Testbericht

Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test

Das Samsung Galaxy Tab S 10.5 zeigt im Test ein edles Design, tolle Technik und ein feines OLED-Display.

  1. Samsung Galaxy Tab S 10.5 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Samsung Galaxy Tab S

© Samsung

Samsung Galaxy Tab S
EUR 539,90

Pro

  • attraktive Design
  • simple Bedienung
  • erweiterbarer Speicher

Contra

  • geringe Helligkeit
69,6%

Das Galaxy Tab S 10.5 spielt in einer für Samsung ganz neuen Liga: Da die Samsung-Strategen zwischen den Arbeitsmaschinen der Pro- und den Einsteigermodellen der Tab-4-Serie noch Platz sahen, gibt es nun die Galaxy-Tab-S-Tablets. Die neue High-End- Serie besteht aus vier Geräten mit Bildschirmen in 8,4 und 10,5 Zoll, jeweils als LTE-und als Wi-Fi-Variante.

Wie es sich für Samsungs S-Klasse gehört, kommen das Galaxy Tab S 10.5 nicht etwa in einem simplen Outfit daher. Ganz im Gegenteil: Die Koreaner haben den Flachrechnern das Design des Galaxy S5 verpasst.

Komfortables Handling

Die Kunststoffrückseite des besonders flachen Gehäuses zeigt die bekannte Golfballoptik und trägt eine griffige Textur, die im Test für ein sicheres und komfortables Handling sorgte. Das Galaxy Tab S 10.5 gibt's in Weiß und in einem Braunton, der "Titanium Bronze" heißt. In beiden Fällen ziert ein bronzefarbener Kunststoffrahmen in Metalloptik das Gerät, der zur dunklen Variante vorzüglich passt, beim weißen Modell optisch aber doch recht stark aufträgt. Die Geschmäcker sind aber zum Glück ja verschieden.

Wir bevorzugen hier auf jeden Fall die nach unserer Ansicht stimmigere dunkle Variante. Keine zwei Meinungen gibt es in Bezug auf die Verarbeitung: Das Galaxy Tab S 10.5 kommt in der von Samsung gewohnten Qualität. Im Test knarzte absolut nichts, und Spaltmaße gab es ebenfalls nicht zu beklagen. So soll es sein!

Samsung Galaxy Tab S 10.5 LTE

© Samsung

Display: Tablet mit OLED-Anzeige

Die sehr flache Bauhöhe von nur knapp 7 Millimetern verdankt das Galaxy Tab S 10.5 in erster Linie einer Premiere im Tablet-Bereich: Samsung setzt bei der Tab-S-Serie zum ersten Mal auf Displays mit OLED-Technik. Das löst mit hohen 2560 x 1600 Pixeln auf und bieten folglich eine hohe Pixeldichten von 287 ppi beim Galaxy Tab S 10.5.

An der OLED-Schwachstelle, der Helligkeit, konnte Samsung bei den Galaxy Tab S 10.5 aber auch nicht viel ändern. Dennoch sind die erreichten 251 cd/m2 aller Ehren wert. Bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings wird mit den beiden Modellen niemand so richtig glücklich werden, was auch die Kontrastmessungen unseres Labors belegen.

Dafür überzeugt die Bildqualität des OLED-Displays restlos und setzt neue Maßstäbe im Tablet-Bereich. Gestochen scharf, mit tiefem Schwarz und, je nach Betriebsmodus, einer wahren Farbenpracht, werden alle Display-Inhalte zum Leckerbissen, egal ob man sich Videos und Fotos ansieht oder die neuesten Games spielt.

Bildergalerie

Samsung, Galaxy, Tab S, Tablet, Android
Galerie
Tablet-Neuheit

Wir stellen das Galaxy Tab S vor. Das Tablet mit Super-AMOLED-Display gibt es mit als Tab S 8.4 und als Tab S 10.5.

Dennoch bleibt hier auch noch Spielraum für den persönlichen Geschmack, denn man muss den Screen nicht im Automatik-Modus laufen lassen. Es gibt noch drei weitere Dastellellungs-Varianten - "AMOLED-Kino", "AMOLED-Foto" und "Einfach". Sie bringen einem den erweiterten Farbraum der OLED-Anzeige näher.

Schnell und kontaktfreudig

Im Galaxy Tab S 10.5 steckt eine Samsung-eigene Plattform: Es ist die Exynos 5420, die eine 4 x 1,9 GHz und 4 x 1,3 GHz schnelle Octa-Core- CPU mitbringt. Weil sich Samsung auch beim Arbeitsspeicher sehr großzügig zeigt und satte 3 GB spendiert, ist das Galaxy Tab S 10.5 für den harten Alltag bestens gerüstet und liefert sehr gute Benchmark-Ergebnisse ab. Umfangreich darf man die Connectivity-Ausstattung das Tab S 10.5 nennen, denn außer Multiband-LTE/UMTS/GSM beherrscht es auch ac-WLAN, HSPA+ und Bluetooth. Lediglich NFC konnten wir nicht entdecken.

Software: Auf die Features kommt es an

Doch nicht nur in puncto Hardware fährt Samsung große Geschütze auf, auch die Software bietet viele hilfreiche Funktionen. So dient der in die Home-Taste integrierte Fingerprintsensor zur Displayfreigabe oder zum Schutz von Multimediadateien, wenn der "Private Modus" aktiviert wird. Ebenfalls praktisch: die Mehr-Nutzer-Option.

Es lassen sich mehrere Nutzer anlegen, die aber nicht alle die gleichen Rechte haben müssen. Man kann zwischen vollwertigen und im Funktionsumfang individuell reduzierten Profilen differenzieren, zum Beispiel wenn der Nachwuchs ebenfalls auf dem Tablet herumtippen darf. Sind die Kinder noch klein, steht sogar ein bunter Kindermodus mit Überwachungsfunktion für die Eltern zum kostenlosen Download bereit. Und mit SideSync 3.0 lässt sich das Display eines Smartphones auf dem Tablet spiegeln. Dazu gesellen sich gute alte Bekannte wie die Multitaskingfunktion Multi Window oder auch die App "Watch On", über die sich in Verbindung mit der Infrarotdiode Audio- und Videogeräte steuern lassen.

Screenshot Profile

© Weka

Unter dem Menüpunkt "Benutzer" können maximal acht Profile erstellt werden. Der User darf zwischen vollwertigen und eingeschränkten Konten differen¬zieren.

Sie befürchten nun, dass ein derartig üppiger Funktionsumfang zur Überforderung führen könnte? Keine Sorge! Das Ganze lässt sich nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung sehr einfach bedienen - man flitzt geradezu durch die Apps und Menüs des Galaxy Tab S 10.5.

Optionales Zubehör verfügbar

Auf der Rückseite der beiden neuen Samsung-Tablets finden sich zwei runde und gefederte Aufnahmen. Hier können aktuell zwei unterschiedliche Abdeckungen eingeklipst werden, ähnlich wie mit einem Druckknopf.

Screenshot Toolbox

© Weka

Toolbox bietet Platz für fünf konfigurierbare Funktionen und lässt sich als ausklappbares Symbol beliebig auf dem Screen platzieren.

Neben einer einfachen Displayabdeckung, Simple Cover genannt, ist mit dem Book Cover auch eine zweite Abdeckung erhältlich. Diese bietet mit dem Viewing-, Touch-und Typing-Mode gleich drei Stellwinkel für das Tablet. Als Besonderheit ist eine spezielle Tastatur erhältlich, um auch Vielschreibern das passende Werkzeug an die Hand zu geben.

Labormessungen: Laufzeiten könnten besser sein

Ein Manko offenbarte das Galaxy Tab S 10.5 jedoch bei den Akkumessungen. Die Betriebszeiten im praxisnahen Mischbetrieb gehen absolut gesehen in Ordnung, doch für die Tablet-Elite fallen die 8:01 Stunden ein bisschen knapp aus. Zudem sind die Ladezeiten recht hoch - es dauert hier, bis der Tank wieder voll ist.

Fazit: Überzeugt auf ganzer Linie

Trotz dieser kleinen Mankos überzeugt das Samsung Galaxy Tab S 10.5 auf ganzer Linie. Die beiden Design-Tablets besitzen nicht nur hervorragende Bildschirme, die für den Indoor-Betrieb geradezu ideal sind, sondern bringen auch eine umfangreiche Ausstattung mit. Das Ganze gibt es schließlich zu einem wahrlich fairen Preis. Kurz und gut: Mit Galaxy Tab S 10.5 kommen Sie voll auf Ihre Kosten.

 

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