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Testbericht Samsung Galaxy Gio im Test

Samsung Galaxy Gio
Samsung Galaxy Mini
Das Gio ermöglicht einen günstigen und doch soliden Einstieg in die Welt von Googles Android.

Das Galaxy Gio kommt grundsolide daher, zeigt kaum Schwächen, kann aber auch nur selten glänzen. Die Ausstattung reicht nicht an die der Top-Smartphones in der Liga jenseits von 400 Euro heran. Doch für den Einstieg in die Smartphone-Welt dürfte das Gebotene den meisten genügen. Der Touchscreen ist nicht riesig, mit seinen 3,2 Zoll in der Diagonalen aber auch keine Minianzeige, die Anmutung ist nicht edel, die Verarbeitung aber tadellos.

Durch Aufziehen der Statusleiste oben am  Display bietet das Gio direkten Zugriff auf alle Funkmodule.
Durch Aufziehen der Statusleiste oben am Display bietet das Gio direkten Zugriff auf alle Funkmodule.

Ein reines Vernunftprodukt ist das Galaxy Gio dennoch nicht. In das elegant gerundete Gehäuse kann man sich durchaus vergucken. Und die umfangreiche Ausstattung entwickelt Suchtpotenzial aufgrund des großzügigen Pakets an vorinstallierter Zusatzsoftware. Und über den Android Market lässt sich obendrein fast unbegrenzt nachrüsten.

Das Galaxy Gio bietet WLAN und GPS, kann vom Start weg Office-Dokumente in einfachem Umfang bearbeiten und mit Google Maps kostenlos navigieren. Lediglich die Kamera ist eher Spielzeug denn Feature: Ihr fehlt ein Kameralicht sowie ein Autofokus, der sich gezielt steuern lässt. Die Videos mit 320 x 240 Pixeln Auflösung bei 14 Bildern pro Sekunde sind auch keine Wucht. Wem die Kamera sehr wichtig ist, muss also mehr ausgeben.

Zügig und ausdauernd

Das Testgerät kam mit vorins­tallierter Software zum Bearbeiten von Office-Dokumenten.
Das Testgerät kam mit vorins­tallierter Software zum Bearbeiten von Office-Dokumenten.

Ein 800-MHz-Prozessor bringt das Gio so in Schwung, dass es zwar nicht komplett verzögerungsfrei, aber so flüssig auf Eingaben reagiert, dass die Bedienung wirklich Spaß macht. Dazu trägt auch die 3,2-Zoll-Anzeige aus 480 x 320 Pixeln bei. Das ergibt natürlich kein superbrillantes Hightech-Display, doch für die Darstellung der Android-Oberfläche genügt es allemal.

Selbst das Surfen auf großen Webseiten ist damit möglich. Allerdings ist die Abdeckung etwas dünn geraten: In der Mitte der Anzeige zeigen sich bei kräftigem Druck Schatten. Die verschwinden zwar nach kurzer Zeit wieder, vertrauensbildend sind sie aber auch nicht. Bei pfleglicher Behandlung dürfte das jedoch kein Problem darstellen

connect-Kurzbewertung
connect-Kurzbewertung

Im Labor zeigte das Gio seine wahren Stärken: Die Ausdauer beim Dauereinsatz im typischen Nutzungsmix beträgt knapp 5:21 Stunden, die Gesprächszeit liegt selbst im UMTS-Netz bei über 5 Stunden. Auch der Klang beim Telefonieren ist sehr gut. Lediglich der Empfang bewegt sich auf nur durchschnittlichem Niveau.

Insgesamt ist das Gio also ein empfehlenswerter Allrounder, dem Samsung Alternativen zur Seite stellt: Wer ein etwas größeres Display braucht, sollte sich das Galaxy Ace (400 Euro) anschauen. Wenn’s auf jeden Euro ankommt, gibt’s im Galaxy Mini (300 Euro) einen noch etwas günstigerer Bruder, allerdings mit sehr kleinem 3,1-Zoll-Display.

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Inhalt
  1. Samsung Galaxy Gio im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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