Testbericht

Samsung Omnia 7 im Test

Das derzeit beste Windows-Phone-7-Modell Samsung Omnia 7 macht auch im Vergleich mit der übrigen Smartphone-Elite eine gute Figur. Samsung setzt bei seinen Smartphones seit jeher auf unterschiedliche Betriebssysteme - und auch bei der neuen Plattform Windows Phone 7 waren die Koreaner vom Start weg dabei.

  1. Samsung Omnia 7 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Samsung Omnia 7

© Markus Eckstein, Athanassios Kaliudis, Michael Peuckert, Bernd Theiss

Samsung Omnia 7
Samsung Omnia 7

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Die Kalenderansicht ist übersichtlich und lässt sich im Hoch- oder Querformat anzeigen.

Das Samsung Omnia 7 kostet ohne Vertrag selbstbewusste 579 Euro, dafür erhält der Käufer aber auch ein attraktives Stück Technik. Wer das Handy mit Vertrag verbilligt erstehen will, ist bei der Telekom an der richtigen Adresse - die Bonner bieten das Omnia 7 als exklusiver Partner auf Netzbetreiberseite an.

Das Samsung Omnia 7 tritt in einem edlen Metallgehäuse auf und liegt mit seinem üppigen Gewicht von 139 Gramm satt in der Hand. Dazu gesellt sich ein angenehmer Formfaktor mit eckiger Front und einer abgerundeten  Rückseite.

Die Verarbeitung genügt einmal mehr höchsten Ansprüchen: Da knarzt nichts, alle Tasten sitzen fest, und üppige Spaltmaße, die zu Staubfängern mutieren, sind auch keine auszumachen. Die Micro-USB-Buchse auf der Stirnseite wird von einem griffigen Schieber geschützt.

Beim Thema Display ist das Beste ebenfalls gut genug. So ziert die Front des Omnia 7 das bereits vom Android-Topmodell Samsung Galaxy S bekannte 4 Zoll große OLED-Display, das mit herausragender Qualität beeindruckt.

Der kapazitive Touchscreen beherrscht Multitouch, sodass sich etwa Webseiten oder Fotos per Fingerspreizen einfach und zielgenau vergrößern lassen. Auch setzt der Screen in puncto Kontrast und Schwarzwert Maßstäbe. Rottöne werden allerdings etwas zu kräftig dargestellt, was vor allem bei Hauttönen auffällt.

Mit circa 260 cd/m² (Candelar pro Quadratmeter) bei vollflächiger Weißdarstellung hat das Display des Samsung Omnia 7 eine ordentliche, aber keine extrem hohe Helligkeit zu bieten. Hier regelt das Strommanagement des Omnia 7 das Display deutlich herunter, denn die Helligkeit der OLED-Anzeige liegt bei halbflächiger Weißdarstellung bereits deutlich über 320 cd/m². Klassenüblich fällt zudem die Auflösung mit 480 x 800 Pixeln aus.

Anspruchsvolle Ausstattung  

Beim Thema Ausstattung zeigt sich Samsung in Geberlaune. So beherrscht das Omnia 7 HSDPA mit bis zu 7,2 Mbit/s sowie HSUPA mit maximal 5,76 Mbit/s. EDGE und auch WLAN im schnellen n-Standard sind ebenfalls an Bord. Dazu gesellt sich ein GPS-Empfänger inklusive A-GPS-Unterstützung für eine noch schnellere Standortbestimmung. Ein Wechselspeicherslot ist Windows-Phone-7-typisch nicht vorhanden, das Samsung Omnia 7 bot im Test aber üppige 14,8 GB zur freien Verfügung, um etwa Musik, Videos und zusätzliche Programme auf dem Smartphone zu speichern.

Das Übertragen von Multimedia-Dateien auf das Samsung Omnia 7 übernimmt die Software Zune. Der Mediaplayer fällt allerdings recht einfach aus. Das UKW-Radio und die gute 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Fotolicht komplettieren den Multimediapart.

Spiele kann der Nutzer über einen Xbox-Live-Account herunterladen, Office-Dateien gelangen über einen Windows-Live-Account oder als Anhang einer E-Mail auf das Omnia 7. Der Webbrowser überzeugt mit schnellem Seitenaufbau und einer praktischen Übersicht, wenn mehrere Internetseiten gleichzeitig geöffnet sind.

Samsung Omnia 7

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Im Hauptmenü des Omnia 7 werden die einzelnen Funktionen untereinander angeordnet.

Das Samsung Omnia 7 bringt von Haus aus Office Mobile 2010 mit und beherrscht so den Umgang mit Excel-, Word- und PowerPoint-Dokumenten. Die getestete T-Mobile-Variante hat zudem kostenlose Navigationssoftware von Navigon, ein spezielles Mediencenter sowie TV-Streamings via MobileTV zu bieten. Und wem das immer noch nicht genügt, der schaut sich im Marketplace nach weiteren Programmen um; das entsprechende Icon findet sich im Hauptmenü.

Kein gemeinsamer Posteingang

Die Benutzeroberfläche von Windows Phone 7 mit ihren großformatigen Kacheln auf dem Homescreen lässt sich intuitiv bedienen. Die Kacheln kann man nach Gusto anordnen und auch einzelne Kontakte oder Programmverknüpfungen auf dem Homescreen platzieren. Allerdings verliert die eintönige Kacheloptik subjektiv schnell ihren Reiz.

Das Hauptmenü bietet zudem nur eine Ebene - je mehr Programme installiert sind, umso mehr muss man scrollen. Dank des 1-GHz-Prozessors im Samsung Omnia 7 gelingt dies wie auch das Aufrufen einzelner Funktionen jedoch hübsch flott. Auch die virtuelle Qwertz-Tastatur zum Schreiben von Nachrichten überzeugt mit großformatigen Schaltflächen und guter Reaktion.

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Das Programm Daily Briefing zeigt Nachrichten, Aktienkurse und mit AccuWeather auch Wetterinfos an.

Also alles eitel Sonnenschein? Leider nein, denn das jüngste Smartphone-Betriebssystem im Markt hat doch einige Mängel. So beherrscht Windows Phone 7 kein Multitasking. Unverständlich ist auch, dass der lokale Abgleich mit Outlook am PC nicht möglich ist, für viele Businessnutzer ist das ein K.-o.-Kriterium.

Eine weiteres Ärgernis: Für jedes E-Mail-Konto wird ein eigenes Icon im bereits gut gefüllten Hauptmenü angelegt - einen Hub, der alle unter einem Dach vereint, gibt es (noch) nicht. Eine gemeinsame Übersicht über eingegangene Nachrichten fehlt damit ebenfalls.

Bestes WP7-Modell

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connect-Kurzbewertung

Im Labor zeigte das Samsung Omnia 7 kaum Schwächen - kein Wunder, versteckt sich im Inneren doch ein Akku mit nominell 1500 mAh. Die typische Ausdauer liegt denn auch mit fünf Stunden auf gutem Niveau, ebenso die Standby-Zeit von 19 Tagen. Die Gesprächszeit im GSM-Betrieb zeigt sich dagegen mit maximal 7:36 Stunden nur durchschnittlich. Dafür kann das Samsung Omnia 7 mit gutem Empfang und klarer Akustik beim Telefonieren punkten - in der letztgenannten Disziplin erreicht das Samsung sogar ein Sehr gut.

Mit diesem starken Gesamtergebnis hinterlässt das Samsung Omnia 7 von allen bislang (Stand: Januar 2011) getesteten Windows-Phone-7-Modellen den mit Abstand besten Eindruck.

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