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Testbericht Samsung Galaxy S4 im Test

von
Samsung Galaxy S4 im Test
Labortest
87,6 %
Zuletzt aktualisiert: 25.04.2014
Samsung Galaxy S4
Smartphones
Pro
  • 5 Zoll großes AMOLED-Display
  • schneller Quad-Core-Prozessor
  • tadellose Verarbeitung
  • verzögerungsfreies Bedientempo
Contra
  • Display in der Sonne schlecht ablesbar
  • nur knapp 10 GB Speicher frei verfügbar
Fazit

Das Samsung Galaxy S4 holt sich den Platz 1 in der connect-Bestenliste.

Ob Ausdauer, Klang, Ausstattung oder Bedienung: Das Samsung Galaxy S4 überzeugt im Test und setzt sich an die Spitze der Smartphone-Bestenliste.

Der erste Kontakt mit dem Samsung Galaxy S4 gestaltet sich bereits beim Griff zum Karton eindrucksvoll: Hellbraun mit Maserung – das hatten wir noch nicht.

Auch die Ökobilanz stimmt: Die Verpackung besteht wie die mitgelieferte Kurzanleitung aus 100 Prozent recyceltem Papier und ist mit Tinte auf Sojabasis bedruckt.Und der Inhalt? Das Serienmodell des Galaxy S4 bestätigt den Eindruck, den wir von der ersten Vorstellung in New York mit nach Hause genommen haben: Der Nachfolger des Topsellers Galaxy S3 macht optisch keine Experimente.

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Von vorne sehen sich S3 und S4 zum Verwechseln ähnlich. Die schmaleren Seitenstege beim Display, die neue Anordnung und Anzahl der Frontsensoren, die neu geformte Home-Taste sowie das einen Tick strahlendere und mit einem feinen Muster versehene Weiß – all das wird nur Smartphone- Freaks auffallen.

Samsung Galaxy S4

Samsung Galaxy S4

Das Samsung Galaxy S4 in freier Wildbahn.

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Die Verarbeitung ist einmal mehr tadellos. Einzig der Akkudeckel des S4 aus Polycarbonat bietet Angriffsfläche für Haptikfans. Von einem reinen Kunststoffgehäuse, wie oft despektierlich angemerkt, kann bei einer Front aus kratzresistentem Gorilla-Glas und einem breiten Metallrahmen mit gebürsteter Oberfläche aber nicht die Rede sein.

Samsung ist zudem das Kunststück geglückt, die Abmessungen des Galaxy S4 zu verringern, obwohl das Display 0,2 Zoll größer ist als beim Vorgänger. Dank der kompakten Bauform ist es möglich, das S4 einhändig per Daumen zu bedienen – das ist ein im Alltag nicht zu unterschätzender Vorteil. Unser Testgerät bringt mit Micro-SIM- und Speicherkarte exakt 129 Gramm auf die Waage – das S4 kann man also in die Sakkotasche stecken, ohne dass der Stoff ausbeult.

Display: Sprung in der Technologie

Eines der Highlights, im wahrsten Sinne des Wortes, ist auf jeden Fall das 5 Zoll große AMOLED-Display. Die Anzeige löst mit 1080 x 1920 Pixeln in Full-HD auf und bietet einen Pixeldichte von 442 dpi.

Bei der Helligkeitsausbeute, dem größten Schwachpunkt der OLED-Technik, konnte Samsung im Vergleich zu allen bisher getesteten OLED-Screens mächtig draufpacken. So erreicht die Anzeige des Galaxy S4 nun eine Helligkeit von starken 287 cd/m2.

Absolut gesehen liegt dies zwar immer noch knapp unter der Schwelle von 300 cd/m2 , ab der gemeinhin die Ablesbarkeit auch bei direkter Sonneneinstrahlung gewährleistet ist, dennoch ist dieses Ergebnis ein riesiger Sprung in diesem Bereich.

Bei der Wiedergabe der Testbilder und -videos zeichnete sich das S4 mit einer enormen Brillanz, ausgewogenen Farben und einem hervorragenden Kontrast aus – die automatische Bildanpassung „Adapt Display“ erledigt ihren Job offensichtlich exzellent.

Im Einstellmenü für die Anzeige lässt sich die Automatik auch deaktivieren und der Nutzer kann aus vier Bildschirmmodi seinen Favoriten wählen. Einen Grund, das zu tun, sehen wir nicht. Auch die Empfindlichkeit des Touchscreens kann man erhöhen, sodass sich das Galaxy S4 im Winter mit Handschuhen beackern lässt – was im Test hervorragend klappte. Aber jetzt genießen wir erst einmal den Sommer …

Die folgende Infografik zeigt die technischen Highlights des Galaxy S4 im Überblick

Die technischen Daten im Überblick
Die technischen Daten im Überblick ©

Ausstattung: Technischer Leckerbissen

Die technischen Fakten lassen den Smartphone-Fan mit der Zunge schnalzen: Der Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 600 APQ8064T sorgt für ein Tempo von maximal 1,9 GHz. Auch der Arbeitsspeicher steht mit 2 GB gut im Futter. Bei unserem 16-GB-Testgerät waren knapp 10 GB frei verfügbar. Wer mehr benötigt, muss sich noch etwas gedulden, bis die 32- und 64-GB-Variante auf den Markt kommt.

Erstes Zubehör für das Galaxy S4

Multimediadateien lassen sich auf einer optionalen Micro-SD-Karte im Wechselspeicherslot unterbringen. Einen praktischen Dateibrowser hat das Samsung Galaxy S4 bereits an Bord. In puncto Connectivity bringt das S4 mit Hexaband-LTE, Quad-Band-UMTS inklusive HSPA+, pfeilschnellem ac- WLAN, Wi-Fi-Direct, NFC sowie GPS und Glonass für die Satellitenpositionierung alles mit, was aktuell gut und auch teuer ist.

Die Kamera des Galaxy S4 im Test

Diese potente Basis zeigt ihr ganzes Potenzial bei diversen Benchmarktests, 3D-Spielen – und dem verzögerungsfreien Bedientempo im Alltag, das eine wahre Freude ist. Hinzu kommt eine exzellente 13-Megapixel-Kamera, die wir uns gesondert angeschaut haben. Hier ein paar Aufahmen aus der Kamera des Galaxy S4, die wir im Automatik-Modus geschossen haben.

Samsung Galaxy S4 Kamera

Der Frühling ist da und bringt kräftige Farben zum Vorschein, die das Galaxy S4 wirklich knallig wiedergibt.

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Software: Overkill bei der Ausstattung

Ein etwas schwierigeres Thema ist der gigantische Ausstattungsumfang des Samsung Galaxy S4. Der sprengt wirklich jeden Rahmen und auch den Umfang dieses Tests. Die wichtigsten Features: So bringt das Galaxy S4 die Vorschaufunktion per Finger Air View, die Gestensteuerung Air Gesture, die gut funktionierende Sprachsteuerung S Voice, das Übersetzungsprogramm S Translator, die Bild-in-Bild-Funktion Popup-Play und auch das Feature Multi-Window mit, bei dem der Bildschirm vertikal oder horizontal mit zwei unterschiedlichen Programmen genutzt werden kann.

Dazu gesellen sich noch spezielle Funktionen, die per Blickkontakt gesteuert werden. Etwa die Displaysperre Smart Stay, die Scrollfunktion Smart Scroll sowie die Pausenfunktion Smart Pause bei Videos. Und im Modus Group Play können bis zu acht Galaxy S4 miteinander per Wi-Fi-Direct und NFC gekoppelt werden, was einen einfachen Datenaustausch ermöglicht, Multipayerspiele erlaubt oder dasselbe Musikstück auf allen gekoppelten Geräten wiedergibt.

Samsung Galaxy S4: Die Kamera im Test

Alle aufgeführten Features verrichteten beim Antesten problemlos ihre Aufgabe. Ob sie wirklich einen Mehrwert bringen? Wir werden den Feature-Overkill im Dauertest ausprobieren und von Sinn und Nutzen berichten. Es gibt aber auch einige echte Killerfeatures, die sofort überzeugen – etwa Watch On. Die Fernbedienungsfunktion nutzt die integrierte Infrarotdiode, um den heimischen TV und weitere Geräte zu steuern.

Dazu gesellt sich ein interaktiver Programmführer, der sich auf den Nutzer zuschneiden lässt. Das Lieblingsprogramm des Testers und sicherlich jedes Musikfans heißt Adapt Sound und findet sich unter „Ton“ im Einstellungsmenü. Damit werden Stärken und Schwächen des Nutzerohrs sowie des verwendeten Kopfhörers über Messtöne ermittelt und die Wiedergabe dementsprechend angepasst.

Der A/B-Vergleich fiel bei der Musikwiedergabe, aber auch bei der Telefoniequalität per Headset, wirklich beeindruckend aus. Apropos Sound: Auch die bei korrektem Sitz im Ohr gut klingenden, mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer passen in das Bild des Musikspezialisten. Die Hörer sind mit einer stabilen Flachbandleitung ans Smartphone angebunden, übermitteln auch Telefonate und dienen zur Steuerung des Players inklusive Lautstärkeregelung.

Flaches Gehäuse, sehr gut verarbeitete und leicht bedienbare Seitentasten.
Flaches Gehäuse, sehr gut verarbeitete und leicht bedienbare Seitentasten. ©

Bedienung: Was zuviel ist, einfach abschalten

Fest steht: Wer die ganze Bandbreite des Galaxy S4 ausschöpfen will, der muss einiges an Einarbeitungszeit investieren. An Möglichkeiten mangelt es dem Galaxy- Flaggschiff jedenfalls nicht. Wer angesichts der unzähligen Features eher Beklemmung in der Brust verspürt, der kann die meisten Sonderfunktionen aber auch bequem über einen Schnellzugriff deaktivieren – und hat dann immer noch ein Highend-Phone in der Hand.

Labormessungen: Tadellos

Das sich auch im connect-Testlabor keinerlei Blöße gibt. Eine gute Ausdauer hatten wir erwartet und die fiel mit knapp 7 Stunden bei Dauernutzung im typischen Nutzungsmix hervorragend aus. Bei normaler Nutzung kommt man mit dem S4 auch mal gut über zwei Tage ohne Nachladen.

Die Sende- und Empfangsqualität ist zwar nicht überragend, liegt aber auf gutem Niveau. Hier hat das Polycarbonat-Gehäuse dann klare Vorteile gegenüber Metall. Das HTC One zeigte hier beispielsweise Schwächen im Test. Und auch am Klang beim Telefonieren ist das Galaxy S4 mehr als praxistauglich, erfreulich laut und vor allem in Senderichtung hervorragend.

Fazit: Die neue Nummer 1

Mit durchweg guten und an vielen Stellen hervorragenden Messergebnissen und einer State-of-the-Art Ausstattung holt sich das Samsung Galaxy S4 Platz 1 in der connect-Bestenliste mit knappem Vorsprung vor dem Sony Xperia Z.

Und endlich hat auch das Warten auf Samsungs Galaxy S4 ein Ende, das gute Stück gibt’s seit Ende April zu kaufen. Den Anfang macht die 16-GBVersion für 729 Euro, die in Weiß oder Schwarz zu haben ist. Wobei die Preisempfehlung schon zum Verkaufsstart deutlich unterboten wird: Im Internethandel ist das S4 aktuell für 649 Euro ausgeschrieben.

Einen Vergleich des Samsung Galaxy S4 mit der aktuellen Konkurrenz finden Sie in der connect-Ausgabe 6/2013 (ab 2. Mai am Kiosk). Hier das Hands-on-Video vom Produktlaunch in New York:

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