Testbericht

Samsung Pixon12

Bei der Auflösung hat Samsung mit dem ersten 12-Megapixler Samsung Pixon12 mal wieder den Gipfel erklommen. Doch ganz ehrlich: Dieser Aufstieg war die Mühe nicht wert. Denn für die tatsächliche Bildqualität spielt die nominelle Pixelzahl ab spätestens 5 Megapixeln nicht mehr die entscheidende Rolle - deutlich wichtiger ist hier beispielsweise eine gute Optik und die Software, die aus den Informationen der Kamera echte Bilder macht.

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Samsung Pixon12

© Archiv

Samsung Pixon12

Schlimmer noch: Zu viel Auflösung kann bei Handys und auch Kompaktkameras sogar zu schlechteren Bildern führen. Denn die Bildsensoren, die hier verbaut werden, sind sehr klein. Und wenn diese wiederum in zu viele einzelne Pixel unterteilt werden, bekommt jedes Pixel wenig Licht ab. Ergebnis: Die Kameras sind lichtschwach, die Aufnahmen rauschen und die tatsächliche Auflösung auf den Aufnahmen liegt deutlich unter dem, was eigentlich versprochen wird. Gleichzeitig produzieren die Kameras riesige Bilddateien - beim Pixon12 haben sie im Schnitt 3,5 MB.

Die Relevanz im Auge behalten

Samsung Pixon12

© Silke Schwell, Peter Fenyvesi

Das Foto-Einstellungsmenü ist übersichtlich, wenn auch weitläufig.

Ein 12-Megapixel-Sensor macht in einem Handy ergo wenig Sinn und entsprechend skeptisch sind wir dem Samsung Pixon12 begegnet. Doch diese Skepsis hat sich schnell gelegt, denn bei allem werbewirksamen Pixelwettlauf hat Samsung die relevanten Parameter nicht links liegen lassen: Die Kamera erwies sich als alltagstauglich und wird den besonderen Ansprüchen an eine Handykamera gerecht. Denn die soll nicht zuletzt für spontane Schnappschüsse herhalten, entsprechend schnell knipsbereit sein und sich beim Auslösen nicht zu viel Bedenkzeit nehmen. Zwar braucht auch das Samsung Pixon12 die üblichen zwei Sekunden, bis fotografiert werden kann. Danach geht's aber äußerst flott zur Sache: Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, das eigentliche Auslösen geht mit minimaler Verzögerung vonstatten und die Kamera steht ohne lange Speicherzeiten schnell für die nächste Aufnahme bereit.

Was die Alltagstauglichkeit von Handykameras sonst noch einschränkt, ist der fehlende oder zu schwache Blitz. Auch hier überzeugt das Samsung Pixon12: Sein kräftiger Xenon-Blitz erhellt zwar keine komplette Kathedrale, reicht aber ein paar Meter weit und verströmt dabei kein allzu kaltes Licht. Und wie sehen die Ergebnisse aus? Bei guten Lichtverhältnissen liefert das Samsung Pixon12 kontrastreiche Aufnahmen mit kräftigen, unverfälschten Farben. Auch schwierige Lichtverhältnisse meistert das Samsung ordentlich - damit bietet das Samsung Pixon12 die beste Handykamera, die uns bisher untergekommen ist. Dass auch hier ein optischer Zoom fehlt, nehmen wir gern in Kauf. Auch die Videos mit 720 x 480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde sind trotz etwas dumpfem Ton für ein Handy wirklich top.

Verarbeitung? Sehr schick!

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© Silke Schwell, Peter Fenyvesi

Im Dunkeln hilft die LED beim Fokussieren, für Licht sorgt der gute Xenon-Blitz.

Das Samsung Pixon12 liefert nicht nur schöne Bilder und Videos, sondern macht auch selbst etwas her. Der knapp 3,2 Zoll große Touchscreen mit einer brillanten Anzeige aus 480 x 800 Pixeln ist ein echtes Schmuckstück. Er reagiert auf leichten Druck und kann deshalb auch mit einem Eingabestift oder den Fingernägeln bedient werden. Die Displayabdeckung gibt dennoch nicht spürbar nach. Auch das Drumherum ist gelungen: Die Materialien hinterlassen einen hochwertigen Eindruck, alle Bedienelemente sind sauber verarbeitet, geben klare Rückmeldung und sind wirklich sinnvoll angeordnet. Ein Beispiel: Die Taste zum Start der Kamera ist bündig im Gehäuse versenkt, ein versehentliches Aktivieren der Kamera kaum möglich. Die Auslösetaste wiederum, die zudem zur Steuerung des Autofokus dient und entsprechend über zwei Druckpunkte verfügt, ragt so weit übers Gehäuse, dass sie sich sicher bedienen lässt.

Mächtige Ausstattung

In der Disziplin Ausstattung liegt das Samsung Pixon12 mit dem aktuellen Samsung-Flaggschiff Jet gleichauf: Beide bieten eine typische Smartphone-Ausstattung, die hier allerdings auf Samsungs proprietärer Plattform basiert. Das bedeutet: Zusatzsoftware läuft allenfalls als Java-Programm. So zum Beispiel Route 66, mit dem sich das Samsung Pixon12 dank integriertem GPS-Empfänger gegen Bares zum Navi aufrüsten lässt. Auch Wireless LAN für einen schnellen und im eigenen WLAN-Netz kostenlosen Internet-Zugang bietet das Handy, obendrein lässt es sich direkt per ActiveSync an einen Exchange-Server anbinden. Die mächtige Ausstattung spiegelt sich ein einem umfangreichen Menü wider: Über drei Displays verteilt sich allein das arg weitläufige Hauptmenü, mit einer Wischbewegung horizontal übers Display kann man zwischen den Ansichten wechseln und zudem drei Startbildschirme mit Widgets und Schnellstartbuttons belegen.

Schwache Ausdauer

Im Labor zeigte das Samsung Pixon12 eine nur mäßige Ausdauer und eine schwache Sendeleistung. Wer damit leben kann, bekommt ein top ausgestattetes Handy mit der derzeit besten Kamera.

Samsung Pixon12

HerstellerSamsung
Preis629.00 €
Wertung360.0 Punkte
Testverfahren1.0

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