Sperrbildschirm direkt zum favorisierten Programm. Auch stellt die Multistart-Oberfläche eine anpassbare Startleiste bereit, über die unter anderem Facebook, der Musik-Player oder die Websuche über den Lock-Screen ohne Umwege erreichbar sind.

Dass Prestigio mehr als eine Smartphone-Marke ist, zeigen vorinstallierte Apps für das hauseigene Web-Angebot. Ein Beispiel: Wer sich bei Prestigio registriert, erhält für ein Jahr satte 200 GB Onlinespeicher gratis. Ein eigener App-Shop sowie ein E-Book-Store ergänzen die Palette.

Messwerte und Fazit: Mehr Licht als Schatten

Das Prestigio Grace punktet mit guten Sende- und Empfangsleistungen in den GSM- und UMTS-Netzen. Die Ergebnisse der Akustikmessungen fallen magerer aus, und im praxisorientierten connect-Nutzungsmix hielt der fest eingebaute 2300-mAh-Akku nur 4:39 Stunden durch. Die Gesprächszeiten waren aber vorzüglich. Unterm Strich macht das smarte Grace im Test eine gute Figur.

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