Testbericht Samsung Galaxy Note 10.1 im Praxistest
- +zeilgenaue Stifteingabe
- +Multitasking-Funktion
- +zeichnet Full-HD-Videos auf
- -kein Platz für Eingabestift im Gehäuse
Der Tabletmarkt hat sich für die Android-Hersteller als ein sehr schwieriges Terrain entpuppt, wie die sehr überschaubare Anzahl an neuen Modellen auf dem diesjährigen MWC zeigte. Die Ausnahme ist Samsung: Die Koreaner zeigten in Barcelona mit dem Galaxy Note 10.1 ein Tablet, das mit neuen und innovativen Features aufwarten kann und so in vielen Belangen den Mitbewerbern deutlich voraus ist.
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Mehrwert durch Stifteingabe
Wie der Name bereits erahnen lässt, kombinieren die Koreaner beim Galaxy Note 10.1 die Vorteile des Tablets Galaxy Tab 10.1N mit denen des Smartphones Galaxy Note, der aktuellen Nummer 1 in der connect-Bestenliste. Hier das große 10,1-Zoll-Display mit 1280 x 800 Pixeln Auflösung, da der Vorteil der zielgenauen Stifteingabe über den drucksensitiven „S Pen“. Damit der Nutzer sofort loslegen kann, sind gleich mehrere Programme vorinstalliert, etwa „S Planner“ und „S Note“.
© Samsung
Während sich Ersteres komfortabel um Termine kümmert, handelt es sich bei „S-Note“ um ein vielschichtiges Text-, Rechen- und Geometrie-Programm mit Handschrifterkennung. So werden nicht nur Texte, geometrische Formen wie Dreieck, Ellipse und Co, sondern auch Rechenaufgaben inklusive komplexer Formeln erkannt und auf Wunsch auch ausgerechnet; über ein Auswahlfeld kann der Nutzer die entsprechende Funktion einstellen. So lässt sich mit dem Galaxy Note 10.1 tatsächlich arbeiten. Die Genauigkeit der Eingabeerkennung war bereits ausgesprochen gut.
Echtes Multitasking inklusive
Ein weiteres tolles Feature ist die Multitasking-Funktion, die beim Galaxy Note 10.1 einen neuen Standard setzt: Das Tablet bietet die Möglichkeit, den Bildschirm in zwei verschiedene Bereiche zu splitten. Bei den Vorseriengeräten ging dies allerdings lediglich aus dem „S Note“-Programm heraus.
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Während über die linke Hälfte etwa die Texteingabe erfolgt, kann man die rechte Hälfte des Displays mit dem Videoplayer oder dem Web-Browser füllen. Per Drag-and-drop lassen sich so etwa Bilder aus dem Web direkt in ein Dokument ziehen – so sieht echtes Multitasking aus. Dank des Dual-Core-Prozessors mit 1,4 GHz und einem Arbeitsspeicher von 1 GB gab es dabei im ersten Test keinerlei Verzögerungen zu beanstanden.
Beeindruckende Möglichkeiten
Auch sonst hinterließ das Tablet einen guten Eindruck. Die Bedienung lief durch die Bank flüssig, die diversen Hubs für Musik, E-Books, Spiele und Videos machten richtig Laune. Fotos schießen ist mit der 3-Megapixel-Kamera allerdings kein Spaß, Videos werden dagegen in Full-HD aufgezeichnet und auch wiedergegeben. Als weitere Besonderheit hat das Galaxy Note 10.1 Adobe Photoshop Touch für die professionelle Bearbeitung von Fotos und Adobe Ideas an Bord. Hier kann sich der Nutzer dank „S Pen“ richtig austoben.
© connect
Die technische Basis liegt auf der Höhe der Zeit. HSPA+ für den schnellen Datentransfer ist ebenso an Bord wie n-WLAN, nominelle 32 GB interner Speicher und ein Akku mit 7000 mAh. Einziger im ersten Check erkennbarer Wermutstropfen: Fand im Galaxy Note der S Pen noch ein Plätzchen im Gehäuse des Smartphones, muss man den Eingabestift nun separat transportieren. Im Zubehörbereich von Samsung gibt es aber bereits eine praktische Hülle, die auch für den Stift ein Fach bereithält.
Uns hat das Note 10.1, das ab Mai zu haben sein soll, jedenfalls schon im Vorserienstadium sehr gut gefallen – warten wir ab, ob der Labortest den guten Eindruck unterstreicht.