Testbericht

PSB Imagine T im Test

Die Imagine T vom kanadischen Hersteller PSB wirkt mit ihren moderaten Abmessungen und den vielfältigen Rundungen optisch ausgesprochen attraktiv. Ob auch der Klang überzeugt, zeigt der Test.

PSB Imagine T

© Hersteller/Archiv

PSB Imagine T
PSB Imagine T

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PSB Imagine T

Die Form ist viel weniger streng als bei den in dieser Klasse weit verbreiteten Quadern. Vollständig plan geriet an dieser Box nur die Bodenplatte. Die aufwendige Bauweise reduziert mitschwingende Flächen auf ein Minimum. Flächenbündig eingelassene Chassis und der Verzicht auf scharfe Kanten helfen, glatte Schalldruckkurven zu erzielen.

Abgesehen von der Schallwand sind alle sichtbaren Flächen in Echtholz gekleidet. Glanzlack ist ebenfalls verfügbar, kostet allerdings paarweise 300 Euro Aufpreis. Die hohe Sorgfalt macht auch vor der Rückwand nicht Halt, wo die Mündungen der beiden Reflexrohre in die Rundungen einbezogen sind. Anwender können die Öffnungen mit vorgefertigten Stöpseln verschließen und so das Bassvolumen subtil justieren.

PSB setzt auf steilflankige Frequenzweichen und kann so die Treiber wirksamer trennen sowie breitbandiger ansteuern. Daher beginnt das Einsatzgebiet des Hochtöners bereits bei 1800 Hertz. Eine hochfeste Titanmembran und kühlendes Ferrofluid im Luftspalt verleihen dem Chassis die hierzu unabdingbare Robustheit.

Die zwei Konuschassis sind im Bassbereich parallel geschaltet und arbeiten bis 800 Hertz synchron. Darüber ist nur noch ein Treiber im Einsatz, was die räumliche Präzision fördert und eine übermäßige Richtwirkung verhindert.

PSB Imagine T: Auffallend ausgereift

Trotz knapper Membranflächen erreicht die Imagine T satte 104 Dezibel Endschalldruck. Der Watthunger (siehe Bedarfsprofil bei den Messwerten) fällt für eine derart kompakte Box erfreulich gering aus. Hier kann sich die PSB deutlich von der Neat absetzen, die den treibenden Verstärker wesentlich intensiver beansprucht.

Die Imagine T erschien klanglich nicht ganz so filigran und lebhaft wie die ähnlich zierlich geschnittene Neat. Dafür beeindruckte sie mit einer sehr kontrollierten und übertreibungsfreien Spielweise, die vorbildlich neutral daherkam.

Tatsächlich lag die Stärke der PSB in der Abwesenheit von Schwächen oder störenden Eigenheiten. Im ersten Moment mochte der große Kick fehlen, doch je mehr sich die Vergleiche hinzogen, umso mehr machte sich der enorme Reifegrad der Imagine T bemerkbar. Man will sie nach einer gewissen Zeit gar nicht mehr ausschalten.

Bewertung / Stereoplay Testurteil: PSB Imagine T

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Testwertung: PSB Imagine T

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