Testbericht

Samsung S5550

Samsung darf unter den Handyherstellern als echter Slider-Spezialist gelten. Noch vor wenigen Jahren hatten die Handys mit Schiebemechanik den größten Anteil am Produktportfolio der Koreaner.

  1. Samsung S5550
  2. Datenblatt
Samsung S5550

© Archiv

Samsung S5550

Jüngstes Exemplar dieser langen Tradition ist das Samsung S5550 für 249 Euro ohne Vertrag. Der recht hohe Preis ist jedoch nur Makulatur, denn der Slider wird in Webshops, etwa bei Amazon, für gerade einmal 160 Euro gehandelt.

Die schwarze Front des Samsung S5550 sorgt für eine eher zurückhaltende Optik. Dafür hat es seine Rückseite mächtig in Schale geworfen und zeigt mit seinem gemusterten Akkudeckel in Metalloptik, dass auch ein schöner Rücken entzücken kann.

Doch nicht nur hier zeigt sich Samsung spendabel, auch beim Display hat man sich nicht lumpen lassen. Zwar fällt die Anzeige mit einer Größe von lediglich 2,2 Zoll etwas klein aus, doch dafür kommt ein Exemplar mit OLED-Technik zum Einsatz. Mit diesem gelingt die Darstellung der Inhalte dann auch enorm kontraststark und scharf, nur die Helligkeit lässt ein wenig zu wünschen übrig.

Samsung S5550

© Foto: Hersteller

Google Maps ist auf dem S5550 bereits vorinstalliert.

Kleine Mankos bei der Handhabung

Die Tastatur ist beim koreanischen UMTS-Slider nicht ganz so gut gelungen. Speziell an die seltsam geformte Fünf-Wege-Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen - Funktionalität sieht anders aus.

Samsung S5550

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Mit der praktischen Suchfunktion lassen sich Dateien schnell finden.

Auch sind die Drücker der gleichförmigen Zifferntastatur nicht voneinander abgesetzt und lassen sich nur schlecht ohne hinzuschauen bedienen. Dafür punkten sie mit sauberem Feedback sowie einer hellen, großformatigen Ausleuchtung. Eine Klasse für sich ist wieder einmal die Verarbeitung, die rundum als perfekt gelten darf und in dieser Preisklasse definitiv Maßstäbe setzt.

Die Benutzeroberfläche des Samsung S5550 entspricht weitestgehend der bei Samsung bereits seit einiger Zeit eingesetzten Version. Lediglich die aktive Standby-Anzeige hat nun auch im S5550 Einzug gehalten. Nicht schlecht, denn so lassen sich häufig benutzte Programme besonders schnell aufrufen, zumal der Benutzer die aufgeführten Icons selbst bestimmen kann. Dazu kommt ein einfaches und gut durchdachtes Menü, über das man schnell zur gewünschten Funktion findet.

Luft nach oben bei den Features

Das Samsung S5550 beherrscht für die schnelle Datenübertragung nicht nur EDGE, sondern auch HSDPA. Bei der Outlook-Synchronisation geht das Samsung S5550 punktemäßig leer aus. Zwar liegen hier immerhin Software und Datenkabel bei, doch beide Testgeräte in der Redaktion weigerten sich strikt, mit diversen Rechnern in Kontakt zu treten.

Ebenso enttäuschend verlief der Soundcheck mit dem mitgelieferten Headset für den proprietären Anschluss. Dünn und nervig tönten die Lauscher, die sich nur mit einem Bluetooth-Stereo-Headset vernünftig ersetzen lassen. Das ist schade, denn der Musicplayer und das UKW-Radio mit RDS überzeugen durchaus.

Samsung S5550

© Foto: Hersteller

Fotos lassen sich vielfältig bearbeiten und mit Effekten versehen.

Einen richtig guten Eindruck konnte wiederum die 5-Megapixel-Kamera hinterlassen: Sie bringt einen Autofokus sowie ein Fotolicht mit und bietet darüber hinaus eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten. Sogar ein Bildbearbeitungsprogramm hat das Samsung S5550 an Bord.

Licht und Schatten förderte dann der Labortest der Testfactory zutage. So lieferte das Samsung S5550 eine starke Vorstellung bei der Akustik ab und überzeugte mit einer guten Sprachverständlichkeit. Dazu gesellen sich glänzende Werte bei der Sende- und Empfangsqualität, sowohl im GSM- als auch im UMTS-Betrieb.

Für die Disziplin Ausdauer gilt das dagegen nur bedingt: Während die Standbyzeit mit 21 Tagen und vor allem die Gesprächszeit mit über 11 Stunden im GSM- sowie über drei Stunden im UMTS-Einsatz absolut überzeugen können, fällt das Ergebnis für die typische Ausdauer mit 3:36 Stunden nur unterdurchschnittlich aus. Und das, obwohl hier ein stromsparendes OLED-Display zum Einsatz kommt, das zudem noch recht klein ausgefallen ist.

Wer also das Samsung S5550 im Alltag häufiger fürs Surfen und andere Funktionen nutzt, muss den Slider auch des Öfteren an die Steckdose hängen.

Samsung S5550

HerstellerSamsung
Preis249.00 €
Wertung347.0 Punkte
Testverfahren1.0

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