Testbericht

Samsung BD-P2500

Im Samsung steckt ein Silicon-Optix- Reon-Chip, sozusagen das High-End-Modell unter den Videoprozessoren.

  1. Samsung BD-P2500
  2. Datenblatt
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© Archiv

Am Samsung-Player findet sich ein USB-Host-Steckplatz - allerdings ausschließlich für das Aktualisieren der Firmware.

Videochips für jeden Geschmack

Alle Testkandidaten beherrschen Full-HD, also 1080 mal 1920 Pixel im Vollbildmodus, problemlos auch in der originalen Kino-Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde. Ausgegeben wird diese Auflösung nur per HDMI; die analogen YUV-Ausgänge erlauben die 1080-Pixel-Größe lediglich im Halbbild-Verfahren. Besonders interessant: In allen drei Geräten kommen für die Bildverarbeitung unterschiedliche Videochipsätze zum Einsatz. Im Samsung steckt sogar ein Silicon-Optix- Reon-Chip, sozusagen das High-End-Modell unter den Videoprozessoren.

Die Ergebnisse mit Blu-ray-Video waren bei allen ähnlich gut: flüssige, stabile Bewegungen, kontrastreiche Farben, sauber interpolierte Linien. Erst spezielle Testscheiben offenbarten die leichten Schwächen im HD-Bild: Panasonic und Samsung boten nur eine befriedigende Rauschunterdrückung;  Im Vergleich zur HD-Leistung erheblich teurerer Player mussten sich die drei günstigen Vertreter freilich beileibe nicht verstecken. Bedauerlich aber, dass zum Beispiel der Samsung nicht auf die Noise-Reduction-Optionen des Reon-Chips zurückgreifen kann: Diese stehen nur bei der normalen DVD-Wiedergabe zur Verfügung. 

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© J. Winkler, MPS-Fotostudio

Verwirrend: Der 7.1-gang ist löblich; der fehlende Digital-Cinch-Anschluss aber weniger.

Dort werden sie aber auch dringend gebraucht. Durch die Aufbereitung der PAL-Bilder für HD-fähige Bildschirme - die Auflösung verfünffacht sich dabei - wird auch die Körnung verstärkt. Der Samsung konnte sich dank der Rauschunterdrückung noch elegant aus der Affäre ziehen.

Ausgangssperre

Der größte Unterschied zu teureren Blu-ray-Playern zeigt sich jedoch in der Akustikausstattung - beispielsweise beim Blick auf die analogen Ausgänge. 

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© J. Winkler, MPS-Fotostudio

Verborgen: Die Videoplatine in der Mitte zeigt erst beim Ausbau ihren Schatz - den unübersehbaren Reon-Chip.

Beim Samsung fehlt der Digital-Cinch-Steckplatz neben dem optischen Ausgang. Dafür aber bietet er immerhin eine kleine Analog-Platine mit einem 7.1-Ausgang. Besitzer eines betagteren AV-Receivers ohne passende HDMI-Schnittstelle können also zumindest analog in den Genuss eines Dolby-TrueHD-Soundtracks kommen. Der kleingedruckte Hinweis "DTS-HD Advanced Digital Out" weist aber dezent darauf hin, dass auf diesem Wege das zweite hochauflösende Tonformat DTS-HD-Master auf der Strecke bleibt. Denn der Samsung gibt DTS- HD nur als kodierten Datenstrom weiter, er dechiffriert diesen nicht und wandelt ihn auch nicht in mehrkanaliges PCM. Einzig der datenreduzierte DTS-Surround-Kern bleibt dem decoderlosen Heim-Cineasten als Option.

Hörtest

Spielte ein aktueller AV-Receiver mit allen nötigen Schikanen und aktuellster HDMI-Version auf, klang der HD-Ton mit den Einsteigermodellen wunderbar. Zumindest, solange nicht ein  potenterer Player wie der DVD-2500BT von Denon (AUDIO 9/08, 1000 Euro) oder Pioneers BDP-LX71 (800 Euro) antrat. Dabei  fiel dann schnell auf, dass es besonders in puncto Räumlichkeit, Feindynamik und Detailreichtum noch ziemlich viel Luft nach oben gab. Der Pansonic spielte im HD-Surround-Durchgang leicht grundtonbetont, der Sony etwas geschmeidiger und dezenter, der Samsung eine Spur eleganter und auch kraftvoller.

Beim Digital-Surround-Test per Koax-Cinch oder optischen Ausgang konnte letzterer dagegen nicht ganz überzeugen. Hier wirkte der Panasonic eine Spur strukturierter und feindynamischer. 

Beim Samsung imponierten der schöne Grundton und das gute Bassfundament über die Analog-Ausgänge. Trotzdem spielte der teurere Pioneer mit körperhafteren Instrumenten, einem zarteren Schmelz bei der Stimmwiedergabe und liebevoll gezeichneten Klangfeinheiten in einer anderen Liga.

Samsung BDP 2500

HerstellerSamsung
Preis440.00 €
Wertung88.0 Punkte
Testverfahren1.0

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