2-in-1-Notebook

Samsung Galaxy TabPro S: Schnittstellen und Tastatur

  1. Samsung Galaxy TabPro S im Test (Notebook-Verfahren)
  2. Samsung Galaxy TabPro S: Schnittstellen und Tastatur
Samsung Galaxy TabPro S USB-C-Anschluss

© Samsung

Das bislang dünnste Windows-Detachable weiß zwar optisch zu gefallen, geizt aber mit Schnittstellen – ein einsamer USB-C-Anschluss fürs Verbinden und Laden ist einfach zu wenig.

Connectivity nur gegen Aufpreis

Besonders gespannt waren wir, wie sich Samsungs Windows-Hybride in Sachen System- und Grafikleistung gegenüber den Platzhirschen im Markt behaupten kann, die unter der Haube meist mehr Power mitbringen. Nicht ganz überraschend erzielte der gegenüber Intels core-i-Reihe eher schmalbrüstige, vor allem aufs Stromsparen ausgelegte Core-m3-Prozessor im Verbund mit "nur" 4 GB Arbeitsspeicher lediglich durchwachsene Ergebnisse. Mit der Performance des Surface Pro oder HPs Elite x2 kann der schlanke Koreaner jedenfalls nicht mithalten. Die Riege der 2-in-1-Geräte im 500-Euro-Bereich, die meist mit Pentium- oder Celeron-CPUs auskommen müssen, kann das Galaxy TabPro S jedoch deutlich hinter sich lassen. Für Standardaufgaben reicht die Performance problemlos, bei grafisch anspruchsvolleren Spielen oder Videobearbeitung wird's eng.

Auch bei der Versorgung mit Schnittstellen ist Samsungs 2-in-1-Gerät eindeutig mehr Tablet denn Notebook. Einen einsamen USB-Anschluss, der zudem auch noch fürs Aufladen zuständig ist, haben die Koreaner dem Galaxy TabPro S spendiert. Dass dieser den modernen 3.1-Standard unterstützt und damit Daten wie Akkustrom rasend schnell transportiert, ist lobenswert - ein großes Ärgernis bleibt es dennoch. Ebenso die Tatsache, dass der Adapter, ohne den man das Gros der gängigen Peripheriegeräte mit herkömmlichem USB-A-Stecker nicht anstöpseln kann, extra erworben werden muss.

Wer zudem einen externen Monitor oder Beamer an das Galaxy TabPro S anschließen möchte, wird sich wohl oder übel den rund 65 Euro teuren Multiport-Adapter von Samsung zulegen müssen. Dieser stellt zusätzliche Schnittstellen bereit (dreimal USB-A, ladefähiges USB sowie HDMI), die eigentlich zum Standard gehören sollten. Auch LTE gibt es nur gegen Aufpreis, dafür hat das Galaxy TabPro S NFC an Bord. Insgesamt orientiert sich die Ausstattung mehr an Tablet- als an Notebook-Standards. Das bringt durchaus Vorteile mit sich. So sucht man beispielsweise vergeblich nach einem lärmenden Lüfter, auch wenn das Gerät im Lastbetrieb relativ warm wird.

Keinen Anlass zur Kritik liefert die vollwertige Tastatur, die im Book Cover untergebracht ist. Lediglich das Touchpad hätte etwas größer ausfallen können. Das Tablet wird wie bei Surface und Co magnetisch angedockt - allerdings rückt das Display ungewohnt nahe an die oberste Tastenreihe heran, was nicht jedermanns Sache ist. Das liegt daran, dass mangels Klappständer am Display der hintere Teil des Tastaturdocks zusammen mit der Cover-Rückseite für den aufrechten Stand im Notebook-Modus sorgen muss. Bauartbedingt lässt sich das Display im Cover nur in zwei verschiedenen Winkeln aufstellen. Zudem muss es vor dem Zusammenklappen von der Tastatur getrennt werden.

Fazit

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Galaxy TabPro S hinsichtlich seiner Notebook-Fähigkeiten mit Konkurrenten wie dem Surface Pro 4 von Microsoft nicht ganz mithalten kann - es hapert vor allem an der Ausstattung. Letztlich punktet das Gerät vor allem mit klassischen Tablet-Tugenden: kompakte Abmessungen, geringes Gewicht und ein brillantes Display. Ob das am Ende reicht, wird sich an der Ladentheke entscheiden.

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