Testbericht

Samsung Galaxy 5

Das kompakte Samsung Galaxy 5 bietet umfassende Talente. Sein kleines Display und die reduzierte Ausstattung kosten allerdings Punkte.

  1. Samsung Galaxy 5
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Samsung Galaxy 5

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Samsung Galaxy 5

Das jüngste Mitglied der Samsung-Smartphone-Familie mit Android-Betriebssystem hört auf den Namen Galaxy 5 I5500. Alternativ ist es auch unter der Bezeichnung Galaxy 550 zu finden. Den Listenpreis von 299 Euro darf der Interessent getrost gleich wieder vergessen, denn das kompakte Smartphone ist beispielsweise beim Versandhändler Amazon bereits ab 190 Euro ohne Vertrag erhältlich - für ein waschechtes Android-Telefon ein faires Angebot.

Handlich, jedoch kleines Display

Obwohl bei den Materialen dem Preis entsprechend Plastik regiert, optisch dürfte das Galaxy 5 die Herzen potenzieller Käufer dennoch erobern: Mit seiner chromfarbenen Displayumrandung und dem wahlweise in Schwarz oder Weiß ausgeführten Akkudeckel versprüht das günstige Samsung durchaus Charme und liegt mit seinen abgerundeten Kanten zudem sehr gut in der Hand. Auch fallen die Abmessungen des Galaxy 5 kompakt aus und sein Gewicht liegt mit 106 Gramm angenehm niedrig. Damit ist es ideal für die Hosentasche oder für die kleine Handtasche.

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Websurfen macht auf dem kleinen Display mit seiner niedrigen Auflösung nicht so richtig Freude.

Mit diesen Vorzügen gehen jedoch Einschränkungen in anderen Bereichen einher. So muss man sich bei dem UMTS-Smartphone mit einem kleinen kapazitiven (also auf Berührung ansprechenden) Touchscreen im 2,8-Zoll-Format begnügen. Auch die Auflösung von lediglich 240 x 320 Pixeln löst bei webaffinen Zeitgenossen keine Begeisterungsstürme aus, denn beim Zugriff auf große Internetseiten bedeutet dies: scrollen, scrollen und nochmals scrollen. Das ist schade, denn der Browser des Galaxy 5 baut die Seiten schnell auf und lässt sich außerdem auch gut bedienen. Dank WLAN kann man das Gerät zudem an Hotspots, etwa im eigenen Heim, anmelden und somit kostengünstig surfen. Die Ausrichtung der Internetseiten ins Hoch- oder Querformat erfolgt dank Lagesensor wie mittlerweile üblich automatisch.

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Das Galaxy 5 bietet wie seine beiden Geschwister die praktische Texteingabehilfe Swype.

Bedauerlicherweise leidet auch die Texteingabe unter dem knapp dimensionierten Display: Mit großen Fingern ist die einblendbare Schreibmaschinentastatur des Galaxy 5 kaum zu bedienen. Sowohl im vertikalen als auch im horizontalen Einsatz fallen die Schaltflächen recht klein aus.

Für gewaltigen Komfortzuwachs bei jeglicher Art von Nachrichten sorgt die Eingabehilfe Swype. Damit genügt es, den Finger von einem Buchstaben zum nächsten zu ziehen, den Rest erledigt eine clevere Texterkennung. Mit dieser Methode lassen sich auch längere Texte auf der kleinen Tastatur leichter eingeben.

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Die Startanzeige des Galaxy 5 lässt sich mit zahlreichen Widgets, Programmverknüpfungen und Ordnern bestücken.

Gut gelungen sind die Tasten unterhalb des Displays. Alle Hardkeys bieten einen knackigen Druckpunkt und lassen sich bestens bedienen. Außer einer 5- Wege-Steuerung, die als Alternative zur Touchscreen-Eingabe dienen kann, verfügt das Galaxy 5 auch über die bei Android typischen Zusatztasten - für die Startanzeige, die Optionen und die Suche, die hier als praktische Wipptasten ausgeführt sind und im Alltag sehr gut funktionieren. Lediglich eine Beleuchtung der Drücker hätte Samsung gerne noch spendieren können.

Top-Bedienung, wenig Features

Wie bei Samsung-Smartphones üblich kommt auch das Galaxy 5 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Touchwiz 3.0 daher, die einige Individualisierungsmöglichkeiten für die Standby-Anzeige bietet. Dazu stehen dem Benutzer sieben Ebenen zur Verfügung, die mit allerlei Widgets, Programmverknüpfungen oder Ordnern nach eigenem Gusto bestückt werden können. Auch die sehr flotte Bediengeschwindigkeit, mit der das Samsung Programme öffnet oder mit der man durch die Menüs zappen kann, überzeugt. Für Überblick sorgt das Multitasking-Menü, das sich über einen langen Druck auf die Home-Taste aufrufen lässt und die letzten sechs benutzten Programme zur Auswahl anzeigt.

Die Ausstattung fällt insgesamt eher durchwachsen aus. So überzeugt das kompakte Smartphone zwar mit den Download-Beschleunigern HSDPA und EDGE sowie WLAN und GPS; in puncto Connectivity mag mancher lediglich HSUPA für einen zügigen Upload und den n-Standard bei WLAN vermissen. Dafür ist der Speicher des Geräts mit 175 Megabyte etwas knapp bemessenen, was jedoch mit der mitgelieferten 1 GB großen Micro-SD-Karte einigermaßen kompensiert wird. Abgesehen davon fehlen jedoch Komfortfunktionen wie etwa eine Sprachsteuerung.

Anlass zur Kritik bietet auch die Multimedia-Abteilung: So taugt die 1,9-Megapixel-Kamera nur für Spaßknipserei. Fotolicht und Autofokus fehlen ebenso wie die Möglichkeit, WMV-Videodateien abzuspielen. Der Musicplayer ist Android-Standard und gibt keine WMA-Dateien wieder. Dank des sehr gut bestückten Apps-Shops Android Market lässt sich die Featureliste aber problemlos erweitern, was dann auch dem Samsung Galaxy 5 zu mehr Glanz verhilft.

Ordentliches Ergebnis im Labor

Im Vergleich mit seinen Geschwistern musste das Samsung Galaxy 5 bei den Ausdauermessungen Federn lassen: Die maximale Standby-Zeit von 16 Tagen und die typische Ausdauer von knapp über fünf Stunden sind in Ordnung, aber kein Ruhmesblatt. Deutlich besser fallen die Ergebnisse für die Gesprächszeiten aus: Das Samsung bleibt im E-Netz bis zu zehn Stunden auf Empfang, im D-Netz jedoch über drei Stunden weniger. Mit über vier Stunden fällt die Gesprächszeit im UMTS-Betrieb mehr als respektabel aus. Das gilt auch für die Performance bei den übrigen Messungen.

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connect-Kurzurteil

So zeigt sich das Samsung Galaxy 5 vorbildlich bei der Sende- und Empfangsqualität, speziell im GSM-Einsatz bekommt es ein dickes Lob. Auch die klare Akustik beim Telefonieren überzeugt. Insgesamt liefert der Samsung-Androide eine ausgewogene Vorstellung ab - trotz bescheidener Ausstattung. Für Preisbewusste ist er eine Option. 

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