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Testbericht Samsung Galaxy Note 2 im Test

von
Labortest
80,2 %
Zuletzt aktualisiert: 30.08.2014
Samsung Galaxy Note II
Smartphones
Pro
  • gelungene Optik
  • nützliche Funktionalitäten
  • einfache Handhabung
  • umfangreiche Ausstattung
  • sehr gute Kamera
  • überragende Ausdauer
  • hervorragende Darstellungsqualität
Contra
  • groß und schwer
  • Display mit geringer Helligkeit
  • hoher Preis
Fazit

Samsungs Riesenbaby zeigt in allen Belangen wahre Größe von der Ausstattung über die Akustikmessungen bis zu den guten Sende- und Empfangswerten.

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Die neue Nummer eins der Bestenliste: Samsungs jüngstes Riesenbaby zeigt in allen Belangen wahre Größe.

Als Samsung vor einem Jahr mit dem Galaxy Note ein Smartphone mit ausziehbarem Bedienstift vorlegte, glich dies einer kleinen Revolution – eine Rückbesinnung auf alte Palm-Tugenden hatte niemand erwartet. Das Publikum nahm’s indes dankbar an, der große Erfolg des Versuchsballons dürfte selbst Samsung überrascht haben. Nun zünden die Koreaner mit dem Note 2 für 699 Euro die nächste Evolutionsstufe. 

Groß, größer, Galaxy Note 2

Bereits auf den ersten Blick ist zu sehen, dass der Newcomer deutlich moderner gestylt ist und die Designsprache des Erfolgs-Smartphones Galaxy S3 aufgreift. Erhältlich ist das Android-4.1.1-Modell in Weiß oder attraktivem Titangrau. Wie groß das Galaxy Note 2 ist, zeigt der Vergleich mit seinem Schwestermodell Galaxy S3: Das alles andere als kleine Mobiltelefon wirkt im direkten Vergleich mit dem Note 2 geradezu schmächtig. Im Vergleich zum Vorgänger Galaxy Note ist es ein paar Millimeter in der Länge gewachsen und hat in der Breite sogar etwas abgenommen. Dennoch konnten die Ingenieure ein 5,5 Zoll großes OLED-Display integrieren (der Vorgänger hat einen 5,3-Zoll-Screen intus).

Samsung Galaxy Note2

Samsung Galaxy Note 2

Das Display ist auf 5,5 Zoll gewachsen.

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HD-OLED-Display

Die OLED-Anzeige des Galaxy Note 2 ist nicht nur riesig, sondern glänzt auch mit hervorragender Darstellung. Seine Qualität stellt alle Mitbewerber in den Schatten. Eine solch plastische und kontrastreiche Darstellung haben die connect-Tester bis dato noch nicht gesehen. Dabei sind dem Galaxy Note 2 Bewegungsunschärfen bei schnellen Kameraschwenks oder detailreichen Renn- wie Actionspielen ebenso fremd wie eine verwaschene Schwarzdarstellung, wie sie oft bei TFT-Displays anzutreffen ist. Auch die subjektive Bildschärfe der HD-Anzeige (die Auflösung beträgt 720 x 1280 Pixel, die Pixeldichte 265 dpi), wirkt nie überzeichnet oder gar künstlich.  

Da der für OLED-Anzeigen typische erweiterte Farbbraum mit seinen sehr kräftigen Farben nicht jedermanns Sache ist, bietet das Galaxy Note 2 im Einstellungsmenü unter „Anzeige/Bildschirmmodus“ mit „Dynamisch“, „Standard“, „Natürlich“ und „Video“ gleich vier verschiedene Voreinstellungen an, wobei „Dynamisch“ den größten und „Video“ den kleinsten Farbraum bereithält. Hier entscheidet der Nutzer einfach nach Geschmack oder Einsatzbereich. 

Die Displaymessungen unterstreichen den hervorragenden optischen Eindruck. So liegt der Kontrast im Dunkeln (<1 Lx) bei 1:1808, bei Bürolicht (500 Lx) bei 1:532 und bei hellem Tageslicht (20000 Lx) bei 1:16. In der Summe ergibt dies einen mittleren Kontrastwert von 1:337, der deutlich über dem des Galaxy S3 (1:254) liegt.

Die Anzeige lässt sich also auch bei seitlichem Blck hervorragend ablesen.
Die Anzeige lässt sich also auch bei seitlichem Blck hervorragend ablesen. ©

Als einziger Schwachpunkt dieser wirklich genialen Anzeige ist nur die magere Ausbeute bei der Helligkeit zu nennen. Dieses typische Manko für OLED-Displays kann auch das Note 2 nicht verbergen und liefert lediglich eine maximale Helligkeit von 268 cd/m2 ab. Doch dies kann den exzellenten Gesamteindruck nicht vermiesen. Zumal sich die durch Gorilla-Glas 2 geschützte Anzeige postwendend auf Berührungen und damit Befehle des Nutzers anspricht.

S Pen: Mehr Funktionen

An eine einhändige Bedienung ist freilich nicht zu denken. Das weiß auch Samsung, und so haben die Koreaner den Bedienstift namens S Pen verbessert: Er ist deutlich größer und damit griffiger geworden. Bei Nichtgebrauch schiebt man den Stift einfach rechts unten in das flache Gehäuse.  

Samsung hat zudem weitere S-Pen-Funktionen in das Smartphone implementiert. Neben den bereits bekannten Bedienhilfen „Zurück“, „Screenshot“ und „Textmarkierung“ beherrscht das Galaxy Note 2 nun auch das Öffnen des Optionen-Menüs.

Praxis: Bedientricks für den S Pen

Ausstattung: Perfektion bis ins Detail 

Auch im Inneren hat sich einiges getan. Hier verrichtet der hauseigene Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 seinen Dienst. Aus dem konnten die Ingenieure noch etwas mehr Performance und satte 1,6 GHz herauskitzeln, als bei den ebenfalls mit diesem Prozessortyp ausgestatteten Galaxy-Modellen S3 und Note 10.1.

Auch beim Arbeitsspeicher legt das Galaxy Note 2 mit 2 GB eine Schippe drauf. Diese starke Hardwarekombi sorgte bei den üblichen Benchmark-Programmen für Bestleistungen: Bei Geekbench 2 verpasste das Galaxy Note II die 2000er Marke mit 1999 Punkten denkbar knapp. Auch die erzielten 178 000 Punkte bei Browsermark gehören zur ersten Liga im Smartphone-Markt. 

Von Taschen bis Tastaturen: Zubehör fürs Galaxy Note 2

Der Nutzerspeicher unseres 16-GB-Testgerätes fasst über 10 GB, die sich über den Micro-SD-Slot problemlos um bis zu 64 GB erweitern lassen. Eine spätere 32-GB-Variante des Galaxy Note 2 ist wahrscheinlich, eine 64-GB-Alternative hierzulande eher nicht. Zusätzlich spendiert Samsung dem Nutzer für zwei Jahre 50 GB Cloudspeicher bei Dropbox.

Auch sonst gibt’s in Sachen Ausstattung nichts zu meckern: Das Note 2 hat alle aktuellen Standards von HSPA+ über a/b/g/n-WLAN bis hin zu den Positionierungshilfen A-GPS und Glonass an Bord. Eine LTE-Version hat Samsung in Vorbereitung.

Pralle Funktionsvielfalt

Wie nicht anders zu erwarten, beherrscht das Note 2 viele Features des Galaxy S3 – etwa die Bild-in-Bild-Funktion Popup Display, die automatische Displaysperre Smart Stay und die Sprachsteuerung S Voice. Die war noch nicht das Gelbe vom Ei, deshalb hat Samsung nochmals Hand angelegt. Inzwischen ist der Umgang mit Umlauten kein Problem mehr, ganz allgemein klappt die Spracherkennung deutlich zuverlässiger. Es spricht für Samsung, dass man sehr schnell auf die berechtigte Kritik reagiert hat.

Bedienung: Intelligenter Homescreen

Natürlich kann das Note 2 auch mit zahlreichen Neuerungen aufwarten – beispielsweise mit der Funktion Seiten-Buddy. Die fügt dem Startbildschirm eine weitere Ebene hinzu, sobald ein bestimmter Vorgang ausgeführt wird. Zieht man etwa den S Pen aus dem Gehäuse, werden die auf Stiftbedienung optimierten Apps angeboten. Beim Andocken des Kopfhörers stehen die Audiofunktionen bereit.

Multiview: Über die Schnellzugriffe können Sie zwei Anwendungen aufs Display bringen.
Multiview: Über die Schnellzugriffe können Sie zwei Anwendungen aufs Display bringen. ©

Weitere Beispiele gefällig? Durch langes Berühren der Sensorfläche für „Zurück“ erscheint an der linken Bildschirmseite ein ein- und ausblendbarer Schnellzugriff für wichtige Funktionen. Und hier kommt der große Bildschirm dann wirklich gut zur Geltung. Denn Sie können über die Schnellzugriffsleiste zwei Anwendungen gleichzeitig einblenden (siehe Bild oben). Auf der Karte eine Adresse suchen und sich gleichzeitig Notizen machen: Kein Problem!

Die diversen Hubs werden durch einen Learning Hub für Schüler- und Studenten-Apps ergänzt. Und zu guter Letzt gibt es mit den erweiterten S-Pen-Features und Air View auch noch richtige Kracher.

Bedienen lässt sich die Funktionsvielfalt über die intuitiv und individualisierbare Benutzeroberfläche Touchwiz problemlos.

Labormessungen: Die Krönung

Die Erwartungen an das Mega-Smartphone waren natürlich auch im Labor enorm – und die Tester wurden nicht enttäuscht. Speziell bei den Ausdauermessungen konnte das Note 2 dank riesigem Akku mit gemessenen 3095 mAh auftrumpfen und stellte gleich mehrere Rekorde auf.

Vergleichstest: Samsung Galaxy S3 gegen Galaxy Note 2

Allen voran bei der Ausdauer im praxisnahen Mischbetrieb: Hier legte das Samsung die Messlatte für die kommenden Smartphone-Generationen mit 8:54 Stunden in ungeahnte Höhen. Damit lässt es sogar den Ahnen Galaxy Note alt aussehen. Auch die Gesprächszeiten sind mit knapp zehn Stunden im UMTS-Einsatz und 27 Stunden im E-Netz vom Feinsten.

Fazit: Die neue Nummer 1

Die Galavorstellung setzte sich bei den Akustikmessungen fort und endet bei den ebenfalls guten Sende- und Empfangswerten. Am Ende übernimmt das Galaxy Note 2 mit dieser grandiosen Vorstellung die Nummer eins in der Bestenliste.

 
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Inhalt
  1. Samsung Galaxy Note 2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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